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ariane berlin & london

Teil VI Mein Leben als Ehefrau oder: “Therapie der Menschheit”

Im amerikanischen Magazin “Christ & Antichrist” spricht Regisseurin Ariane G. Riefenstahl erstmalig anlässlich der Filmpremiere von “Whorefare” über pöbelnde Ehefrauen, den Papst und warum programmierte Cyborgs als Ehemänner besser taugen.

C & A: Ms Ariane, der Film ist schwer verdauliche Kost. Lassen Sie uns zum Aufwärmen mit einigen Fragen zu Ihrer Person beginnen. What did you want to be as a child?
A: Sprechen Sie etwa nicht die deutsche Sprache? Die Sprache der Aufklärung? Nun, ich wollte Opernsängerin werden. Singen, spielen, forschen interessierte mich und ich probierte alles aus, begnügte mich damit, mittelgut zu sein, auch als Ehefrau.

C & A: Mußten Sie sich von irgendwelchen Träumen verabschieden?
A: Bis jetzt weigere ich mich, mich von Träumen zu verabschieden. Zum Beispiel Opernsängerin. Ich werde in diesem Leben keine Maria Callas mehr werden. Ich kann einige Lieder von Schubert vortragen, z.B. “An die Musik”. Dabei laufe ich zur besten Tagesform auf, und das morgens um 7 Uhr. Macht gute Laune. Genügt mir.

C & A: Eine pragmatische Haltung. Man senkt seine Ansprüche und kann nie richtig enttäuscht werden.
A: Es ist eine positive Haltung, die hilft, nicht zur Zynikerin zu werden, um den Schönheitsschlaf gebracht zu werden, auch um Berlin zu überleben.

C & A: Bestünde da bei Ihnen die Gefahr?
A: Bei mir nicht, aber ich habe über die Jahre viele Menschen kennengelernt und beobachtet, wie sie im Laufe der Jahre zynisch wurden. Einfach ekelhaft. Das stößt mich ab.
Zumeist ist Zynismus auf Neid zurückzuführen. Menschen haben etwas nicht, was sie begehren – und den Frust darüber lassen sie in fiesen Kommentaren ab. Übrigens eine sehr deutsche und britische Haltung. Es gibt kein schlimmeres Verbrechen als Frau klug, attraktiv und mit einem grossen Herzen ausgestattet zu sein; nur eine Eigenschaft davon reicht aus, um die Nachbarschaft fuchsig zu machen. Wenn dann noch Erfolg hinzu kommt, ist es ganz aus.

C & A: An was denken Sie konkret?
A: Die, die besonders laut über glückliche Huren oder Callboys schimpfen, sind immer die, die selber keinen hochkriegen oder keine Knatter haben, sie zu buchen, oder keinen geraden Ton singen können. Die im Museum herumstehen, über moderne Kunst lästern, hatten aber noch nie einen Pinsel in der Hand. Zyniker leiden darunter, dass sie Möglichkeiten nicht nutzen, die andere nutzen.

C & A: Darauf wird mancher antworten: wenn man sieht, in welchem Zustand die Welt ist, landet man automatisch im Zynismus.
A: Sie werden mich eine altmodische Romantikerin nennen, aber es ist doch immer besser, etwas zu unternehmen, als nur bittere Kommentare abzugeben oder?

C & A: Und was schlagen Sie vor? Die Welt ändern?
A: Ja natürlich und dabei nicht anderen Menschen auf die Nerven zu fallen. Dann doch lieber den Gang auf Autoerotik umschalten. Da tut man wenigstens was für sich.

C & A: Do you think society is harder on women than men?
A: Ooooh, jetzt sprechen Sie ja wieder englisch. Also wenn es sein muss … Yes. I definitely lead a more traditional life now than I have in the past. I had a lot less fear when I was younger. I could go off to Gomera at 17 and didn’t seem like a weird thing to do. I haven’t been afraid to end up in relationships that probably weren’t right. I think a lot of women get into a position where they are co-dependent or financially dependent and to scared to get out of the situation.
C& A: What have you learnt about relationship in your life?
A: When I was younger I was headstrong, nowadays I think things through. Wenn man jung ist, dann soll der Partner alle Ansprüche, die an ihn gerichtet sind und alle Wünsche, die auf ihn projiziert sind erfüllen; einem Kitsch-Verständnis von Liebe geschuldet, mit dem wir auch heute noch in Pilcher-Filmen und Arztromanen drangsaliert und sozialisiert werden. Wenn man erwachsen wird, wird man nicht anspruchsloser, das Gegenteil; aber die Erwartungshaltung, daß der Andere einen gefälligst glücklich machen soll, fällt weg. Gut, bei vielen hält sich die Vorstellung hartnäckig und das ersehnte Glück wird regelrecht eingefordert. Be thankful for what you ve got … ist meine Devise. Weshalb ich auch einen androgynen Cyborg als Partner habe, den ich eigenständig programmiert habe.
Was mich immer irritierte, ist die Infantilisierung des Partners, die zunimmt, je länger ein Paar zusammen ist. Das sehen Sie doch überall. Auch die Klein-Mädchen-Strategie hält sich im 21. Jahrhundert hartnäckig, oder wie Feministinnen diese Strategie nennen: Macht aus Schwäche. Die eigene Bedürftigkeit wird permanent zelebriert, gar noch als Freundschaft oder Liebe ausgegeben. Dabei verstehen jene rein garnix von der Liebe und von Freundschaft, die nicht einklagbar ist, sondern immer neu ausgehandelt werden muß. Wenn da jemand permanent am Ärmel zerrt, einem den Arm ausreißt, mit Forderungen und Ansprüchen daherkommt … da schüttel ich nur mit dem Kopf. Entsprechende Probleme tauchen bei meinem Partner gar nicht erst auf. Wie es einige Frauen immer noch exerzieren, da hab ich noch nicht einmal Mitleid, da wird mir schlecht. Sorry, aber Freundschaft und Liebe basiert nicht auf Einbahnstrasse. Mir wird bei devoten alternativ kalten Frauen nicht das Höschen nass, maximal mein Beschützerinstinkt geweckt, wenn sich eine leidende Knattermime als taube Nuss erweist, also gegenüber jederweder Ansprache taub ist. Da entwickle ich sogar sadistische Phantasien, obwohl ich sonst lammfromm bin.

C& A: Dazu fällt mir die Szene aus Ihrem Film ein, wo eine Co-Alkoholikerin jammert, daß ihr Partner trinkt, aber ihm beim Trinken Gesellschaft leistet.
A: Wissen Sie, mir reichen schon die Frauen aus meiner eigenen Familie, die ein Leben lang vor sich hin litten, weil sie unfähig zum Handeln waren. Aber auf mich schimpfen. Ich bewege mich wenigstens, und sei es nur meinen Arsch, von oben nach unten. Wie kann man nur ewig so tun, als ob man ein Leben auf Probe führt?

C & A: Ohnmacht erweckt bei Ihnen Ekel und Hass?
A: Schlimmer als die Macht ist die Ohnmacht, hat mein Professor und Lehrer immer gesagt.

C & A: Empfinden Sie es nicht als Betrug an Ihrem Mann, wenn Sie mit Männern gegen Geld ins Bett gehen?
A: Ach wissen Sie, in solchen Kategorien denke ich schon lange nicht mehr. Mein Partner sagt immer, ist die Frau glücklich, ist der Mann auch glücklich; sprich gelegentliche Ausflüge in fremde Betten oder Hotelzimmer haben noch keiner Ehe geschadet, im Gegenteil. Sofern man sich nicht verliebt und der Gefühlshaushalt verrückt spielt. Kam bislang auch nur einmal vor, und da war ich durch persönliche Umstände derart geschwächt und daher anfällig für eine positive Ansprache. Daraus ergab sich eine kurzweilige Affäre, die mir mehr geschadet, denn genutzt hat. Das war mir eine Lehre. Am besten fragen Sie mich gleich noch, ob ich es als Betrug an den Ehefrauen betrachte, wenn ich mit ihren Männern ins Bett gehe. Die meisten sind eh unverheiratet. Also what the point? Wir stehen ja nur aus Sicht der Zukurzgekommenen am Pranger, sie betrachten uns als sexuelle Konkurrenz, dabei konnten wir viele Beziehungen so erst retten. Alles eine Frage der Perspektive. Es ist typisch, daß die Huren in die Verantwortung genommen werden, aber die ach so Betrogenen sich nicht selbstkritisch hinterfragen, welcher Katzenjammer ihre Männer erst aus dem Haus getrieben hat.

C & A: Sie können das Treuegelöbnis nicht anerkennen?
A: Wir Menschen sind promiske Tiere; viele wollen es einfach nicht wahrhaben. Der Treueanspruch ist so blasphemisch wie der Besitzanspruch eines Partners.
Partnerschaftliche Probleme haben mit unserer Existenz als Huren nix, aber rein garnix zu tun. Es soll die Männer nur mit einem schlechten Gewissen belasten; zudem blasen viele Ehefrauen schlecht bzw. Prostitutionsgegner und Frauenversteher ins gleiche Horn, weil sie sonst nix zu blasen haben.

C & A: Stichwort Blasphemie. Da sind wir beim Thema Religion und ihrem neuen Film, produziert in den Goldschwanz Studios, weil der Vatikan keine Einwilligung gab, auf dem Petersplatz zu drehen. “Whorefare”, die neue Verfilmung Ihres Romans, handelt von einer Verschwörung von Frauenverstehern in kleinkarierten Hosen, erzählt von der brutalen Macht der Kirche, eine einzige grosse Kritik am Vatikan.
A: Der Film kritisiert nicht nur die Strukturen der katholischen Kirche. Auch die Orthodoxie anderer Glaubensgemeinschaften. Er erzählt etwas über Menschen, die Macht ausüben oder mißbrauchen.

C & A: Der Vatikan verweigerte die Drehgenehmigung zu einem Gang Bang auf dem Petersplatz. Und als ihr erstes Theaterstück “Nuttenrepublik” vor einiger Zeit zur Aufführung kam, sagte der Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone: “Das Stück zu boykottieren ist wohl das Mindeste, was man tun kann.”
A: Die sollen sich im Vatikan mal um ihre tatsächlichen Probleme kümmern: Zölibat, systematischer Kindesmißbrauch … was ist schon ein Film im Vergleich zum derzeitigen Kirchenoberhaupt? Der Mann schadet der katholischen Kirche weiss Gott genug. Noch vor “wir sind Papst”, wie die Blödzeitung jubelte, war der Mann als Hardliner verschrien und verdruckste seine Zeit mit exzessiver Exegese und gesundheitsgefährdender Selbstkasteiung als Mitglied des Opus Dei. Er war schon von jeder weltlichen Realität abgekoppelt, bevor er im Raumschiff “Vatikan” landete.

C & A: Das sehen viele Katholiken aber anders.
A: Mag sein. Seine Kommentare über Verhütung, die absurde Behauptung, Kondome würden in Afrika das Aids-Problem verstärken, das sagt er, ohne mit der Wimper zu zucken, während Abertausende von Kindern beide Eltern an HIV verlieren. Eine ganze Generation wurde so fast ausgelöscht. Das erinnert mich an Voodoozauber und Schamanismus in afrikanischen Stammesgesellschaften: die Dorfheiligen erzählen jungen HIV-infizierten Männern, sie müssen mit Jungfrauen schlafen, um wieder “rein” also gesund zu werden. Anstatt auf das Essen von Affenhirn zu verzichten, wo die Übertragung offenbar seinen Ausgang nahm, und Kondome zu predigen. Ist das Demenz oder kalkulierte Absicht? Den Verstand hat er wohl noch nicht völlig verloren, er soll ja angeblich soooo klug sein, mit fast 83. Kann man seiner eigenen Kirche mehr Schaden zufügen, als solche Sachen daher zu schwafeln? Aktuell wettert er gegen das britische Antidiskriminierungsgesetz, das auch Engländern gleichgeschlechtliche eingetragene Partnerschaften ermöglichen soll, das aus seiner Sicht gegen “natürliches Recht” verstosse. Von welcher “Natur” spricht er bitte schön? Ist es natürlich, sich an kleinen Kindern zu vergreifen? Selbst Erzbischof und Nobelpreisträger Desmond Tutu sagte, daß selbst Gott über die exzessive Schwulenfeindlichkeit und Hetze, ja die Bessenheit der katholischen Kirche beim Thema Homosexualität weine.

C & A: Sind Sie religiös?
A: Nein, ich wurde nicht religiös erzogen.

C & A: Haben Sie Verständnis für Menschen, die religiös sind?
A: Ja, wenn Menschen Religion wichtig ist, weil sie daraus Kraft schöpfen, bitte. Allerdings, und dies gilt für alle Religionen und Ideologien, je orthodoxer, fundamentaler die Auslegung, desto destruktiver wirkt es im Geist. Ich sehe hier keine Erleuchtung, nur eine Einbahnstrasse, ein “Dead End”, wie es im englischen heisst. Das “tote Ende” ist hier durchaus wörtlich zu nehmen, wie wir u.a. aus der Kirchengeschichte der Inquisition und der aktuellen Terrorgeschichte, auch der letzten 50 Jahre wissen. Ich kann mich einer Religion theoretisch nähern, ohne sie als Glauben zu übernehmen. Für mich spielt nur gelebte Praxis eine Rolle, einem tiefsitzenden Humanismus geschuldet.

C & A: Es gibt da eine Szene in “Whorefare”, wo eine Darstellerin, gespielt von Fräulein Annie, einem ehemaligen Stasi-Offizier ins Gesicht kackt. Ist das human?
A: Aus meiner Sicht schon, es ist sogar gerecht. Die Szene beruht auf einer wahren Begebenheit. Ich habe zu Beginn meiner Kurtisanerie eine Ausbildung zur Domina gemacht und eine Weile auf diesem Gebiet gearbeitet und sehr verschiedene Dinge angeboten, das war mein Lebensmotto: you ve always to go where you ve never been before …. So frug ein Mann wegen einer Kaviar-Session an. Er wollte es erstmalig ausprobieren und ich lud ihn zu einem Vorgespräch ein, wobei er sich feixend als ehemaliger Stasi-Offizier outete, der die Wende erfolgreich überstanden hatte, als Leiter einer Supermarkt-Kette. Er erinnerte mich an die Figuren des österreichischen Karikaturisten Manfred Deix, ein rot angelaufener Dampfplauderer, wie dieser Metzger aus Köln, sie wissen schon, der Dauertalker, der auch von der Wurst abstammt … ach ja, Stefan Raab, nur 25 Jahre älter. Er war sehr vertrauensselig, in dieser delikaten Angelegenheit, und plauderte ungefragt aus seinem privaten Nähkästlein. Ich fragte kurz, ob er vor der Wende auch schon in Halorenkugeln gemacht hätte, etwa durch Betreiben eines Intershops. “Nein, nein, wo denken Sie hin?” antwortete er, “ich war Stasi-Offizier und wohne noch heute in der Villengegend im Osten Berlins.” “Aha”, antwortete ich, und nachdem ich ihn über den Ablauf der Session aufgeklärt hatte, auch darüber, als Anfänger, eine Folie über den dicken Belly zu streifen, um mein Geschäft darauf zu verrichten, er seinen Mund beim Staunen schliessen solle, wenn er auf meinen Hintern schaut, da ich durch die Dampfplauderei sonst abgelenkt werden würde, vereinbarten wir einen Termin und ich kassierte eine Anzahlung. Nach diesem Gespräch mußte ich an meine Freundin Sabine denken, Leiterin eines Berliner Kinderheims, die als Kind zusammen mit ihrem Bruder der Mutter weggenommen wurde, die plötzlich alleinerziehend war. Sie wuchsen im Waisenhaus auf und ihr Bruder, so erzählte sie mir einmal, wurde mit anderen kleinen Jungs gleich von der Stasi unter die Fittiche genommen und abgerichtet, sie als Geschwister getrennt. Die DDR-Geschichtsschreibung muß noch um einige grausige Kapitel erweitert werden, wenn ich an das Schicksal einiger Bekannter denke.
So kam die Politik in den Puff bzw. erst in ein Domina Studio und hat mich zu meinem Film inspiriert; ich habe dann gelegentlich von meiner Macht Gebrauch gemacht, in diesem Fall habe ich im entscheidenden Moment meinen Hintern etwas höher geschoben als abgesprochen und es plumpste direkt auf sein feistes rotes Gesicht. Es gab aber kein Gezeter, kleinlaut verzog er sich, seinem inhalierten Duckmäusertum geschuldet, unter die Dusche und war nicht mehr gesehen. Die blöde Sau!

C & A: Haben Sie etwas, was für Sie religiösen Wert besitzt? Ihr Glaubensbekenntnis?
A: In der Nase bohren. Gibt es keine interessanteren Fragen, die Sie mir stellen können?

C & A: Ich meine, Ihre Berufung. Darüber haben sie sogar Bücher geschrieben.
A: Sie meinen die Hurerei? Sie scheinen ja sehr fasziniert davon zu sein. Na, dann versuche ich Ihre fromme Leserschaft etwas über die Faszination des bezahlten Verkehrs zu erzählen. Ich kann es Ihnen nur so beschreiben: wenn man als Escort eine wirklich lange Tour macht – meine längste dauerte drei Monate und führte mich von Berlin nach Bayern, die Schweiz, Schottland, London, New York und Norwegen -, wenn man eine lange Tour macht, da kommt der Punkt, wo man im Morgengrauen aufwacht, im Transit am Ende der Welt; man steht auf, setzt Kaffeewasser auf, raucht die erste Zigarette, zieht sich die Lackstiefel über, fährt wieder los, zum nächsten Blind-Date, und man weiss, das geht so Tag für Tag, Woche für Woche, das kriegt einen ganz eigenen Rythmus und die Zeit scheint aufgehoben. Es entsteht eine Leichtigkeit, die gibt es sonst nirgendwo im Leben. Es hat plötzlich alles eine “Klarheit”, selbst ein “Blind”-Date. Es gibt nur noch die grundlegendsten Dinge. Man braucht ein Rückflugticket, Wasser, etwas zu essen, Kondome, fertig. Selbst auf das Ticket kann man irgendwann verzichten. Die einzige Schwere, die mich regelmäßig überkommt, befällt mich beim Rückflug; der Transit ist meine eigentliche Heimat geworden: Airports, Hotels, da unterscheidet sich mein Leben nicht von Business-Leuten. Gut, die Leichtigkeit hört auf zu existieren, wenn man mit Fragen gelöchert wird oder in Escort-Foren Diskussionen verfolgt, daher schau ich dort auch kaum noch vorbei.

C&A: …Leichtigkeit … eine schöne altmodische Romantik, die Sie uns da auftischen.
A: “Zeitlose” Romantik! Die Zeit verschwindet im Transit, selbst wenn Termine noch Orientierungspunkte bilden. Man hat bei so einer Tour einfach keine Pflichten, keine Verantwortung. Ein Zustand, den Sie im Alltag nie erleben. Man ist für einen Moment wieder das kleine Mädchen. Dies gilt nicht nur im Bett. Escort muß einem quasi in die Wiege gelegt sein; mein Vater hat mich als Kind immer zu allen Reisen mitgenommen, sowas prägt zeitlebens.

C&A: Keine Pflichten, keine Verantwortung. Klingt, als würden Sie fliehen?
A: Ja, das ist aber nicht so. Das waren nunmal die grossen Träume meiner Kindheit: Singen, reisen und die Welt entdecken, spielen, forschen, schreiben, alles dokumentieren und ein Werk hinterlassen.
C&A: Beim Reisen werden Sie wieder zum kleinen Mädchen – oder soll ich sagen, beim Fremdficken -, als Performerin auf der Bühne oder als Spielgefährtin mit verschiedenen Männern werden Sie zu einem anderen Menschen? Ihre beiden grossen Leidenschaften haben mit Verwandlung zu tun?
A: Es gibt einen Unterschied. Jede Escort-Geschichte, jedes Escort-Erlebnis, das eigene Erleben enthält einen authentischen Kern: “not acting is important for me”.
Als Performerin auf der Bühne, im Film, als fiktive Figur in meinen Texten erlebe ich eine reduzierte Realität; beides hat aber viel mit Lust und Phantasie zu tun, sonst würde ich es ja nicht machen.
C&A: Wenn Sie schon als kleines Mädchen davon geträumt haben, ein Werk zu hinterlassen, dann haben Sie mit der Hauptrolle der Ada als Antichristin in “Whorefare” eigentlich schon alles erreicht.
A: Ja, Wahnsinn. Als schönste Antichristin, von Gott verlassen, besudelt und voller Sünde … so eine Rolle bekommt man nur einmal im Leben. Der Film wird das Bild von Huren nachhaltig verändern. Liberation und Penetration gehören unweigerlich zusammen.

C&A: Man sagt, Sie hätten bei der Sexszene das berühmte Hintergrundrauschen täuschend echt synchronisiert, das Stöhnen authentisch vorgetäuscht und auch das Brummen des Vibrators intoniert, also mitgebrummt.
A: Ähm, ja. Ist mir tatsächlich passiert. Ich war eben erregt und aufgeregt! Vieles an diesem Beruf ist für immer noch so, wie ich es mir als Mädchen vorgestellt habe. Ich finde es Wahnsinn, mich bei einer Premiere selber lautstark stöhnen zu hören. Der Job ist eine tolle Möglichkeit, sich die jugendliche Euphorie zu bewahren.
C&A: Trotzdem werden auch Sie älter. In welchen Momenten wird Ihnen das bewußt?
A: Ich habe vor einigen Jahren zwei Filme “Dirty Claire” und “Scat Sisters” gedreht. Ich spielte ein junges Ding, das sich bekleckert hatte. Im Film “Whorefare” spiele ich eine Psychiaterin, die sich um ihre jungen Patienten kümmert und sie verführt. Eines Tages, als wir gerade mit einer Szene begannen, durchfuhr mich plötzlich ein Schreck: Wow, du spielst eine Ärztin, die kluge, ältere Ratgeberin, die Schwanzleichen reanimieren muss. Früher hättest du die Rolle der verführten Patientin gehabt. Aua. Aber jetzt müssen Sie mich entschuldigen, die Rückkehr zum heimischen Herd ruft.

Teil V Mein Leben als Frau oder: “My way”

“Troubled Times Deutschland” (TTD) ist eine unabhängige Wirtschaftszeitung und erscheint wöchentlich.
Anläßlich der Vergabe der “Merkelschen Innovationsplakette für kluges Wirtschaften” stellen wir Ihnen heute die Unternehmerin Ariane DSP vor.

TTD: Sie sind kürzlich zur Unternehmerin des Jahres 2010 gekürt worden und erhielten die Merkelsche Innovationsplakette für “Sexwork Entrepreneurialism”.
Sie haben in den letzten Jahren mehrere erfolgreiche Unternehmen gegründet und umsatzstarke Marken mit Nischenprodukten weltweit lancieren können. Was treibt Sie an und vor allem, wollen Sie die ganze Welt umkrempeln?

A DSP: Es wurde in der Tat Zeit, einiges von den Füssen auf den Kopf zu stellen. Ich habe mir Frau Dr. Angela Merkels Innovationsdiktum und das Credo vom “Livelong Learning” zu eigen gemacht. Zugleich lag mir mein Vater jahrelang in den Ohren, warum ich nicht meinen Verstand benutze und mein Wissen zu barer Münze mache, ich sei doch schliesslich intelligenter als er und er hätte immerhin im Alter von 29 Jahren seine erste Million verdient. Auch bestand nach wie vor das Vorurteil, daß Huren alle faul und geldgierig sind und ausser vom shoppen & ficken, zwar vom Blasen, aber nichts vom Tuten verstehen. Ich wollte diesen Kritiken Lügen strafen und so gibt es nun die Goldschwanz Productions, ein Firmenkonglomerat, das alle Labels unter einem Dach vereint.

TTD: Stellen Sie uns doch kurz Ihre innovativen Produkte vor.

A DSP: Ich begann mit der Ariane Escort Tours Reisegesellschaft und biete Einzel- und Gruppenführungen durch gentrifuckte Rotlichtbezirke in europäischen Metropolen erfolgreich an. Wir sind in Berlin, Hamburg, Amsterdam, London und Paris vertreten, demnächst auch in Mumbai, Bangaloore und Peking. Die Idee war mir bei einem Blowjob in einer Tiefgarage gekommen. Politische und soziale Umstände machten es notwendig, moderne Sexarbeit neu zu konzipieren. Ich komme noch darauf zurück.
Reiseleiterinnen sind verifizierte, ehemalige Sexarbeiterinnen mit Ortskenntnissen und eingetragener Lizenz, die die Historie ihrer ehemaligen Wirkungsstätten und Bezirke aus dem FF kennen.
Exklusiv reisen läßt es sich mit unseren intergalaktischen Reisen und Begleiterinnen unserer Space-Agentur “Models on Mars”. Dazu sind wir eine Kooperation mit Virgins Galactic und Jet Escort eingegangen, die zahlungskräftige Touristen ins All befördern bzw. begleiten. Außerdem kennt modernes Weltraumrecht kein Prostitutions- oder Escort-Verbot.

Die nächste Gründung war die Goldschwanz Foundation, eine Stiftung, die auch weitere innovative Ansätze fördert. Die Stiftung selbst finanziert sich aus den Erlösen der Tochterunternehmungen und auch die Sexworker Open University ist hieran angeschlossen und wird co-finanziert. Stipendien erlauben Sexarbeiterinnen barrierefreies Lernen.

Die erfolgreichsten Nischenprodukte, die den umsatzstärksten Teil des Firmenimperiums ausmachen, ist meine Kosmetikserie “Ariane Facials”, Anti-Ageing Produkte, die in limitierter Version von jeweils 50ml für 500€ auf den Markt gehen, da der Rohstoff extrem kostbar ist. Dann gibt es noch mein Parfum, die Bestseller “Lubricant” und “eccentric”, die die Quintessenz aus gelebten Leben, Pussy-Duft-Essentials, Schweiss und Tränen vereinen. Sie erscheinen jährlich in einer Auflage von 500 Stück à 10 ml zu jeweils 500.000€ und wird von Celebs, It-Girls und abgewrackten Showstars wie Pam Anderson oder Courtney Love stark nachgefragt. Trotz Vorbestellung besteht ein Jahr Wartezeit.

Desweiteren habe ich die Champagnermarke “Triple A Champagne” auf den Markt gebracht, die derzeit teuerste Marke auf dem Champagnermarkt; die ersten 25 Flaschen wurden als Sammler-Objekte für 250.000€ verkauft. Diese Marke habe ich den Natursekt-Connaisseuren gewidmet.

Desweiteren habe ich das Mode-Label “Redlight Fashion” auf den Markt gebracht; die Haute Couture firmiert unter “Aaaah Aimée” und ich konnte John Galliano verpflichten, für unser Haus tätig zu werden; es gibt auch ein preiswerteres Prêt-a-Porter Label, die “Escort Collection”. Selbstverständlich sind die Designerinnen und Schneiderinnen hier alles ehemalige Sexarbeiter, Escorts und Strassennutten, da sie etwas von diesem Geschäft verstehen und Berufskleidung, z.B. Corsetts, optimieren konnten, im Sinne, daß sie tragbar sind und bequem, trotz Wespentaille. In diesen High-Tech-Corsetts kann man sogar Eislaufen und Berge besteigen, wurde natürlich von Happy Mountains Escort, powered by Sarina getestet.

Die beschäftigungsintensivste Unternehmung ist meine Firma Ariane Rakete Apparatebau, die Sexroboter und Dolls produziert, natürlich scheinende Nachempfindungen der berühmtesten und besten Sexarbeiterinnen aller Zeiten, die sich um das Gewerbe verdient gemacht haben: die Modelle Lucy Maximum, Dajajana, Katrina de Luxe, Tara VB, AdsP, Anna-Lena-Superstar, Veronique XL, Heidi v. Fleiss, Maxi Berlin, Christa Camille, Margret KFS und Felicitas von Weigmann und Schirow sind seit der Einführung der Renner und ich habe ihnen gleichfalls ein Denkmal gesetzt, vergleichbar nur mit den wichtigsten realistischen Nachempfindungen von Menschen unserer Zeit, zu sehen bei Mme Tussauds.

Ariane Apparat unterhält auch eine Entwicklungsabteilung, die 4-D Cyberporn-Private-Environments entwickelt, sog. Wichs-Templates für den Hausgebrauch mit verschiedenen Devices wie Absaugvorrichtung, Headset und Spezialhandschuhen, natürlich abwaschbar, und so die individuelle Teilnahme an interaktiven Porn möglich macht. Wir nennen das “Augmented Realities”, die echte befriedigende Sex-Simulationen versprechen. Unser Devices-Partner ist Wiiii, die das gesamte Set in ihrem Sortiment aufgenommen haben und weltweit vertreiben.

Bei der Entwicklung von menschengleichen Robotern bedienen wir uns der künstlichen Intelligenz aus unserer Forschungsabteilung Tink Tank, die unter dem Dach der Sexworker Open University angesiedelt ist. Wir haben dort auch das bekannte Applet, das IBed, entwickelt. Das Applet ermöglicht Escort-Buchern das schnellste Auffinden der besten zertifizierten Escorts in jeder Stadt rund um den Globus. Steve “Hand” Jobs war von der Idee sehr angetan, obwohl er Kalifornien nie verläßt, und hat persönlich das Produkt-Marketing übernommen.

Die sexy 4D-Simulakren sind als Environments für den diskreten Hausgebrauch gedacht, zudem haben wir unsere Apparate zur Serienreife entwickelt, schöne Sexroboter finden auch in unserer Ladenkette “milking maids inc.” regen Zulauf, die nach Franchise-Verfahren in jeder Stadt rund um den Globus in den letzten Jahren eröffnet haben wie auch unsere Starfucks-Promi bzw. Celebs Linie, die ersten Puppen mit Promi-Antlitz, beiderlei Geschlechts. Besonders das Modell Prinz Frederic von Anhalt, den wir als Kandidaten im Kampf um das Gouverneursamt in Kalifornien ins Rennen geschickt haben, um die Legalisierung der selbstbestimmten Sexarbeit auch dort durchzusetzen, läßt sich derzeit gut verkaufen. Auch das Modell Heidi von Fleiss ist sehr beliebt und war kürzlich Gast bei der englischen Ausgabe von Big Brother. In unseren Shops kann der Kunde die Robots mit oder ohne Voranmeldung und anonym sehr preisgünstig ab 20-30€ für 10min benutzen, was ja auch der Wirtschaftsentwicklung geschuldet war. Als besonderes Feature und Lockangebot kann der Kunde 10€ einsparen, wenn er die Robots anschliessend reinigt. Das dauert im Regelfall 2-3 Stunden, kommt darauf an, wie er sich dabei anstellt. Putzsklaven arbeiten bei uns sonst im Akkord, sie brauchen auch mal Ruhezeiten.

Unsere neuesten Kreationen, wie derzeit die Cyber-Schicksen, präsentieren wir in unseren Showrooms in Berlin, London, New York und Tokyo, wo sie auch die Puppen der ersten Generation besichtigen können, die Serie “Human Dingsbums” neben den aufblasbaren Entsaftungsanlagen und drei-loch-begehbaren Tier-Toys mit zertifiziertem PETA-Stempel selbstverständlich.

TTD: Wer sind denn die Zielgruppen Ihrer Apparate?
A Dsp: Die Dolls werden insbesondere von zwei Zielgruppen angefragt: arme und verarmte Singles, Prekarianer einerseits, die sich keine echte Partnerin leisten können oder wollen sowie Gefühlskrüppel andererseits, die auf dem von uns entwickelten Ariane-Index (A-Index) ganz unten rangieren.

TTD: Moment, A-Index?
A Dsp: Der A-Index setzt sich aus dem individuellen Vermögen bzw. Unvermögen zusammen, partnerschaftlich und respektvoll Sex zu praktizieren. Es werden dazu folgende Variablen zugrunde gelegt: Humor, Empathie & Compassion Faktor HECQ, die Intelligenz IQ und Schwanzlänge gemessen und daraus die Quadratwurzel gezogen. So wird die Sprungvorhersage berechnet und trennt die Spreu vom Weizen. Ein Beispiel: Herren, die Worte wie “Verrichtungsstätten”, “blöde Nutten”, “nur Kaffee trinken” verwenden und Bordelle bislang mit öffentlichen Bedürfnisanstalten verglichen, ohne das humane Kapital wertzuschätzen, schicken wir in die Melkstudios, international bekannt als “milking maids coop”. Alternativ ist unser Service über die mobile Agentur Mietmaul buchbar und die Modelle ins Haus liefert; und die übrigens von der Kooperation mit Samenbanken absieht; das ging ja durch die Presse, war jedoch ein Gerücht, das uns schaden sollte. So ein Quatsch, dazu ist die Spermaqualität einfach nicht gut genug bzw. genetisch uninteressant. Wenn der HECQ-Faktor allzu hoch ist = A oder AA, besteht Liebeskasper- und Stalkingrisiko, auch als Rettersyndrom bekannt, die stehen auf dem A-Index ganz unten. Der Faktor Schwanzlänge ist nicht so oberflächlich quantifizierbar, wie es den Anschein hat, eine Mindestgröße sollte vorhanden sein, um Verkehr überhaupt praktizieren zu können. Hinderlich sind auch übergrosse Fleischpeitschen, die von einer natürlichen Durchschnittsmuschi kaum verarbeitet werden können. In all unseren Entwicklungen und Unternehmungen sind Erfahrungen aus 2.500 Jahre Prostitutionsgeschichte und -praxis eingeflossen. Wir haben nur die Einbahnstrassen, die regelmässig für Unruhe sorgten, mit ein paar Umleitungsschildern versehen. Letztlich geht es allen Teilnehmern im bezahlten Verkehr besser und das ist schliesslich die Hauptsache.

Herren, die auf dem Index übrigens ganz oben rangieren = AAA, empfehlen wir als Spielgefährten mit “echten” Menschen, Frauen wie Männern und Escorts, mit oder ohne Erotik ist pupe.

TTD: Das riecht nach Ausschlußverfahren und Klassenkrampf, elitäres Denken….
A Dsp: Das haben viele nicht verstanden, also eigentlich jene, die von unseren Angeboten gar kein Gebrauch machen. Praktisch ist es so, daß es allen nur besser geht, obwohl der Weg zum Ziel mit ein paar Umleitungen versehen ist. Ich bekomme jede Woche eine Tonne Dankesschreiben. Auch ist niemand von der Anbieterseite arbeitslos geworden. Ehemalige Puffbetreiber werden bei der Franchise-Lizenzvergabe der Melkstudios bevorzugt behandelt und dürfen unsere Marke “milking maid – cum in and find out” bzw. im deutschsprachigen Raum bekannt unter “Melkstudio – Rein und Raus” führen und sie machen mächtig Umsatz sag ich Ihnen. Das überflüssig gemachte Bordellpersonal hat die Möglichkeit entweder mit Puppen zu konkurrieren, wobei der Preis tiefer als im Keller ist, oder sich an der Sexworker Open University weiterzubilden und sich zu Erotik-Begleiterinnen umschulen zu lassen und erhalten eine Lizenz, die sie dann auch öffentlich und werbewirksam auf der Werbeplattform und Interessenvereinigung “Voices of Escorts” nutzen dürfen. Dies garantiert dem Kunden wie auch der Escort-Anbieterin höchste Qualität, die Beibehaltung von Sicherheitsstandards, Diskretion und ein hohes Dienstleistungsbewußtsein, das beim Akt selbst nicht in den Vordergrund tritt, z.B. durch Dollarzeichen in den Augen. Die Umschulungen verlaufen weitgehend erfolgreich und die Damen verdienen mit einem einzigen Date in der Woche im Durchschnitt das Gleiche wie in fünf Tagen Puffbetrieb.

TTD: Und diese Entwicklung war ohne weiteres durchzusetzen, ohne Murren z.B. von Zuhältern?
A Dsp: Das war doch eh eine aussterbende Spezies. Auch ist denen doch egal, womit sie ihr Geld verdienen, Hauptsache der Umsatz stimmt. Diese Korruptheit führte dazu, daß sie ebenfalls Lizenzen für die Melkstudios erwarben und Gummipuppen für sich arbeiten lassen.

TTD: Und die anderen Weiterbildungsangebote, Studiengänge, werden ebenfalls angefragt?
A Dsp: Ja natürlich; jetzt, wo die meisten Damen nur noch einen einzigen Termin in der Woche haben, bleibt genügend Zeit, sich anderweitig fortzubilden. An unserer Sexworker Open University bieten wir Kurse in Multimedia Studies, Marketing Your Self, Auto-Erotronik, digitale Kunst & Design, auch philosophische Sprechstunden an der Akademie Aspasia; an der SWOU werden auch unsere Templates und Apps entwickelt. Und sie ist tatsächlich “offen” für “alle” ehemaligen Sexarbeiter oder noch aktiven Escorts, egal, ob sie über einen Schulabschluss verfügen oder nicht. Klassenloser sowie barrierefreier Zugang zu höherer Bildung mit Praxisbezug. Die Ausgeglichenheit der Damen ist so am höchsten, die finanzielle Sicherheit durch Stipendien abgefedert und die Aussicht, gelegentlich mit Herren mit hohem A-Index zu verkehren äußerst verlockend. Sie haben somit beim Sex auch Spass und auf beiden Seiten interessante Gesprächspartner; so konnten sich nebenbei schon viele Beziehungen und Ehen anbahnen. Wir wollen doch in Zukunft keine weiteren ADHS und PISA geschädigten Generationen generieren oder?!

TTD: Das ist ja regelrecht revolutionär, was sie beschreiben.
A Dsp: Einige positive Entwicklungen gab es bereits schon vorher, die wir aufgegriffen und weitergeführt bzw. verfeinert haben. Entscheidend war, daß wir viele Probleme lösen konnten, die sich unter dem Satz “Sex als Ware” zusammenfassen lassen. Männer, die noch dieser traditionellen Vorstellungswelt verhaftet sind, werden in unserer Ladenkette glücklich bzw. geniessen die verschiedenen Applikationen wie die Cyberporn Environments für den Hausgebrauch.
Unmenschliche oder nicht einvernehmliche Praktiken, sexuelle Nötigung, Gewalt, Soulfucking wurden im Escort-Kontakt zwischen echten Menschen überflüssig gemacht, “Sex als Ware” damit abgeschafft. Unsere Sex Roboter und Cyberdolls können nämlich garnicht entmenschlicht werden, ihnen ist es egal, wenn man sie benutzt, abwertet, den Hals zudrückt …. Allerdings könnten die quasi übermenschlichen Cyberdolls in Zukunft ein Eigenleben und damit Emotionen entwickeln, da sie mit künstlicher Intelligenz und mit enormen Kräftepotential von mir programmiert wurden. Auf diese Entwicklung blicken wir gespannt.

Seien wir doch ehrlich, der Puff als Werkbank selbstentfremdeter Sexarbeit im Akkord hatte schon lange ausgedient, im Sinne, daß die Erfüllungsgehilfinnen zumeist einseitige Lüste befriedigten. Demnach entfällt nun auch der Begriff der “Sexarbeit”, der ja im angelsächsischen Raum erstmalig am Ende des letzten Jahrhunderts zum Einsatz kam, um den Dienstleistungscharakter zu betonen und die ersten globalen Rechte und Sicherheitsstandards für alle am Verkehr Beteiligten durchzusetzen. Lustvolle Gesellschafterinnen und Erotik-Begleiterinnen identifizieren sich in ihrem Selbstverständnis mit dem Leitbild, das über Jahrhunderte unter dem Begriff ‘Kurtisanerie’ geführt wurde; sie sind lustvoll, intelligent, gebildet und nicht geldabhängig. In ihrem eigenen Interesse nehmen sie nie mehr als 1-3 Termine im Monat an, damit genügend Zeit und Raum für eigene Interessen und Entwicklungsmöglichkeiten bleiben.

TTD: Sie haben auch ein eigenes Plattenlabel gegründet und eine eigene Boygroup am Reissbrett entworfen und die Sounds vorprogrammiert, sprich die Sounds programmieren sich nach einem bestimmten Schema von selbst, sog. eingängige Ohrwürmer der Popmusik als auch der Volksmusik, ähnlich wie die Texte, die aus Textbausteinen bestehen und variabel anpasst werden. Auch der seichte Grundton wurde beibehalten, bei den Texten der Volksmusik setzen sie traditionell weiterhin auf schwülstige Doppeldeutigkeiten.
A Dsp: Das Plattenlabel heisst “Hyper Dolls Productions”, die Boygroup “The Wankers”, die gerade auf Welttournee ist; wir haben einen neuen Sound etabliert, der Muschis aller Länder zum Schmelzen bringt und harte Schwänze weich werden läßt. Ich höre mir die Musik selbst nicht an, da ich sonst einen Hörsturz erleide. Bookings und Tickets werden ebenfalls über unsere halbautomatische Agentur Mietmaul abgewickelt.

TTD: Kurz zu Ihrem Werdegang, der sich ja abenteuerlich liest. Sie haben eine erfolgversprechende internationale Hochschullaufbahn geschmissen, um als Sexarbeiterin einzusteigen. Warum das?
A Dsp: Nun, jeder kennt den Traum oder Wunsch, noch einmal 10 oder 20 Jahre zurückzudrehen, jünger zu sein, aber mit der Lebensweisheit von heute, um falsche Entscheidungen und Fehlplanungen rückgängig zu machen, auch was die Wahl von Partnern, Freunden betrifft. Man möchte gleichfalls nicht auf wichtige Erfahrungen und Wissen verzichten. Ich hab das einfach gemacht. Ich schlief als Studentin, später als Dozentin mehrfach ein, sei es durch das stupide Ablesen alter Vorlesungsskripte durch Professoren, die den internationalen Forschungsstand ignorierten, weil sie kein English sprachen – das berühmte Westerwelle-Oettinger-Syndrom -; oder beim Zuhören schlechter Referate durch gelangweilte, meist mittelmässige Studenten, für die ich den Kasper spielen sollte, um eine gewisse Aufmerksamkeit auf den Lehrstoff zu erzwingen. Irgendwann schlief ich ganz ein und wachte auf einer Toilette im Kit Kat Club Berlin wieder auf, schaute in den Spiegel und war um 10 Jahre verjüngt, ein sogenannter Zeitsprung hatte sich ereignet, sie kennen das sicher noch aus dem Physikunterricht. Ach nee, Sie gehören ja der Generation PISA an.
Ich trug einen enganliegenden Latexanzug, aus denen meine kleinen prallen Möpse sprangen; meine Pussy juckte …. natürlich nicht im klinischen Sinne, da ich zuvor jahrelang kaum bis keinen Sex praktizierte; ich mußte mir erst einmal ein paar leckere Jungs vorknöpfen, die in der Nähe der Toilette rumlungerten und mich auch sofort und freiwillig besprangen. Eine Art Jungbrunnen!! Ich fragte mich, wie ich dies zum Dauerzustand machen könnte und der einfachste Weg führte in die Sexarbeit, schließlich hatte ich ja noch den Kühlschrank meiner Loved-Ones zu füllen. Ich war emotional und körperlich unausgeglichen, völlig unterfickt, nach jahrelanger Lernerei und dem Leben an der Seite narzißtischer, weichgespülter Mindfucker, das Erbe einer Generation vor PISA, die meine Leere auch nur geistig füllen konnten. Es hatte noch einen seltsamen Nebeneffekt: einige meiner Forschungsschwerpunkte, die Identitätsforschung, künstliche Intelligenz, aber auch die Vorurteils- und Stigmaforschung konnte ich als teilnehmende Beischlafbeobachterin empirisch ausbauen bzw. am eigenen Leibe erspüren. Ich konzentrierte mich nach jahrelangen Mindstudies auf meinen Body. Derzeit befinde ich mich in der dritten Entwicklungsphase, dem Zusammenführen von Mind und Body, also Körper und Geist, eine Syntheseleistung, die sich zunächst ihren Weg parodistisch bahnte, als cocksucking comedian und politisch als Sexwork-Aktivistin, beides unter dem Label Goldschwanz, worunter ich auch meine ersten noch recht angepassten, wenig subversiven Kolumnen verfasste. Zu meiner Stand-Up Karriere haben mich meine schönsten und intensivsten Erlebnisse mit meinen Gästen im P6-Bereich, aber auch einige Querschläger inspiriert, letzteren widmete ich auch meine ersten beiden Performance-Programme “Soulfuckers” und “Liebe kostet extra”, sehr persönliche Arbeiten, extrem unterhaltsam.

Mit den wenigen Mitteln, die mir zur Verfügung standen, baute ich nach und nach das Goldschwanz Imperium auf, 48% der Anteilseigner sind ehemalige und bekennende Sexworker, aktive Erotikbegleiterinnen sowie Klienten und Freunde mit A-Index Higher Level, natürlich.

TTD: Hat Sie Ihre Arbeit sexuell stark beeinflusst?
A Dsp: Ja, aber nicht nur sexuell stark gemacht. Auch konnte ich in frühen Jahren mit Nähe generell nicht gut umgehen, also in der Mindfuck-Phase, auch hatte ich Angst vor Menschen; ich konnte eine Fleischpeitsche nicht von einer Leberwurst unterscheiden, wußte nicht, wie man einen Schwanz auch nur festhält geschweige denn lutscht. Habe im Sinne des “Livelong Learning” dazu gelernt und manche Grenze überschritten.

TTD: Und dabei moderne Sexarbeit neu erfunden bzw. revolutioniert …. Wie kamen Sie auf die Entwicklung von Puppen und Apparaten?
A Dsp: Ganz einfach, die technische Entwicklung spielte mir in die Hände; dies war ein Novum in der Geschichte. Puppen als Lebenspartner gab es schon vereinzelt, auch für Polyamoristen. Warum diese technische Neuerung für die Sexarbeit nicht fruchtbar machen? Aufblasbare Schweinchen und Lämmchen, Dolls gab es zwar in billiger Qualität, aber fanden wenig Anklang bei den Herren der Schöpfung. Die meisten Symbian-Maschinen waren auch nicht körperfreundlich, die Bewegungen zu mechanisch. Ich habe viele Männer und Frauen in diesem Segment mit doch sehr unterschiedlichen Bedürfnissen kennengelernt und daraus meine Schlüsse gezogen. Auch war mir ein Gespräch mit einer befreundeten Puffmutter und ehemaligen Anschaffbraut haften geblieben, die einmal von einer russischen Anfängerin in Berlin gefragt wurde, wie sie sich gegenüber den deutschen Kunden verhalten solle. Sie hatte praktisch keine Deutschkenntnisse. “Ganz einfach”, sagte Margit, “alle 20 Sekunden sagst du Ja, alle 40 Sekunden Ja, du hast Recht und alle 60 Sekunden Du bist so klug, und dann wieder von vorne beginnen.” Dass es sich um Erfahrungswerte im Umgang mit Klienten A-Index-Lower Level handelte, fand ich erst später heraus. Diese Geschichte erinnerte mich zugleich an eine andere und an die zweite Frau meines Vaters, der eine 19 Jährige – wir waren damals gleichaltrig – geheiratet hatte. Anlässlich ihres ersten Besuchs beim Bundespresseball fragte sie mich zuvor, was sie denn sagen solle, ohne sich zu blamieren. Die Sorge war mehr als berechtigt. Ich schlug ihr vor, besser den Mund zu halten, nur zu lächeln und zu nicken; als perfekte Zuhörerin kann man eigentlich nix falsch machen. Diese beiden Ereignisse inspirierten mich dazu, die ersten Bänder einzusprechen und einfache Programme für meine Sex Robots zu schreiben. Hörbücher bzw. Stöhnbücher für die Autofahrt als MP3-Downloads, meine wöchentlichen Podcast-Kolumnen auf Goldschwanz TV schlossen sich an. Sammler haben die Möglichkeit, meine Hörbücher in limitierter Ausgabe als Vinyl-Schallplatte zu bestellen, da werden Kindheits- und Jugenderinnerungen ans erste Petting wach, sie erinnern sich noch an die erfolgreichen Schallplatten für Kinder und Teens aus dem letzten Jahrhundert, produziert von Europa wie Räuber Hotzenplotz oder Hui Buh das Schlossgespenst, die drei ???. Die sind heute sehr gesucht.

TTD: Sie erwähnten vorhin “Angst vor Nähe”? Wie passt das denn mit Sexwork zusammen?
A Dsp: Freudianisch gesprochen kann man das Lotterbett ja auch mit der Psycho-Couch vergleichen, gilt manchmal für beide Seiten, es kommt darauf an, wer gerade zuhört. Eine sogenannte Regression kann durchaus in einem Hotelbett mit einem sehr sympathischen und durchaus netten Menschen erfolgen. Dadurch konnte ich meine Probleme mit Nähe überwinden, indem ich sorgfältig auswählte, mit wem ich meine Zeit teile und neben wem ich regrediere. Erinnerte mich an Zeiten meiner Kindheit, wo ich und meine Schwester unter die Decke unseres Vaters krochen und sonntags mit ihm spielten. Nein, nicht was Sie denken. Es war so ein Gefühl der Heimeligkeit, der Geborgenheit. Im nachhinein waren für meinen nackten Ambitionen doch einige prägende Erlebnisse aus meiner Kindheit und Jugend ausschlaggebend: der Fall Bärbel, meine frühkindlichen Studien zur Masturbation und die Aufklärung von Kommilitoninnen über die Faktizität des G-Punkts, und den man mit dem richtigen Eintrittswinkel auch mit dem Dildo erreicht, der jedoch nicht so verbreitet zu sein scheint wie ursprünglich angenommen. Zur Zeit gibt es dazu neuere Mindfuck-Forschung, sehr tendenziös, aus Frankreich und Italien; die einen leugnen generell die Faktizität des G-Punkts, die anderen halten dagegen. Sie sollten zur Entspannung lieber gemeinsam das Museum aufsuchen: The joy of sex – an ancient guide, kann derzeit in einer Ausstellung in Athen betrachtet werden, die ganz dem Eros gewidmet ist, und selbstverständlich gehören frühgeschichtliche Bordelle, Kurtisanen, Huren alle zum Spass am Sex dazu und ist kein Privileg des Privatmanns oder -frau.
Was mein aufklärerisches Interesse betrifft, das war schon immer da. Sie sehen, es ändert sich wenig … und doch alles; nur eine Frage der Perspektive und der Perspektiven-Übernahme, also ihrer Anwendung, und nun habe ich eben auch Applets im Programm.

TTD: Sie erwähnten ihr parodistisches Frühwerk. Warum und wieso kam dieses zustande?
A Dsp: Im Netz, also Internet, erlebt man ja so einiges, auch was völlig absurd erscheint. Auch manch verheirateten P6-Kunden, Bucher, der doch tatsächlich die Frage stellt, ob eine Hure, ein Escort einen Partner haben darf. Das ist doch komisch oder? Springen selbst in fremde Betten, obwohl verheiratet oder anderweitig verpaart, und wünschen sich Huren nach einem Reinheitsgebot. Am besten darf sie auch nur einmal im Monat oder alle drei Monate einmal vögeln, um sich für “den” einen Kunden aufzusparen. Einfach herrlich! Dann erlebt man auch einiges im konkreten Umgang: zum einen lernt man wirklich tolle Männer kennen, äußerst attraktiv, inspirierend, ich rede nicht von 20jährigen. Dazwischen auch schon mal den einen oder anderen Irrläufer, im wahrsten Sinne, die ihren Frust einfach nur ablassen wollen, einen mit Fragen statt mit ihrem Schwanz löchern; Fragen der Authentizität, der Illusion, der Wahrheit beim Stöhnen oder meinem letzten Friseurbesuch auf der Spur sind. Geht’s noch? Mein “wahres” Wesen? Das kenne noch nicht einmal ich selbst. Wen interessiert das? Mein Leben, meine Welt, in der ich lebe, ist nicht so spektakulär. Manche Zumutungen in Message-Boards oder Foren hebel ich parodistisch aus, es ist vergleichbar mit einem selbstreinigenden Prozess. I m taking the piss out of myself … ich entblösse und entblöde mich fortlaufend, inklusive nackter Tatsachen, ohne wirklich etwas über mich zu verraten. Meine einzige passende und geeignete Antwort auf den löchrigen Käse, mit dem ich virtuell, manchmal in Echtzeit zugeschissen wurde. Man macht sich ja verletzbar, wenn man wirklich etwas von sich preisgibt und sich einer anonymen Meute, die sich im Netz hinter Nicks verschanzt, zum Frass vorwirft. So wirft der eine ein Stöckchen, ich manchmal eine Keule. Und überhaupt … was hat die Frage der Wahrhaftigkeit und Authentizität beim Paysex zu suchen? Das ist doch Thema einer Philosophie-Stunde, After-Eight-Philosophie besser gesagt, vergleichbar mit mancher Küchenpsychologie, die im Netz rumgeistert, die gerne mit Pauschalurteilen über X oder Y um sich wirft. Aber das ist ein Zeichen unserer Zeit; völlig unwissend zu sein, aber ne dicke Lippe riskieren, die Verblödung wird ja auch gesellschaftlich gefördert, ob durch die eigenen Eltern oder mediale Role-Models. Fast jeder meint, zu allem was sagen und über alles urteilen zu müssen, anstatt einfach mal dezent zurückzutreten und nachzudenken, bevor man das Maul aufmacht oder in die Tasten haut.

Paysex ist eine Frage der Performance. Man kann so viel hinterfragen wie man will, man kommt mit der Fragestellung nur zu dem Ergebnis, was man als Ressentiment schon in sich trägt. Entweder es klappt zwischen zwei Menschen bei einem Date gut, das spürt man doch, oder es klappt eben nicht. Die Herren lernen einen im Regelfall doch nur von einer angenehmen Seite kennen; als Privatperson sieht man zumeist zerrupft und unausgeschlafen aus, ist ungeduscht und unhöflich, schlecht gelaunt. That’s why I chase men … sozusagen aus den Pantoffeln in den String-Tanga und raus aus dem Stimmungstief, die Muschi erwacht und die Hormone orchestriert, widme ich genüßlich einem Mann mit Schwanz, Verstand und gutem Herzen meine Zeit, und zwar in der Poole-Position, zwischen seinen Beinen, liegend, knieend, damit er mir dabei tief in die Augen sehen kann, wenn ich an ihm kaue und langsam verschlucke; das funktioniert in der Regel prächtig, da ich zumeist sehr angenehme Menschen treffe. Natürlich mit einem A-Index Higher Level. Das ist mein Schicksal, das Einzige, was mich neben Erkenntnisliebe wirklich glücklich macht. Und Geld ist ein praktischer Nebeneffekt.
Ok, ich gestehe, Sensibilität ist zu unterschiedlichen Graden bei jedem Menschen vorhanden, bei dem einen mehr, beim anderen weniger, manche fühlen auch garnix, weder sich selbst, noch einen anderen. Wie dem auch sei … die Frage der Performance, dem Thema Illusion konnte ich mich daher ernsthaft nur noch künstlerisch nähern.

TTD: Was können Sie als ehemalige Sexarbeiterin, nun lifestyle courtesan, den Menschen mit auf den Weg geben?
A Dsp: “Fail again, but fail better”, also sich im Scheitern früh üben und perfektionieren. Habe eine Idee, glaube daran und folge noch deinen niedrigsten Instinkten. Man sollte sich, mit allem, was man tut, wirklich identifizieren können, um beruflich erfolgreich zu sein. Menschen von neuen Ideen zu überzeugen braucht Zeit und Hartnäckigkeit. Sexwork 2.0 ist mein Baby, ich konnte es nicht alleine verwirklichen, ich brauchte ein Team von Unterstützern, aufgeklärten Sexworkern und Gästen, quasi als Avantguarde-Bewegung, die etwas Neues möglich machten.

TTD: Vielen Dank für das Gespräch.

Der 7. Juli 2005, der Tag des Terroranschlags auf die Londoner.
Als ich das ganze Ausmass des Horrors gewahr wurde, hatte es mir in der Folge schön den Boden unter den Füssen weggerammt; meine Lieblingsstadt und Wahlheimat wurde verwundet und ich mit ihr; die Engländer, die mir immer Obdach gewährt hatten, meine Freunde und Companions im Geiste. Lebenslang Deutschland war also die Perspektive? Ich reagierte panisch, die Zuversicht, sich im öffentlichen Raum ungehindert und frei zu bewegen, war futsch. Und ich traute mich nicht mehr, eine U- oder S-Bahn, einen Zug zu besteigen, hier wie dort, beäugte mißtrauisch asiatische Männer mit Rucksäcken und vermutete überall Attentäter, selbst in Berlin, als ein Pakistani einen Koffer vor der Bar abstellte, um unbeschwert die Toilette aufzusuchen. Ich reagierte wie alle anderen, mißtrauisch, voller Ressentiment und …. Angst.
Und auf diesem Ticket machen deutsche Politiker Wahlkampf, einfach ekelhaft. Kurz und gut, der Londoner Terror Anschlag, inklusive der unerfreulichen Berliner Ereignisse, Kasper und Stalkerin, die seit Monaten an mir nagten, führten summa summarum zu einer posttraumatischen Belastungsstörung oder wie sich das nennt. Es hatte sich in meinem Hirn festgefressen und trotz Terror in London bot Berlin weder Schutz noch Heimat. Die Ohnmacht suchte sich ihren gewaltsamen Weg. Ich zerstörte meine Wohnung und damit alle Dinge, die mir kostbar und heilig waren, inklusive Notebook, Fotoapparat, Mobil-Telefon, Möbel, über Jahre gesammelte Lampen, den Rest meiner Radiergummi-Sammlung und meine Lieblingsklamotten… nur meine Bücher und ich überlebten. Zum Schluss dieser zwei stündigen Berserker-Aktion mit Hilfe meines Schiefer-Meister-Hammers, rheinische Form, meiner Herkunft geschuldet, schnitt ich mir meine langen blonden Babe-Haare ab. Ein trauriges kleines Mädchen starrte mich mit Entsetzen im Spiegel an.

Nichtsdestotrotz gab ich mir nur zwei Wochen Quarantäne-Zeit und bin natürlich wieder zurück nach London; als paradoxe Intervention geplant; zumindest war die statistische Grösse für einen weiteren Anschlag sehr gering. Aber nein, es war wieder ein Donnerstag, als die Stadt lahm gelegt wurde, nur die Zünder nicht zündeten und panische Polizisten einen unschuldigen Brasilianer erschossen.
Erst nach zwei Monaten begab ich mich dann wieder nach Good Old England, mit kurzen Haaren bliess es sich auch bei einigen Bukkake Parties ganz gut; in dieser Zeit meine einzige Freude. Man bescheinigte mir grosses Talent, weshalb ich diese Aktivität nach Berlin verlagerte. Jedenfalls gefiel den Herren meine neue Frisur, die Engländer sind unter allen Umständen princes of charming. Und um die Ausgangsfrage zu beantworten: in dieser Zeit lernte ich bei einer Blase-Party in London auch meine amerikanische Escort-Freundin Christine kennen, die sich im Castle eingemietet hatte. Zuletzt lebte und arbeitete sie viele Jahre in Las Vegas.

Zusammen mit ihrem Great Dane, einer deutschen Dogge namens Caesar. Sie führte mich dort ein; praktischerweise war und ist der Schlossherr ein exzentrischer Deutscher, der sein Leben lang im Ausland verbrachte, bevor er es vorzog, sich in die englische Countryside zurückzuziehen, er verbrachte nur die ersten Lebensjahre in Deutschland, wuchs in Rio de Janeiro und Baden-Baden auf, arbeitete in der Schweiz, in den USA, in Jordanien, wo er Freundschaft mit dem damaligen König schloss und selbst Arafat persönlich kennenlernte, arbeitete wenig später in Paris und seit 1968 auf den Bermudas, Manager in der gehobenen Hotellerie.
Meine Freundin ist dann mit dem Hund in die USA abgeschoben worden, weil ihr englischer Ex-Boyfriend, dem sie den Laufpass gab, sie als “Prostituierte” bei der Polizei verpfiff. Sie wollte dann in New Mexico eine Hundezucht mit Great Danes beginnen und kaufte Caesar noch eine Herzdame namens Kleopatra hinzu. Christine hatte auch eine Tochter und Enkelkinder in New Mexico, genau genommen in Albuquerque, wo ich sie einmal besuchte. Sie ist eine junge und schöne Grossmutter, 42 Jahre alt, mit langen roten Haaren und sehr heller Haut, in England ist dieser Frauentyp auch als “English Rose” bekannt.
Aus der Hundezucht wurde dann nix; Kleopatra war viel zu jung und sie mußte immer aufpassen, nicht von Caesar vergewaltigt zu werden. 1,5 Jahre ging alles gut, dann sah Caesar in einem unbeaufsichtigten Moment seine Chance und bestieg Kleopatra, verletzte sie leider dabei so arg, daß sie notoperiert werden musste und keine Kinder mehr bekommen kann. Christine ist im letzten Winter mit den Hunden nach Montana umgezogen.

Fortsetzung folgt …

Pfffft, ich hab wieder einige Geschichten im Gepäck für euch mitgebracht, habe mich im englischen Garten gesult und äußerst selektiv verkehrt, nach sorgfältiger Vorauswahl, wie immer, was ich auch jedem Silberschwanz nur raten kann.
Hilfreich bei meinem selektiven Vorgehen ist bereits die räumliche Lage (in Berlin 5 Türen, alternativ *****Hotel oder Stundenhotel) und das Erscheinen des Anwesens, ein Castle. Die genaue Adresse und Wegbeschreibung erhält mein Besucher jedoch erst am Ortseingang und ich delegiere ihn per Handy auf das Anwesen. Ich stecke dann die Nase aus meinem Turmzimmer und kann dann schon anhand des Autofabrikats erkennen, ob ich es mit jemandem aus der lower oder respektable working class, der lower, middle oder upper middle class zu tun bekomme. Am liebsten sind mir jene aus der middle-middle class und selbständige Handwerker. Herren aus der Upper-Class und Aristokratie verkehren üblicherweise nicht mit öffentlich zugänglichen Damen meines Standes, da ich zu preiswert erscheine. Obwohl es gab da mal jemanden mit Chauffeur und Rolls-Royce, der hat sich nicht abschrecken lassen, daß ich sowas von offclass bin. Ist mir einmal passiert, ein Exzentriker, der klassenübergreifend denkt, so wie ich.
Das Gebäude, das Castle besteht (Grade I listed; gebaut 1839) u.a. aus einem neo-gothischen Turm (150 feet high) und ist ein Landmark, also Wahrzeichen der Region, ein Käufer wird derzeit gesucht; der Erbauer hatte sich so eine Aussichtsplattform schaffen wollen, um bei guter Sicht bis ans Meer zu schauen, das ca. 1 Std Autofahrt entfernt liegt. Der Turm beherbergt mehrere Räume in verschiedenen Farben. Ich wohne im blauen Zimmer, das rote ist der Pool-Dance-Room für private Parties, braun ist der Salon mit Kamin und schwarz der originale Dungeon. Wie ein gigantischer Phallus reckt und streckt der Turm sich empor und kitzelt den Himmel. Das weisse Zimmer – ein Geheimzimmer – liegt am höchsten, passt scho. Jedenfalls sind die handverlesenen Gäste, die ich aus Dutzenden von Anrufern auswähle, von meiner Logis immer zutiefst beeindruckt und überrascht, der respektable working class’ler läßt sich natürlich nichts anmerken, wenn er die Klassengrenze überspringt. Das ein genuine sophisticated german fraulein ihm den Rüssel lutscht wird sehr wohl goutiert, das Gesamtpaket, davon zehrt er noch Jahre und wird es seinen Kindern und Kindeskindern eines Tages erzählen. Middle-Middle-Class-Punters rufen zur Begrüssung vor Ort immer das Gleiche: ” Oh, it’s so fantastic. How did you find this place?”
Selbstverständlich empfange ich nur im kleinen Schwarzen oder im Kostüm, das gewisse Einblicke gestattet; ich stehe nicht halbnackt im Türrahmen rum. Und mit High Heels die vielen schmalen Wendeltreppen rauf und runter …. na ich ziehe sie dann immer aus und im blauen Zimmer wieder an.

Ja, wie fand ich eigentlich diesen Ort? Das ist bald fünf Jahre her, wobei ich zumeist mit kleinem Gepäck reise und in mal grossen, mal kleinen Intervallen, um mich in “Platos Retreat” einzuquartieren.
2005 war ein ganz furchtbares Jahr, daß mich fast um den Verstand gebracht hätte. Ich flüchtete regelmässig nach England; eine exzessive Liebesbeziehung in Berlin saugte arg an meinen Kräften. Ich hatte damals lange blonde Haare und wog bei einer Grösse von 1,76m zum Schluss nur 52 kg. Der Gewichtsverlust hatte nichts mit regelmässigen Matrazensport zu tun.
Es war die Zeit nach meiner Rückkehr aus England, wo ich eine Weile gelebt und gearbeitet hatte; eine lausig bezahlte Stelle an einer englischen Provinzuniversität brachte nicht soviel ein, um mein kleines Studio in London zu finanzieren (eine WG kam in meinem ganzen Leben nie für mich in Betracht), das für mich nur erschwinglich war, in dem ich an zwei Tagen, zum Sabatt, in einem jüdischen Massage Parlour im Nordosten Londons Rabbis massierte und geschichtsphilosophische Gedanken austauschte. Nach dem Ablauf meines Vertrags und meinem Umzug nach Berlin – der Liebe wegen -, begab ich mich in einen Puff in Berlin-Neukölln, unweit meiner damaligen Wohnung gelegen, wie praktisch, jedenfalls ein schönes Loft auf 200qm. Im Puff habe ich nur nächtens gewerkelt, also 2-3 Nächte, und Internationalität geschnüffelt, multikulturelles Mischgemüse auf meiner Matraze kennengelernt. Wenn nix los war, haben wir, ich und die Freundin vom Chef, die als Türsteherin fungierte, ordentlich Party gemacht, uns die Nase gepudert und die Mucke hochgedreht. Dadurch überhörten wir manchmal die Türklingel, was meinen armenisch-jüdischen Chef sehr wütend machte, wenn er davon Wind bekam. Dort habe ich auch “Wagen” kennengelernt, einen sehr netten Typen im Rolli; der Puff war einigermassen geländegängig. Ein Künstler aus Köpenick gehörte auch zu meinen regelmässigen Gästen; er brachte mir immer wunderbare kleine Geschenke mit, handgefertigte Akt-Zeichnungen von mir, die er aus dem Gedächtnis nach unserer Begegnung anfertigte.
Meine private Beziehung machte es dann notwendig, daß ich nur noch wenig Zeit in die Fremdfickerei investieren wollte und ich den H/H Weg einschlug, wobei ich später auf das H wie Haus fast ganz verzichtete, da mich zumeist unangenehme Gesellen erwarteten und ich die Flucht antreten mußte. Da war zum Beispiel einer meiner ersten Haus-Klienten, der sich über ein Berliner Fickforum in mich verguckte bzw. verlas, und war der erste Liebeskasper in Folge, der meinen Weg kreuzte. Er hatte sich in besagtem Forum wahre Lorbeeren erschrieben und als ich den Vorfall Monate später outete – er erwähnte öffentlich ein bevorstehendes Treffen mit einer anderen Fan Frau – , was mich elektrisierte, hatte sich die überwiegende Mehrheit der ehrenwerten Board-Member inkl. Moderator stante pede sofort auf seine Seite geschlagen, was für mich unvergesslich blieb. Diese Opfer-Täter-Umkehr ist ja üblicherweise aus Vergewaltigungen bekannt, wo sich die Frau hinterher nochmal doppelt scheisse fühlen muss. Er war es, der mir bei einem zweiten Date völlig unmotiviert und beim Vögeln, er lag oben, mit seinen kräftigen Pranken seitwärts ins Gesicht und auf mein Ohr schlug. Ein grosser, kräftiger Mann, promovierter Jurist und Kunstsammler, und ich lag wehrlos unten, mein Trommelfell hat noch Tage später geschmerzt. Ich habe das “Date” natürlich an dieser Stelle sofort abgebrochen und war froh, als er von mir abliess, nicht ohne mich noch wochenlang mit Telefonanrufen zu traktieren, die ich nicht entgegennahm; nur einmal, um das Elend zu beenden, nahm ich es an und er versuchte sich in einer absurden Entschuldigung, nicht ohne mir zu sagen: “Ihr Frauen, ihr steht doch darauf.” Tja, dieses Vorurteil ist nicht nur bei manchen Männern anhängig, die Huren treffen. Er war wirklich sehr sophisticated, könnte man sagen. Jahre später bat er mich, ihm dabei behilflich zu sein, seine Kunstsammlung zu liquidieren, weil er inzwischen erkrankt war und jeden Pfennig benötigte. What goes around, comes around ….
Ich habe in meinem ganzen Frauenleben zwei Gewalt-Erfahrungen gemacht, einmal das Geschilderte oben, und entsprechend achtsam in der Folge gesiebt, und einmal privat, auch ein promovierter Akademiker, Künstler, Musiker und Lehrer an der gymnasialen Oberstufe in meiner Heimat. Also nie unangenehme Erfahrungen mit Arbeitern, Angestellten oder Arbeitslosen gemacht. Wahrscheinlich ist es für manch durchgeknallten Akademiker notwendig, Frauen zu erniedrigen, um sich besser zu fühlen, wahrscheinlich friedlicher der Arbeiter, der eine Hure auf gleicher Augenhöhe begegnet, von Werkbank zu Werkbank sozusagen. Jedenfalls hatte mich dieses Erlebnis in Frühling 2005 veranlasst, noch intensiver auf Jobsuche zu gehen und auch einen Umzug nach England ins Auge zu fassen, trotz Liebesbeziehung in Berlin. Das lief ja alles massiv parallel. Auch war die private Situation nicht sonderlich prickelnd und ständig klebte die Ex meines Freundes wie Kaugummi an unseren Fersen; in diesem Zusammenhang wurde ich das zweite Mal im Leben Opfer von Stalking, also privat meine ich. Diese traurige Bilanz können nicht wenige Frauen wie Männer auftun. Wie krank diese Gesellschaft ist, naja, das wißt ihr ja selber. Der Witz war noch, daß die beiden schon seit vielen Jahren kein Paar mehr waren; sie hatte sich getrennt und einen neuen Lover gefunden, mit dem es nicht lief. Mein Freund und späterer Mann war so freundlich, ihr regelmässig Obdach zu gewähren, um sich bei ihm auszuheulen. Mit Ringen unter den Augen lutschte sie ihm aus Gefälligkeit auch mal den Schwanz, als Tauschhandel fürs Zuhören. Und das war Folter; das ewig gleiche Klagelied, mühelos repetiert, ich habe es persönlich gehört, und sich dann nach Jahren noch einbildet, sich den verlassenen Freund warmzuhalten. Jedenfalls war ich dann da und sie hing uns beiden am Arsch. Mit Rücksicht auf ihre labile Verfassung, ich hab es immer auf ihren Stasi-Knast-Aufenthalt geschoben, und einer Pseudo-Freundschaft, die sie akklamierte, bemühte ich mich also, diese Zeit durchzustehen, am besten im Ausland.
2005; im Sommer verschlug es mich dann endlich zu einem Bewerbungsgespräch nach Bournemouth. Ich hatte mich auf eine interessante Position beworben, die der Fakultät Media Studies angesiedelt war. Meine Performance war denkbar schwach, der häuslichen Situation geschuldet, Berlin hatte in Vorbereitung aufs Vorsingen einfach zu sehr an meinen Kräften gezehrt. Am Morgen nach dem Interview machte ich mich zeitig auf nach London, wo ich zu einer Orgie eingeladen war, genau das Richtige, um den doppelten Frust abzuschalten. Ich hatte früh um 7 Uhr noch die frische Meeresbrise um meine Nase wehen lassen und mich eigentlich viel zu früh auf den Weg gemacht. Ich wurde erst am Mittag erwartet. Und so kam es, daß ich schon gegen halb 9 Uhr Victoria Station erreichte und den weiteren Weg mit der U-Bahn Richtung Paddington nahm.
Und dann war alles sehr dunkel. Keiner wußte, was passiert war. To make the long way short, nach einigen Stunden konnten wir den Tunnel verlassen und ich hab völlig desorientiert den Weg zu meiner Location gesucht. Ich brauche nicht hinzuzufügen, daß an diesem Tag keine Party stattfand. Es war der 7. Juli 2005.

Fortsetzung folgt …

I was asked frequently why I dont practise outdoor.
I ve never understood why so many men are keen to do outdoor sex.
In winter there is cold weather outside, in summer its too hot for me with all these wasps, bugs, flies and midgets, that threaten to me.
Why should a well-tempered girl escorts s.o. into the fields, jungle and forest, spaces of insecurity and without cctv cameras?;);-) There is no magical moment outside, believe me, but rare nature.
In case you know each other I also wouldn’t recommend, maybe there is a car accident. Thus happened to me by escorting s.o. to a swinger club outside Berlin.
Stay safe & warm!
At a lovely hotel or Spa!

Teil IV Mein Leben als Politikerin oder: “Der N.U.T.T.E. gebührt Respekt”

U.S.A. Generalsekretärin Angel Guerilla sieht keinen Grund für die Empörung der UNFAKD: “Wir haben nichts Böses getan.” Sie lobt stattdessen die Ehemänner und freut sich über den Vergleich der U.S.A. mit “Gault Millau” – ein Exklusiv-Interview in “The Password”, Geneva

zum Hintergrund der Person:

Angel Guerilla und die U.S.A.
Die 30-jährige Deutsche Ariane dsp aka Angel Guerilla ist seit 2008 Generalsekretärin der U.S.A. (United States of Angels) und Herausgeberin der Blätter für deutschen und internationalen Traffic. Die studierte Politologin und Ökonomin war Vorsitzende und Finanzreferentin im AStA einer westdeutschen Provinzuniversität, wo es gang und gäbe war, öffentliche Mittel zugunsten privater Ausgaben am Landesrechnungshof vorbeizuführen, schon lange bevor die Schweiz, Grossbritannien mit ähnlichen Praktiken auf sich aufmerksam machten. Von 1995-2009 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte. Daneben erfüllte sie den Praxis-Test: ihre ersten Sporen verdiente sie sich über journalistische Praktika und überflüssige Tätigkeiten in öffentlich-rechtlichen Medien (Rundfunk, TV); der Zensor erzwang einen Wechsel in den Börsenhandel inkl. dem Erstellen undurchsichtiger Statistiken; in Folge souverän und erfolgreich im Bereich Controlling einer Düsseldorfer Unternehmensberatung, kurze Aufenthaltszeiten in einer verstaubten Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft in Berlin, der politischen PR sowie einer Kommunikationsagentur in Berlin folgten, bevor sie 2004 zum selbständig ausgeübten Matrazensport wechselte. Gerne spülte sie nebenbei Gläser in Berliner Kneipen, weil sie dabei nicht sprechen musste. Seit 2007 engagierte Schwanzanbeterin in der International Sexwork Rights Movement. Sie ist Sex Coach und Gründerin der BLS (Love School Berlin) und der MP (Muschi Partei), die schon bald eine heilige Allianz mit der PLP (Pussy Labour Party) schloss und schließlich in der MPPLP aufging.
Nach heftigen Konflikten mit internationalen Abolitionisten und dem rechten Flügel feministischer Kreise, beschloss sie die Gründung der U.S.A, ein exterritoriales, denationalisiertes Sexwork-Regime, wobei sie Allianzen mit der Vanilla-Sex-Party, der VGSS (Vereinigung durch schlechten Sex Geschädigter), der Freier & John-Alliance, der VBM (Vereinigung befreiter Mösen) bildete, um sich gegen die mächtige UNFAKD (union of non-fucking deliberate simulants & asexual desperate women; dt. die Vereinigung Nicht-Fickfreudiger Asexueller Kirchgängerinnen, verlassener und sonstiger zurückgebliebener Frauen) zu behaupten, die durch das gefürchtete FK (Frauenversteher-Konglomerat) gestützt wird.
Die U.S.A. und ihr angeschlossener Tink Tank, die sich auf paradoxe Interventionen spezialisiert haben, bietet Regierungsmit-gliedern eine promiskoitive Plattform und wissenschaftliche Grundlagen, um Lösungen für partnerschaftliche, sexuelle und soziale Probleme mit Migrations- und Transithintergrund zu finden.
Ariane dsp lebt seit ihrem 15. Lebensjahr streng promiskoitär und koscher, d.h. sie vögelt nur mit Gummi. Als Ethik-Terroristin hat sie im Untergrund des WWW gewütet sowie virtuellen Wahlkampf für Barak Obama geleistet. Sie wird von Freiern und anderen Männern sehr geschätzt. Ihr literarisches Vermächtnis “Nuttenrepublik” ist ein Plädoyer für ein libertär-libertinäres Triebverständnis – “eine echte Befreiung der Sexualität hat nie stattgefunden” und ein Frontalangriff auf Heuchelei und Scheinheiligkeit: “To me, the whole thing reeks of hypocrisy”, die “Nutten, das sind die anderen …”
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Wie es zum Konflikt mit der UNFAKD kam

Seinen Anfang nahm der Konflikt zwischen U.S.A und UNFAKD bereits im Oktober 2008: nach einem Treffen von U.S.A. und 17 EU-Staaten drohte der damalige deutsche Finanzminister Peer Steinbrück mit der Peitsche: nur durch eine Zwangsbesteuerung aller Prostituierten einschliesslich Haus-Frauen in der EU-Zone könne die zukünftige Schuldenlast eingedämmt werden, was die Generalsekretärin zu der Forderung einer Abfuck- und Entsaftungsprämie in Höhe von 400€ pro nicht-erscheinenden Gast veranlasste; “aufgrund der hausgemachten systemischen Krise sei die Verhandlungsposition der Sexworkerinnen eindeutig geschmälert worden”. Die UNFAKD warf dabei der U.S.A. Generalsekretärin vor, sie habe dem Treffen mit ihrer Anwesenheit einen offiziellen Anstrich verliehen. Im März gab es schliesslich Gerüchte über eine angebliche schwarze Liste, die die U.S.A. auf Anfrage der G-20 erstellt haben sollte und auf der die UNFAKD figuriere. Dabei handelte es sich um eine Auskunft über den Stand der Umsetzung des U.S.A. Standards zum Flüssigkeitsaustausch zwischen und innerhalb 84 Staaten. Am 13. März beschloss der Bundesrat, diesen Standard zu übernehmen. Die BRD kam in die Kategorie jener Staaten, die den Standard akzeptieren, ihn aber noch nicht mit mindestens 12 weiteren Staaten umgesetzt haben. Die UNFAKD kritisiert, die U.S.A. habe nicht korrekt auf die Anfrage der G-20 reagiert. Aus Protest blockierte die UNFAKD Anfang April einen Budgetposten der U.S.A. in Höhe von 150.000 Euro, um damit institutionelle Fortschritte der Prostitutionsbewegung auszuhebeln.

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The Password: Der Berliner OB Klaus Wowereit hat die U.S.A. jüngst mit dem Restaurantführer Gault Millau verglichen. Was halten Sie davon?
Angel Guerilla: Ich mußte lachen! Ich fand seinen Vergleich sehr kreativ und humorvoll. Und vor allem: lehrreich.

The Password: Wie das?
Angel Guerilla: Nun, wir haben tatsächlich eine ähnliche Aufgabe wie der Gault Millau. Wir haben gewisse Kriterien, und dann schauen wir: Welche Länder wenden diese Kriterien an? Welche Länder haben versprochen, sie anzuwenden? Und welche Länder tun weder das eine noch das andere? Leider fällt heute fast jedes Land in die dritte Kategorie, d.h. also in die Hände abolitionistischer Regime, die Flüssigkeitsaustausch entweder ganz abzuschaffen suchen oder auf die Ehe beschränken wollen. Deutschland ist dabei eindeutig phalluszentriert, in anderen Ländern gibt es weniger Sex während eines Dates.

The Password: Die U.S.A. befindet über Gut und Böse?
Angel Guerilla: Nein. Wir sehen weder weiss, grau noch schwarz. Wir dokumentieren bloss – und dies seit Jahren -, wer den U.S.A. Standard beim Flüssigkeitsaustausch, auch im häuslichen Gewerbe, umgesetzt hat und wer nicht. In der letzten Zeit mußten wir dieses Reporting natürlich ständig aktualisieren. Am Tag nach dem Entscheid der UNFAKD, also der Bundesregierung, den U.S.A. Standard anzuwenden, übergab ich Bundespräsident Horst Köhler in Berlin bereits eine Kopie des aufdatierten Reportings, die ich für seine Konkurrentin Dr. Gesine Schwanz vorbereitet hatte. Und ich kaufte den neuesten Gault Millau, als ich Wowereits Aussage las.

The Password: Sie kannten Gault Millau noch nicht?
Angel Guerilla: Ich schon, aber mein Präsidium nicht. Also kauften wir einen. Wir werden künftig nur in guten Restaurants essen.

The Password: Wowi sei Dank!
Angel Guerilla: Jedenfalls ist der Vergleich nicht unpassend. Das Mandat, einen internationalen Standard für den Flüssigkeitsaustausch zu etablieren, haben wir übrigens seit 2005, seit dem Sexwork Manifesto von Brüssel und der Deklaration. Der Standard ist inzwischen auch von der G-20 und der UNO anerkannt. Nochmals: Wir haben nichts Böses getan.

The Password: Können Sie kurz einige Kriterien erläutern, die den Standard bilden sollen?
Angel Guerilla: Spass am Sex, Exercise of Limits d.h. Einübung von Grenzziehungen, Eisen und B12 essen – vermindert den Hang zu blauen Flecken beim Popo-Klopfen, “proper” Bondage, die so angelegt sein muß, daß man sich selbst befreien kann, Angleichung des Preisniveaus auf internationaler Ebene, z.B. werden Subs in Kanada schlechter bezahlt als in Berlin, Abschaffung des rassistischen Exotismus, d.h. Männer wählen in der Regel die bezeichnete “Ware” aus nach Herkunftsland, “Ware” soll durch den Begriff “Mensch” ersetzt werden.

The Password: “Exercise of limits”, wie das?
Angel Guerilla: Die Grenzen überschneiden sich ja im Grunde immer; selbst bei einem Agreement zu einer Girlfriend-Experience tendiert der Vanilla Job zu einem Sub-Spiel (sub=submission= kuschelige Unterwerfung; die Redaktion), und damit zu einem Spiel um Macht. Das Brechen von Grenzen ist den meisten der Beteiligten in der Regel gar nicht mal bewußt; auch private Fragen an die Sexworker seitens der Kunden sind nicht wünschenswert, außer eine Sexworkerin zielt strategisch auf das Herstellen von Vertrautheit ab oder gewinnt dadurch ein gewisses Mass an Anerkennung, wenn sie sich mit ihren privaten Sorgen und Geschichten ausmärt, nach dem Motto: ich bin wirklich ein echter Mensch und du? Im Regelfall ist jedoch keine Anerkennung für den Job zu erwarten, auch nicht seitens der meisten Kunden: ob Hand-Job, Blow-Job oder Overnight, nach dem Date ist vor dem Date. Flower Power, also Blümchen Sex, hilft dabei übrigens nicht, Diskriminierung und Stigmatisierung von Sexworkern auszuhebeln; ich fordere immer: “Offer anal just for money” und nicht aus scheinbar privaten oder persönlichen Vorlieben. Emotionale und physische Sicherheit und damit Unversehrtheit sollten Hand in Hand gehen. Das nenne ich professionell. Ein Sexworker, der dies nicht berücksichtigt, landet sonst im Irrenhaus oder verheiratet sich unglücklich, alternativ mit einem Kunden, nur des Geldes wegen, das ist einfach zu wenig.
Limits sind nicht verhandelbar, weil man als Hure grundsätzlich in einer verletzbaren … vulnerable… also schutzlosen Situation ist, die man zu händeln hat. Sexworkerinnen insistieren oftmals auf sogenannten “soft limits”, die nach Sympathie “moveable”, also flexibel handhabbar sind, aber ich sagen Ihnen, nach meiner Erfahrung sind hard und soft limits immer identisch; sie können sich zwar je nach Tagesform ändern, sollten jedoch nicht verhandelbar sein. Auf der Seite von Kunden, haben First-Timer, also Erst-Bucher ebenfalls andere Limits als Gelegenheitsbucher oder ständige Bucher, die erfahren und fordernd auftreten. Hier sollte, ja muß eine Sexworkerin ebenfalls durch entsprechende Ansprache die Limits von First-Timern respektieren, die oftmals andere sind als die von Wiederholungstätern. Auch Diffamierung und Kriminalisierung von Sexworkern untereinander hilft der Bewegung nicht weiter, z.B. durch gegenseitige Vorwürfe oder Herabsetzung, nach dem Motto: schau mal, die macht nur Anal wegen des Geldes, igitt die schluckt auch noch … hier wiederholt sich doch nur die gleiche Doppelmoral des Spiessertums, die über Huren regelmässig den Stab bricht, schaut mal, die treibt es mit Männern nur des Geldes wegen. Wegen was denn sonst?

The Password: Sie verstehen die Verärgerung der UNFAKD über die U.S.A. nicht?
Angel Guerilla: Ich sage es mal so: es gibt keinen Grund, so empört zu reagieren, im Gegenteil, wir arbeiten der Union höchstens noch in die Hände.

The Password: Wie das?
Angel Guerilla: Ihre Männer gehen frustriert aus dem Haus und kommen nach einem Intermezzo mit einer Professionellen ausgeglichen zurück. Wir sind also Balsam für jede noch so unbefriedigende Beziehung.

The Password: Die UNFAKD kritisiert, sie sei von Ihnen ungenügend informiert worden.
Angel Guerilla: Ich habe ständig mit Unionsvertreterinnen gesprochen. Nicht nur, um ihnen zu sagen: Wir wurden von der G-20 um diese Informationen gebeten, und wir werden sie geben – zumal es sich um Angaben handelt, die an sich allen bekannt sind. Sondern auch, um ihnen zu sagen: Es sind zwar bekannte Angaben, aber sie haben heute einen komplett anderen Stellenwert. Ich sagte es der Union schon im Oktober, dann am 8. März: Gerade sie wollte ich auf das veränderte Umfeld aufmerksam machen.

The Password: Warum gerade die Union, also die UNFAKD?
Angel Guerilla: Die Situation war für die Union heikel, weil alle auf sie fixiert waren. Meine Botschaft war darum stets: Es wäre gut, sich jetzt zu bewegen, es kommt, es wird passieren! Es war wie ein Hurrican, der sich rasend schnell nähert, man warnt und warnt, und kurz bevor er über einen hinwegfegt, sagt man doch: Um Himmels willen, verbarrikadiert wenigstens die Fenster oder versteckt eure Ehemänner!

The Password: Das Treuegelöbnis ist für die Union ein Mythos. Man wird nicht gern seiner Mythen beraubt.
Angel Guerilla: Das Treuegelöbnis steht nicht auf dem Spiel. Vertrautheit und Vertrauen bleiben ein zentrales Anliegen. Die Frage war die: Wie kann man die Union vor weiterem Schaden bewahren? Es war meine Pflicht, zu verhindern, dass es zu Sanktionen gegen U.S.A. Mitgliedern kommt. Das hätte ich als persönliches und als institutionelles Versagen der U.S.A. gewertet. Ich finde letztlich: es war sogar ein Erfolg für die Union.

The Password: Das sehen in der UNFAKD nicht alle so.
Angel Guerilla: Es ist ein Erfolg. Ich anerkenne aber das Ausmass des Entscheids. Die N.U.T.T.E. verdient Respekt dafür. Es war letztlich in ihrem Interesse.

The Password: Und im Interesse anderer.
Angel Guerilla: Aber vor allem im Interesse der N.U.T.T.E. Ich fand es nicht korrekt, daß sie verschrien ist, von Staaten, die Steuerflüchtlinge unterstützen oder noch die Todesstrafe gutheissen. Ich wollte, daß sich die UNFAKD freiwillig bewegt.

The Password: Ohne internationalen Druck hätten die Wähler den Entscheid des Bundesrats wohl nicht akzeptiert.
Angel Guerilla: Der Druck war nur der Zünder. Das Menetekel war bereits da. Aber es stimmt: Diese dramatische Entwicklung hätte es nicht gegeben, hätte die G-20 im März nicht gesagt: Wir werden auf diese spezifische Frage fokussieren. Ihre Entschlossenheit unterstrich die G-20 auch im Communiqué nach dem Gipfel vom 2. April.

The Password: Einige EU-Staaten üben weiter Druck auf die UNFAKD aus, sie wollen den automatischen Flüssigkeitsaustausch.
Angel Guerilla: Das ist eine Diskussion in der EU. Ich glaube aber, daß die Union dank ihrer Bereitschaft, auf Anfrage Flüssigkeiten auszutauschen, diesbezüglich nun weniger unter Druck steht.

The Password: Für einen Platz auf der weissen Liste verlangt die U.S.A. 12 Gütesiegel gemäss U.S.A.-Standard. Merkel nannte diese Kriterien willkürlich und infantil.
Angel Guerilla: Hätten wir ein einziges Abkommen verlangt, hätte die UNFAKD selbst dieses Kriterium nicht erfüllt. Warum sorgt sie sich so sehr wegen dieser Kriterien?

The Password: Weil es auch angewendet wird, um die Fortschritte der Länder zu messen.
Angel Guerilla: Es war das Global Forum of Sexwork Rights, das dieses Kriterium vorgeschlagen hat. Klar: Wenn man es erreicht hat, sagt dies noch nichts über die Qualität der Umsetzung aus. 12 Gütesiegel einer Liebesoase mit Steueroasen zu vergleichen gilt nicht. Die Verpflichtung endet auch nicht bei 12 Gütesiegeln.

The Password: Es gibt Länder, die den U.S.A.-Standard bereits vor Jahren akzeptiert haben und noch heute kein einziges derartiges Gütesiegel haben.
Angel Guerilla: Ja, und sie werden sich nun beeilen müssen, dies zu ändern! Wir werden auch ein besonderes Augenmerk legen auf gewisse Liebes-, Treue- und Sicherheits-Konstrukte.

The Password: Angelsächsische Trusts?
Angel Guerilla: Wir werden alle, die obskure Sicherheitspraktiken haben, genauer anschauen.

The Password: Zum Beispiel Jersey oder Guernsey?
Angel Guerilla: Viele verstehen nicht, warum die britischen Kanalinseln – anders als die UNFAKD – auf der weissen Liste sind. Weil sie auf Anfrage Flüssigkeiten austauschen. So einfach ist das.

The Password: Die Union wird nicht so rasch 12 Gütesiegel abschliessen können, vielleicht braucht es eine Volksabstimmung.
Angel Guerilla: Wichtig ist, daß man ernsthafte Bemühungen sieht, Fortschritte zu machen. Nicht akzeptabel wäre es, politische Verfahren vorzuschieben, um den Prozess zu verzögern.

The Password: Wird es Sanktionen geben, wenn es der U.S.A. zu lange dauert?
Angel Guerilla: Einige Länder haben solche Pläne. Die Möglichkeit von Sanktionen wurde auch von der G-20 erwähnt.

The Password: Und die U.S.A.?
Angel Guerilla: Wir sanktionieren keine Länder. Die U.S.A. wird nur weiterhin den Fortschritt oder Rückschritt dokumentieren. Die Schlüsse, die jemand daraus zieht, bestimmen nicht wir. Wir erachten es aber als unsere Pflicht, zu verhindern, daß es zu Sanktionen kommt.

The Password: Was sagen Sie zur Blockierung eines Budgetpostens der U.S.A. durch die UNFAKD?
Angel Guerilla: Ich war ehrlich gesagt etwas enttäuscht und traurig, daß man derart auf die U.S.A. fokussiert. Es gibt für die UNFAKD doch im Grunde keinen besseren Alliierten als die U.S.A.: wir sorgen doch dafür, daß für alle gleiche Wettbewerbsbedingungen herrschen.

The Password: Der damalige Finanzminister Peer Steinbrück hatte die U.S.A. zu einem Meeting am 23. Juni eingeladen. Auch Sanktionen sollen diskutiert werden. Nehmen Sie am Meeting teil?
Angel Guerilla: Nein, ich bin aus beruflichen Gründen verhindert und schicke meinen Stellvertreter Marc of Frankfurt oder Julian Kaye. Sonst hätte ich gerne teilgenommen.

The Password: Soll die UNFAKD teilnehmen?
Angel Guerilla: Ich lege es ihr sehr ans Herz.

The Password: Ob sie teilnehmen darf, ist freilich ungewiss. Das Verhältnis mit Berlin ist derzeit nicht gerade das beste.
Angel Guerilla: Leider. Berlin und die Union sind zu stark verflochten und zu wichtig füreinander, als dass sie sich solche Konflikte leisten könnten.

The Password: Wann kommen Sie zurück nach Berlin?
Angel Guerilla: Ich wäre am Montag von einer Parlamentskommission eingeladen gewesen, bin aber aus beruflichen Gründen in Basel und anschliessend in San Francisco zum alljährlichen Sexwork Arts & Film Festival eingeladen. Dort läuft ein Film von mir, eine Doku, wo ich am Beispiel Chinas den Zusammenhang zwischen Schwanzgrösse und der Anfälligkeit für totalitäre Ideologien aufzeige.

The Password: Wenn die Kommission ein anderes Datum vorschlägt, würden Sie annehmen?
Angel Guerilla: Selbstverfreilich!

Interview: Heidi Schokchi

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rural goddess

frost on grass
like glass
crunch beneath my soles
offensive calls thrill me
crush into my mind & heart
pretend to admire
but insult

snowdrops grasp their way
through frozen soil
hidden back from world
old dust strong walls embrace
do all these guys look for love?

at dawn and dusk
yelling chimes of fleeing creatures
breaking in death hunt by foxes
the snakes at the pond awake
old nightingale, barn owls singing
in this choir bizarre
a nocturnal lamento

tissues breeze unused
mansize height
through pillow mountains
and sleaky duvets
therein I let them in
from time to time

a bouquet of daffodils
always starts my season here
open her yellow eyes
a gustav klimt pinned on the wall
stares at me
and flowering pass by
as my long turn run comes to an end

through winter bitterness
and arctic nights
only david cameron denies
the burglars human rights
and Portobello Road becomes reshaped in fall
a great Big Brother en plein air
I ll only cross then veiled at night

Landy throw his art into a bin
how senseless must he feel
the ugliness thats fits to him
where s the point of all these matters
cant see the bottom of this void
it is the vacuum itself that hurts
highlights the celebs triteness streaming out
to feed the deaf and dumb
to let the palestine beside
trapped like mice
guarded by the big paranoid cat
and absent gods
a hopeless piece of life

lets wait for spring
and let the shades aside

***

another kind of beauty

deepen my love in life
I think
peppered with fragments of colour
unexpected kindness
I receive
glides over my body
a gentle kissing
a longing for pleasure
to lay your eyes on

the beauty of a hotel room
and anonymity even more
surprising to find such colour
there, another kind of beauty

charmed with light a green grass bottle
a wine of yellow
gleaming on a sidetable of woodgrain
so rich that it looks like pheasants feathers
the colour of banknotes

gleaming white spermologic
skin blushes red pulsating blooming flesh
a showering gold
a glimpse through black lace and sparkling silken pants
a china-red string
shimmering porcelain skin shiver in your hands
propells me on the runway
to the point of no return
a dark blue night sky enfolds me in its arms

***

a short conversation

“Aarrrggghhh…..”
“Thank you ….”
“Well done, good girl …”
“Cu soon.”
praise, where praise is due not where expected

***

under-class

the impact of recession
this bitch fucks
when she wants to

***

all texts ©Ariane

Ihr Lieben, in bin ab dem 25. Januar – 3. Februar nicht in Berlin, sondern mal wieder auf der Insel zum Gipfel-Treffen geladen *g*, und kann meine Mails nur gelegentlich abrufen und beantworten. Anfragen per sms beantworte ich auch auf meiner deutschen Handynummer innerhalb von 24h. In dringenden Angelegenheiten ;- kann man mich auf meiner englischen Rufnummer tagsüber erreichen.

***

Auch habe ich gestern abend meine neue Website online gestellt, die ich von Hand geklöppelt habe. Ich bin von Schwarz auf Weiss umgesattelt. Die Helligkeit, die Lichtung, wirkt klarer, offener, passt auch besser zu mir und zu meinem ästhetischen Empfinden, quasi unschuldig, … meiner Existenz als authentisches, kultiviertes Schweinchen und meinem aufgeräumten Saustall geschuldet. *g* Ich hoffe, sie gefällt euch. Konstruktive Ratschläge nehme ich gerne entgegen.
Das Foto-Album wird noch überarbeitet und ich hoffe, bald neue Bilder einstellen zu können. Die jetzigen Bilder sind aus Oktober 08, August und September 09. In dieser Reihenfolge ungefähr.

***

Neues aus meiner Nuttenrepublik erscheint in loser Folge. Hier bitte ich um etwas Geduld, da ich die letzten drei Kapitel überarbeite. Keine Sorge, es erwartet den Leser ein Happy-End, schliesslich sind “meine” liebenswerten Kunden-Männer, die mich in all den Jahren begleiteten quasi meine Glückssterne in dieser sinnenfrohen Kumpanei und das Beste, was Berlin & London an menschlichen Begegnungen mit zu bieten haben.
Vielleicht stelle ich demnächst auch die Goldschwanz-Kolumnen ein, die in Druck bei Berlin Intim bereits erschienen sind bzw. die nächste erscheint am 4. Februar in Berlin.

***

“Have I got news for you” heisst auch das Programm einer englischen TV-Sendung und ist ein satirischer Wochenrückblick. Vielleicht kann ich euch mit ähnlichem nach meiner Rückkehr beglücken, z.B. die Frage beantworten, wie die in Schnee und Eis ungeübten Briten den Winter mit Sommerreifen überstehen konnten und die englischen Girls ohne Hös’chen.

Ich hoffe, bei euch friert zwischenzeitlich nichts ein – minus 10 Grad solls in Berlin wohl in den nächsten Tagen werden; ansonsten taue ich euch nach meiner Rückkehr wieder auf. ;-

kiss the rabbit
euer fräulein a. im wunderland

Regarding my concept of LULU and to show how performative construction works I ve made a slide movie containing female images I ve been socialised with, the most are commonly known. The constructions of a “whore” are deeply embedded in the common societal images of femininity. My idea of the performance: confronting the audience with their own projections they continously reproduce.

The “circus” metaphor in context of sexwork is always in use to show how performative sexual projections work. One of my nicks named “Zirkuspferd” … is a little fitted, trained circus horse, another one is called the “wild” resp. “crazy horse” and represent independency, self-determination, political action and deviance, figuratively I am very familiar with what the french called “Manège” – the very first place of the french national assembly in the course of the french revolution and the jacobins. Ambivalence and the battle between self-determination and assimilation is significant of all peoples lifes.

I undertook some research into the life of Frank Wedekind and found out, that one of his ancestors Georg Christian Gottlieb Freiherr von Wedekind was a german jacobin; the club of the french jacobins was called “club de manège”. You can follow the path to the seat of the family “Wedekind zur Horst” at Schloss Lenzburg, situated in the Aargau area of Switzerland, a region where I ve worked as a sexworker once a couple of years ago, an episode I worked up in “Nuttenrepublik” (engl. trans.: hooker’s republic).

Do you know that the idea of “LULU” Wedekind got during a walk inspired by an artist of the same name, a pantomime, a so called “clownesse danseuse” at the Nouveau Cirque in 1892? Again the circus metaphor.

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sexwork is art

how mind-mapping works …

affirmative action

practice: imitation, identification

GENDER, a social construction; understood as a kind of “persistent impersonation that passes as the real” (Judith Butler; Gender Trouble, p. viii, NY, London 1990)

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Idea:
My performance destabilises apparent naturalness of femininity, the basic embodied patterns be performed on females bodies; as an example by my-self

my pics – camouflage: disguised as “PIERROT”
my cell – room accessories: straitjacket; Dildo, Lubricant, Porn Movie ….. Notebook (pics on the screen), Mobile …….
PIERROT is dressing up during the PARADE (=WALK UP) several times … peels the overlaying costumes one after the other … schoolgirl, business, nun outfits, rubber, leather, lingerie, wigs … to perform the embodied projections … as a most deliberate relief …. to let LULU survive … the resurgence, in contrary to LULU’s common fate

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Clowning: why are people afraid of clowns?

Clandestine Insurgent Rebel Clown Army = Clownsarmy; es müsse als Clown darum gehen, Uniformen und Machtverhältnisse zu dekonstruieren. Clowning as a question of deconstructing uniforms and power-relations?

Roland Barthes: “Is it not the best subversion to travesty the codes instead of destroying them?

Strategies:

apparent affirmation, over-identification = form of protest as an applied strategy of communication

OVER-IDENTIFICATION can be used to distort the targets of the opposition.

Thereby we identify apparently with the targets of the opposition, but by performing in extreme modes and stretching the targets (=projections, images) they will be represent as quite absurd, ridiculous and unacceptable.

The advantage of over-identification lies therein that the operator wont be recognised by his opponent.

Well camouflaged with the targets of the opponents to bring them by (legal) exaggeration into disrepute.

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* Angela Mattli, Diskursivierung des Sexuellen. Fremd- und Selbstdarstellung der italienischen Kurtisane im Rom und Venedig des 16. Jahrhunderts

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FAKES? FAKE “IT”!!
OPERATION MINDFUCK

Deconstructing Sexwork – IS “IT” human?

the performative construction of a whore!

female self-images – Typically female! – Gallery of prominent female images (I ve been socialised with during my life-time) & self-portraits that will be reproduced ceaselessly by narratives (i.e. advertisement, web blogs & forums by sexworkers themselves) and images advertised with

KINKY LOLITA – performed projections – re-wind – re-transformed – stereo-typed – interactive patterns

Sexworkers

HUMAN BEings????

MODEL TYPE RUBBER DOLL

skip

MODEL TYPE BARBIE

skip

MODEL TYPE GREEDY SCHOOLGIRL

skip

MODEL TYPE MARY MAGDALENE

skip

MODEL TYPE …

skip

MODEL TYPE BITCH

skip

PRETTY TYPE WOMAN

skip

HORNY TYPED HOUSEWIFE

skip

The GIRL NEXT DOOR

skip

SLUT

skip

CUNT

skip

LOLLO-LITA

skip NURSE

skip MISTRESS

skip ….

Is “it” human?

“Sexworkers are people too …”

III Mein Leben als Hure oder: Tabulose Grüße aus Kleinbasel

aus: “Die Baseler Stimme” (DBS), editor-in-schief Urs Hütli, unser Korrespondent für außerirdische Angelegenheiten

DBS: Fräulein Ariane, ich, wir, die Baseler freuen uns, Sie endlich wieder bei uns als Gast zu haben. Zuletzt wurden Sie im bürgerlichen Gewand während der Art Basel gesichtet, zusammen mit Ihrem Künstler-Gatten; nun beehren Sie die Eidgenossen mit einem Gastauftritt ab 150 Fränkli?! Ich darf Ihnen im Namen der Baseler Lesegesellschaft ausrichten, dass sie die krisenbedingte Preisanpassung sehr zu schätzen wissen.

AdsP: Grützi Herr Hütli! Ja, die Rakete ist vorgestern gelandet, aber zu früh, um die ersten Lohntüten einzusacken. Ein Buttersäure-Anschlag in den Aufgang meines Apartment-Hauses verschmähte noch die wenigen Preiskasper, die den beschwerlichen Aufstieg in die oberste Etage schafften und damit die Lust auf mehr. Zuletzt wurde ich indirekt Opfer eines Buttersäure-Anschlags in den Treppenflur eines Wohnungsbordells in Rosenheim/Bayern Anno 2005. Da ich extrem selten Termin-Wohnungen in meinem Huren-Leben aufgesucht habe, insgesamt sechs, scheint dies doch offensichtlich eine sozialräumlich-spezifische Grenzerfahrung äääh Praxis zu sein, die sich auf den süddeutschen und den deutschsprachigen Schwietzer Raum erstreckt und Gäste fernhalten soll. Mit Erfolg, wie ich finde, sodass ich relativ unterfickt bin. Nun ich nutzte die Stille vor dem heutigen Gewitter, um an meinem Roman zu schreiben, so hat es immerhin sein Gutes, Hauptsache ich ficke die Reisekosten wieder raus.

DBS: Oh, das ist ja furchtbar zu hören verehrtes Fräulein Ariane; ich schäme mich regelrecht fremd; sowohl für den gräuslichen Willkommensgruss als auch für das Wetter.

AdsP: Ach, das Donnerwetter heute war der Zorn Zeus auf diese gräusliche Stadt, die ausser der “Art Basel”, leer stehender Nachtlokale, die üblicherweise um Mitternacht schliessen (Unterbrechung durch einen Lachanfall und lautes Husten; die Redaktion) und einer schier unglaublichen Humorlosigkeit und Langeweile wie der Rest des Landes ausser Naturerfahrung nicht viel zu bieten hat. Ich erinnere mich jedoch gerne an eine Affäre mit einem Altphilologen, die sich noch während eines Nietzsche-Kongresses ereignete, da war ich noch Doktorandin und quasi unschuldig verliebt in einen verheirateten Mann, wie sich im nachhinein herausstellte. Es brach mir damals das Herz, als ich per Zufall von seiner Familie erfuhr. Er lebte ja an drei Standorten weltweit und konnte lange Zeit sein Privatleben vor mir verbergen. Immerhin hat mir Basel zwar nicht den besten Sex aller Zeiten eingebracht, aber gewissermassen das Herz gebrochen.

DBS: Gab es denn für Sie jemals so etwas wie den “besten Sex aller Zeiten”? Sie sind ja vom Fach … man bezeichnet Sie hinter vorgehaltener Hand ja auch gerne als Frau Dr. Schwanz.

AdsP: Ja, gibt es, aber das ist strictly private und hat in einer Provinz-Gazette nichts verloren. Sie können es aber gerne in meinem Buch nachlesen.

DBS: Sie erwähnten vorhin die Terminwohnungen. Was hat es denn damit auf sich? Was ist das … eine Terminwohnung? Dies interessiert sicher nicht nur die allgemeine Lesegesellschaft zu Basel.

AdsP: Terminwohnungen sind Apartments, Wohnungen, manchmal Clubs, die sogenannte Wanderhuren für einen kurzen Zeitraum in verschiedenen Städten aufsuchen. Die Kürze der Verfügbarkeit an einem Ort macht die Damen attraktiv, allerdings gilt dies nicht generell. Es gibt gut eingelaufene Terminwohnungen, wie man so sagt, wo die Damen innerhalb eines kurzen Zeitraums von 1-2 Wochen einen extremen Profit erzielen, ich korrigiere – vor der Krise erzielt haben, aber das gilt nicht für alle Adressen. In der deutschen Zeitschrift “Heim & Welt” sind fast alle Terminwohnungen vertreten, die regelmäßig Girls suchen. Oder die Betreiber dieser Apartments ködern mit Lockangeboten über grosse Verdienstmöglichkeiten per Mail oder per SMS. Der Gier oder der Not, wie man es sehen will, kann man sich schlechterdings nicht entziehen und treibt einen aus seinem Zuhause; so hab ich im Prinzip alle Terminwohnungen gefunden, ob Rosenheim, Freiburg, Stuttgart, Edinburgh, Basel, Zürich, aber alle waren sie Pleiten, in jeder Hinsicht.

DBS: Pleiten? Wieso denn? Auch schon vor der Krise?

AdsP: Ja für mich, nicht für alle anderen Damen. In Zürich bin ich im Club Globus gelandet, wo ich mit einer Ost-Bratze aneinander gerasselt bin bzw. sie verprügelt habe, ihr nach verbalen Übergriffen, die bis hin zu einem offenen Antisemitismus reichten, die rote Karte gezeigt habe, also ihr eins in die Fresse gehauen habe, natürlich im Affekt. In Rosenheim hagelte es Strausseneier vom Himmel und kein Kerl liess sich blicken. Dies zusammen mit dem bereits erwähnten Buttersäure-Anschlag der Konkurrenz hatten mir die Stimmung deutlich verhagelt, so daß ich nach drei Tagen schon abgereist und nach München-Schwabing getürmt bin, um meine ehemalige Professorin und Mentorin zu besuchen und zu trösten, die sich von ihrem kokainabhängigen Geliebten, den sie seinerzeit aushielt, bereits den Kiefer und den Fuss hat brechen lassen, ach ja und ihre Wohnung hatte er auch demoliert, ihre intellektuellen Freunde permanent beleidigt. Sie hat in jungen Jahren übrigens über den Emanzipationsbegriff habilitiert und war ihrerzeit die jüngste Professorin auf einem Lehrstuhl. Tja so kann es gehen. Apropos Rosenheim, da war noch eine vergnügliche Anekdote: wenn ich also so in der Fremde gastiere und auf mich allein zurück geworfen bin, dann neige ich dazu, in stiller Einsamkeit ein Glas Wein zu verzehren, auch mal eine Flasche, wenn es sein muss. Nun, in Rosenheim gab es keine Stille, da ich die Wohnung mit anderen unterfickten Damen teilte, sprich: die Stimmung war auf dem Nullpunkt, kein Easy Money and so on. Ich bin da also raus nach dem Hagelschlag und hab gleich umme Ecke eine Kneipe gefunden, die regenbogenfarbene Flagge wies mir den Weg. In Sicherheit dachte ich. Wo Gays verkehren, habe ich als Frau meine Ruhe. Ich kam ins Gespräch mit einem Herrn in den 50ern, der unheimlich schwul aussah, wir verstanden uns supi; da ich nach Kneipenschluss nicht alleine einschlafen wollte, bin ich noch mit zu ihm gefahren, um das Gespräch fortzusetzen. Sorry, jetzt bin ich ins Plaudern gekommen. Interessiert Sie das eigentlich?

DBS: Ja … ja natürlich, ich höre gebannt zu, also erzählen Sie weiter… bitte schön.

AdsP: Gut, bei ihm angekommen – er fuhr einen offenen Mercedes-Cabrio und die laue Rosenheimer Nachtluft umwehte mein damals noch langes Haar – überraschte mich seine Wohnung, hübsch in Eiche Rustikal, Erbstücke seiner Eltern, eingerichtet, dazu gab es einen Dackel, der mich freundlich begrüßte. Es stellte sich heraus, daß er nicht schwul war, sondern heterosexuell, er gerne kokste und ein ehemaliger Bankräuber war. Seine Kollegen von damals waren alle tot, ob in Haft bereits verstorben oder danach, er war ganz allein, er und der Dackel. Er zeigte mir dann ein wenig stolz und mit Wehmut in den Augen sein Album, eine Sammlung ausgeschnittener Zeitungsartikel über die Brüche aus den 70ern in bayrischen Landen, sorgsam aufgehoben in diesem hübschen Album; ich erkannte ihn auch auf den Fahndungsphotos. Er sah in jungen Jahren ungeheuer gut aus. Mit der Geschichte und dem Koks im Kopf haben wir dann noch bis zum frühen Morgen mit Gummi durchgefickt. Viele Männer sind auch im Alter einfach klasse!

DBS: Da bleibt mir echt die Spucke weg; hatten Sie denn gar keine Angst, mit einem Fremden, einem Bankräuber mitzugehen?

AdsP: Das wusste ich ja vorher nicht, aber no risk no fun, nur der Dackel störte ein wenig beim Ficken und auch das Ambiente, ich bin ja Ästhetin. Was die Räuberei betrifft, ich habe meinen vermögenden Vater schon in jungen Jahren regelmäßig beklaut, damit ich mir nach der Schule eine Pizza kaufen konnte, unsere Haushälterin kochte meist so schlecht und immer aus der Dose, gab es jedoch als hausgemacht aus die Haushälterin, mein Vater hat den Unterschied noch nicht mal bemerkt, so beschäftigt wie der war, trotz der Kochkünste meiner Mutter, die mit einem armen, hübschen ungarischen Oberkellner getürmt ist, was mein reicher Vater schwer verwunden hat; auch habe ich ihm mal den Safe geknackt, Zeus das Feuer wegnehmen also ich meine das Geld, das tat ihm immer sehr weh, und bin mit einer A-Konto-Zahlung eines Gerüstbauers ausgebüxt, also im Safe knacken kenne ich mich aus. Der Mensch dahinter und seine Nöte, die ihn zu dieser Tat veranlassen, sollte man wirklich nicht ausser acht lassen.

DBS: Was war denn das mit Zürich? Sie haben mich neugierig gemacht …

AdsP: Ach, darüber möchte ich garnicht gerne sprechen …

DBS: Ich bitte Sie inniglich; was hat es denn mit der von Ihnen erwähnten “Ostbratze” auf sich gehabt, dass Sie so ausser sich waren? So kennt man Sie ja eigentlich garnicht.

AdsP: Ach, das waren so zwei Ost-Proll-Schnecken aus den neuen Ländern, zwei Mandys eben, die wohl schon einige Male zuvor im Club verkehrten und sich deshalb einbildeten, irgendwelche Vorrechte geniessen zu können. Während der langen Wartezeiten, draussen waren es 30 Grad und das im Mai, neigten sie dazu, andere Frauen zu schikanieren und autoritär anzufahren, vor allem die deutlich hübscheren Kolleginnen, die Osteuropäerinnen und mich hatten sie sich vorgenommen, dissen eben vom Feinsten. Ausserdem belauschten sie heimlich meine Telefonate, die ich von einem Nebenraum aus führte, auch ein Gespräch mit der Wirtschafterin vor Ort, die mit mir auf einer Wellenlänge lag und mit der ich mich sofort anfreundete; eben Stasi-Küken. Am dritten Morgen meines Aufenthalts war es dann soweit: Während wir unseren ersten Morgen-Kaffee schlürften und sich fast alle angeregt über die nächste Titten-Vergrösserung und Falten-Unterspritzungen austauschten – rennen aber gleichzeitig unter die Sonnenbänke, was Faltenwerdung beschleunigt, die Doofis -, raunte mir eine der Mandys den Spruch zu: “Hitler hätte nicht ganze Arbeit getan”. Mir war sofort klar, dass sie ein Gespräch belauscht hatte am Abend zuvor, aber was rede ich, ich habe nicht nachgedacht in diesem Moment, einfach nur noch körperlich reagiert, nahm den Kaffeebecher vor ihr und schüttete ihn über sie aus, sie sprang hysterisch auf und ab und heulte, stürzte auf mich zu und ich verpasste ihr eine gerade Rechte. Mit Nazi-Fotzen, sorry, möchte ich nun wirklich nicht die gemeinsame Luft einatmen, weshalb ich noch am gleichen Tag abreiste und das zusammengefickte Geld in ein überteuertes Rückflug-Ticket der mittlerweile Pleite gegangenen Swiss Air investierte; nicht ohne dieser Mandy noch gründlich Bescheid zu stossen, also zu drohen, daß ich wüßte, wo sie in Hannover werkelt und ich ihr meine arabischen Freunde vorbei schicken würde; ausserdem würde sie noch Post von der Staatsanwaltschaft persönlich bekommen, mit einer Anzeige wegen Volksverhetzung; eventuell würde ich ihr auch meinen dicken Cousin aus Zürich vorbeischicken, um sie aufzumischen. Jedenfalls haben meine Drohungen ihr wirklich Angst bereitet, habe die Nazi-Schnecke ordentlich eingeschüchtert. Wer mir ans Bein pisst, sprich, mit verbaler Vernichtung droht, darf sich auf was gefasst machen….

DBS: Wie gewohnt kämpferisch das Fräulein. Sie erwähnten Schottland, also Edinburgh. Auch eine Pleite? Wieso das denn?

AdsP: Nun ja, ich hatte im voraus alles gut geplant, aber die Praxis … also Rosenheim, dann Edinburgh durchkreuzt jede Planung, ich verbrachte ja einige Tage bei meiner Professorin in München, die sich Sorgen machte, daß ich mich um Kopf und Kragen blase und meinen Verstand noch dazu, worüber wir uns mal wieder zerstritten haben, weshalb ich dann noch für zwei Tage in einem Münchner Laufhaus in der Landsberger Allee wohnen und anschaffen mußte, bevor es dann im Flieger nach Schottland ging. Dort angekommen, habe ich es mir in einem Hostel, im Dormatory, das ich mit elf Studentinnen aus der ganzen Welt teilte, gemütlich gemacht und bin dann rüber in den Massage Parlour, geleitet von einem Mallorquiner und seiner Familie, die peinlich darauf achten, daß alle mit Spiegeln zugefliesten Wände nach jedem Gast erstmal poliert wurden, so was dämliches. Der Laden war eine Goldgrube, aber nicht für mich, denn ich bot keinen Verkehr ohne Gummi an, was dort offensichtlich gang und gäbe war, wurde von Gästen andauernd nachgefragt, bis ich nach einem Tag schon beschloss abzureisen. So was ist sowas von Psycho, sag ich Ihnen … Interessant zu sehen, wie der mallorquinische Hygienewahn mit der selbstverständlichen Praxis, AO (AO = Alles Ohne = Geschlechtsverkehr ohne Kondom; die Red.) zu ficken, korrespondiert. So sind sie eben die Analfixierten! Die Spanier mit ihrem ewigen Franquismus, bei den Leichen im Keller wundert einen garnix mehr. Wussten Sie eigentlich, daß Franco schuld an der Immobilienblase in Spanien ist? Er hat doch den Weg für Massentourismus in Spanien ab den 50er Jahren geebnet; selbst mein Vater hat noch in der Diktatur günstig Bauland erworben, wo er später eine seiner Kitschbuden baute und Urlaub machte. Wie pervers ist das denn? By the way, ich hab ihm seine Mittelmeerjacht in die Luft gesprengt und ein ETA Bekennerschreiben hinterlassen; zwar gab es viel Towabohu drumherum, aber die Versicherung hat gezahlt, so ein Ärger; so hatte er noch was davon, ähnlich wie er sich die auf meinem Namen abgeschlossene Krankenhaustagegeldversicherung hat auszahlen lassen, bei meinem Psychiatrie-Aufenthalt von sechs Monaten kommt schon ein hübsches Sümmchen zusammen. Einfach ekelhaft. Wenn ich mir vorstelle, wie ich als Kind, noch vor dem Ableben Francos, Familienurlaub in einer Diktatur gemacht habe wird mir schlecht; die Ausflüge mit Care-Paketen in die DDR waren ja schon schlimm, aber mein Vater mußte gegenüber seinen Verwandten ja unbedingt im Porsche vorfahren und zeigen, daß er es im Westen zu was gebracht hatte.

DBS: Das klingt alles sehr anstrengend.

AdsP: Ja, ich beschloss dann auch, nie wieder eine Terminwohnung von innen zu sehen. Nun, Basel ist jetzt eine vorläufige Ausnahme gewesen, weil ich vor einem schwer erkrankten traurigen Ehemann und einer neuen allzu grossen Liebe, einem Komponisten geflüchtet bin, so heiss wie eine Herdplatte, aber auch verbaselt, Basel ist eine einzige Pleite. Hab aber zwei wunderschöne alte Thonet-Stühle in einem Antiquitätengeschäft zu einem symbolischen Preis von insgesamt 14 CHF erworben; um die Logistik muss ich mich kümmern, morgen. Muss sie ja irgendwie nach Berlin bringen, im Flieger geht das nicht. Das Bodenpersonal würde große Augen machen, wenn ich mit zwei Stühlen einchecken will. Es ist halt alles sehr aufregend. Das Einzige, was mich am Leben hält ist die Liebe, die Schönheit, die Kunst, in diesem ganzen Irrsinn. Auch dachte ich, daß ich in meinem gemieteten Apartment zu 150 CHF Miete am Tag alleine und ungestört bin, wie abgesprochen. Jetzt zogen gerade noch zwei Blackies ein, also zwei schwarze Gazellen samt Hobbyzuhälter, also der Freund einer der Damen; sie tanzen unten im Club im gleichen Haus und gehen dort mit Gästen aufs Zimmer, eine Animierbar eben, aber haben dort seit fünf Tagen rein garnix verdient. Die wenigen Gäste wollen alle blond und weisse Haut, nix südamerikanisches Temperament. Naja, in einem Land, daß Rechtspopulisten nach oben wählt, auch kein Wunder. Die Gazellen, die sich illegal im Land aufhalten, wie mir der HZ mitteilte (HZ=Hobbyzuhälter, die Red.), waren vorher in einer anderen Wohnung untergebracht, in einer verdreckten Bude, mit Ungeziefer im Kühlschrank, sodass sie dort raus mußten, hat der HZ erklärt, und mein Vermieter ihnen kurzfristig eine andere Bleibe zur Verfügung stellen müssen. Hier kochen sie nun rund um die Uhr kolumbianische Spezialitäten, köstlich, aber nachts kriecht der Küchenmief durch die Türritzen bis unter meine Bettdecke und ich kann nicht schlafen, also ich gehe schon extra früh schlafen, die Damen kochen so mittags, wenn ich einen theoretischen Gast erwarte sowie gegen 2 Uhr nachts, da habe ich wenigstens etwas geschlafen, kann dann erst gegen 4 Uhr morgens einschlafen, wenn sich der Dunst verzogen hat. Also sie verpessten mir die Luft sag ich Ihnen. Im Hausflur Buttersäure, die wie Kotze stinkt, und in der Wohnung dann das … das schreckt noch die allerletzten Freier ab, die es bis zu mir in die oberste Etage schaffen, mit Voranmeldung natürlich. Im Hausflur wurde schon schwarzer Kaffee versprengt, um der Buttersäure Einhalt zu bieten, aber es hilft nicht viel. Der Gestank, der braucht Monate, um ihn herauszukriegen, eine spezielle Reinigung für solche Fälle ist ausgesprochen kostspielig und muss von einer Spezialfirma durchgeführt werden, aber dafür hat der feine Vermieter natürlich kein Geld. Überhaupt laufen die Geschäfte auch in der Schweiz nicht besonders gut; besonders hart hat es natürlich die Schweizer Seele durch das Rütteln am Bankgeheimnis getroffen, und den Finanzsektor generell ins Mark getroffen, ähnlich wie der Finanzplatz London, wo zuletzt mein einziger Klient ein Mann ohne Beine und mit gespaltener Wirbelsäule war, selbst in Genf und Zürich ficken die Damen schon unter Preis. Jetzt trifft es auch Basel, also mich, alles sehr unschön.

DBS: Sie erwähnten vorhin die Liebe und die Schönheit, was sie am Leben hält. Da würde ich gerne noch einmal nachhaken, wenn Sie gestatten…

AdsP: Naja, ich schreibe ja regelrecht um mein Leben, um aus dem Mief wieder rauszukommen. Erst der Hochschulmief, dann der Rotlichtmief. Wissen Sie, ich kann den Geruch von Sperma, benutzten Kondomen, ungewaschenen Arschlöchern nicht mehr ertragen. Auch behaarte Säcke stossen mich ab, die werden beim Waschen meist auch ausgespart und dann ausgerechnet Eier lecken gewünscht. Reinlichkeit ist alles in diesem Gewerbe, man muss die Freier dazu erziehen, wenn es schon ihre Mütter unterlassen haben. Wenn jemand äußerst gepflegt und reinlich ist, lecke ich ihm ja auch gerne seinen Arsch, sonst natürlich nicht. Aber ich habe gestern auch was kleines geschrieben, sozusagen lyrisch vor mich hin gegurrt, die Tauben am Küchenfenster haben mich dazu inspiriert, die ich sonst nicht leiden kann, soll ich Ihnen das mal vorlesen? Dann wissen Sie, was ich mit der Schönheit meine und dass man selbst noch im letzten Drecksloch, wo man unter Prison Fever leidet (Prison Fever ist die englische Bezeichnung für Puff-Koller = tagelanges Eingesperrtfühlen bei gleichzeitigem Nichtstun; die Red.), aus Scheisse Poesie machen kann.

DBS: Ja ich bitte darum …

AdsP: Es sind sowas wie Liebesgedichte aus meinem “journal mélancolique d’une solitude sous le ciel de Bâle”, hören Sie zu … mehrsprachig wie die Schweizer ja sind, wird das die Lesegesellschaft schon zu verstehen wissen gelle?
Das erste heisst … Moment …

eudamonia

adoration électrique
obsession notoriétié
fragilité melancolique
passion absolue
fantaisies exclusives
espace alarmante
entre des lecons de piano et les passages
dans le transit
sous le ciel de Berlin
la monstruosité et la sainteté
le mal d’amour est multiple
s’il est temps de s’y attaquer

das zweite …ähm, dazu muss ich allerdings folgendes voraus schicken, also dass ich mich in Basel nicht wohl fühle und eigentlich nicht weiss, wie ich auf die dämliche Idee hierher zu reisen, überhaupt gekommen bin, meine Pussy spricht nicht mehr mit mir, der Geld … also Goldregen blüht nicht … der Blick in den Horizont sieht kein Licht, nur die trüben Anhöhen des Egliholzes.
In der laufenden van Gogh Ausstellung habe ich allerdings sein “Wiesenstück mit Schmetterlingen” entdeckt, gelegentlich galoppieren die Gazellen vorbei, die keine Sprache sprechen, die ich spreche, die sehr laut kochen und essen. Am liebsten würde ich sogleich wieder abreisen und Zuflucht in Sils-Maria oder am Ufer des Titisees suchen, der hinter dem Egliholz liegt. Nun das “Wiesenstück” hat mich zu folgendem inspiriert:

Im Wildwuchs des Baseler Universums
schwimmt ein Fisch durch kleine Wellen
ein rosa Schmetterling torkelt
durch unkultivierte Wiese
die zarten Grüntöne ergeben einen sinfonischen Klang

das Glück findet sich in der erinnerten stillen Sequenz
aus Augenblicken und grandiosen Sternennächten
tosenden uns umwirbelnden Bewegungen
worin sich alles auflöst und geborgen ist
unheimlich und schützend aufgehoben
und in inniger Liebe verbunden

Schön nicht Herr Hütli?

DBS: Ja sehr schön. Eigentlich haben wir ja Ihre Sprechzeit schon überzogen. Aber ich würde Sie gerne noch etwas fragen wollen, um zum Grundsätzlichen zurück zu kommen. Mir brennen zwei Fragen auf der Seele. Zum einen: Haben Sie eigentlich als Fetisch-Escort einen Fetisch? Und meine zweite Frage an Sie: Was waren in Ihrem Hurenleben eigentlich die schönsten Erlebnisse?

AdsP: Ok Herr Urs, die erste Frage ist schnell beantwortet: Hüte, Massanzüge und Hosenträger, sowas törnt mich bei Männern immer an, so der Dandy-Style, ist aber ausgestorben, ausser bei amerikanischen Investmentbankern, die es im Augenblick ja auch nicht leicht haben und üblicherweise nicht zu meinem Kundenkreis zählen, so pc technisch betrachtet, das war bei mir aber schon immer so. Ich blase politisch correct. Also idealerweise Massanzüge. Dann läßt Mann also die Hosen runter, aber bleibt dabei angezogen, wahlweise läßt Mann die Hose bis auf die Knie rutschen, aber nicht weiter, sowas turnt mich an, insbesondere wenn ich den Schwanz dazu rausholen kann, aus dem geöffneten Hosenstall und ich dabei langsam auf die Knie sinke. Schön auch, wenn der Mann streng gescheiteltes langes Deckhaar und einen ausrasierten Nacken hat, sowas sieht man nur noch sehr selten in Europa, zuletzt in den 30er Jahren oder heute noch bei vielen Ostbratzen, die rechts wählen, wegen der guten alten Zeiten eben.

Mein schönstes Erlebnis? Hmmm…. da muß ich Sie leider enttäuschen, Sie dachten hierbei sicherlich an ein Dinner-Date mit allen Schikanen? Gut, ich habe da einige Klienten und Kolleginnen, mit denen ich auch privat Kontakte unterhalte; fragen Sie mich doch nach meinem schlechtesten Erlebnis. Obwohl, wenn ich Ihnen alles erzählen würde – im Guten wie im Schlechten -, nee, das dauert ja Monate. Ich kann Ihnen spontan ein Beispiel nennen, wo ich doch das Laufhaus in München schon erwähnt habe. Es gibt manchmal einfach ein tolles Team aus zusammengewürfelten Frauen, jede ist natürlich besonders und hat ihre Eigenarten. Die Nina, die das Laufhaus in der Landsberger Allee führte und selbst noch als Domina gelegentlich dort werkelte, war auch ein herzensguter Mensch, sowas trifft man nicht nur in diesem Gewerbe äußerst selten, aber es gibt sie, die Huren mit dem grossen Herz, das ist nicht nur Klischee. Also die allerschönsten Erfahrungen habe ich wohl in Gesprächen mit Frauen aus dem Milieu gemacht. Bei Nina werkelte übrigens eine stark sächselnde Dame, die wir Frau Gera nannten, weil sie von da her kam, die regelrecht alterslos aussah, so ein Typ Hausfrauenmodell nur ohne Kittel, Mitte 40 etwa, sehr angenehm im Umgang. Bald hatte ich mich an ihren Dialekt gewöhnt, kannte das ja noch von meinen Grosseltern, die in den Westen rübergemacht hatten, mein Vater hat sich zeitlebens bemüht, diesen Singsang unschädlich zu machen, kann ich auch verstehen. Stellen Sie sich vor, Dirdy Dalk auf sächsisch? Einfach gräuslich. Wenn Sie sich mal vorstellen, so von hinten beim Ficken sagt ein Sachse “A Nöö sööwaaaas, üsch bümss disch döööd” oder so, da geht mir zumindest keiner ab.

Wir haben dann eben alle zusammen das Dschungelcamp geschaut, ich glaub, das war die erste Staffel, die je gesendet wurde, war sehr beliebt bei den Damen. Ebenso wie das Lösen von Kreuzworträtseln und esoterische Sprechstunden, Aberglauben scheint unter den Frauen eine regelrechte Berufung zu sein, ich sag ja immer “noch schlimmer als der Glaube ist der Aberglaube”. Besonders in meiner Puff-Zeit in Berlin vertrieben sich die Frauen ihre Wartezeiten mit dem Lösen von Rätseln, insbesondere aus der BZ, eine bekloppte Provinz-Gazette mit übertriebenen Anzeigenpreisen für das Gewerbe, die den ganzen Laden, dieses Blatt am Laufen halten, aber unfreundliche Anzeigenverkäufer am Telefon. Das Zeitungssterben wird hoffentlich die Richtigen treffen. Das mit dem Aberglaube, das kommt vom Träumen, wenn man den ganzen Tag lang in dunklen Zimmern werkelt oder auch nichts zu tun hat, das schlägt aufs Gemüt, ist ja oft wie im Gefängnis dort, wo man weder Ausgang hat noch Tageslicht sieht.

DBS: Wo wir dabei sind, die wirklich allerletzte Frage … die Zukunft des Rotlichts, wie schätzen Sie die ein?

AdsP: Ach mit dem wichtigsten kommen Sie zum Schluss. Nun, mit dem über ganz Europa eingebrochenen Back-Slash im Rotlichtgewerbe und dem Siegeszug der Abolitionisten, was sich in Verbotsregimen, Kriminalisierung von Sexworkerinnen und Freiern auswirkt, wird die Szene in den Untergrund abwandern und nur noch maximal online Kontakte herstellen können. Die Crime & Policy Bill in Grossbritannien sieht auch ein Anzeigenverbot vor, in Tageszeitungen, aber auch über einschlägige Adults-Only-Portale. Nur blöd, daß im Zuge der Finanzkrise noch mehr Frauen aus der Not ihre Rettung im Gewerbe suchen, um ihren Loved-Ones den Kühlschrank voll zu machen. Ich schätze, so sieht leider die Zukunft aus, mit nicht unerheblichen Risiken für die Frauen. Der Untergrund ist nämlich nicht regulierbar d.h. nicht kontrollierbar und Menschenhandel und Zwangsprostitution, Gewalt gegenüber Sexworkerinnen werden erst recht erblühen. Dies kann man ja sehr gut in den USA beobachten. Prostitution wird es aber immer geben, solange es patrimoniale Machtregime gibt und keine befreite Sexualität.

DBS: Fräulein Ariane, ich danke Ihnen für das ausführliche Gespräch und dass Sie den schwänzchen-hängenden Eidgenossen Ihre kostbare Zeit zur Verfügung stellen konnten.

AdsP: … ja bestellen Sie der Lesegesellschaft einen schönen Gruß! Und als Politologin schreibe ich Ihnen in Abwandlung Ihres prominenten Bürgers, dem Kunsthistoriker Jakob Burckhardt, ins Gästebuch der Stadt: “Der Kleinstaatsmief der Eidgenossen in einer globalisierten Welt ist noch vorhanden, damit ein Fleck auf der Welt sei, wo die größtmögliche Quote der Staatsangehörigen Bürger im vollen Sinne sind, um braune Sosse zu wählen, Nazi-Gold und Steuergelder aus Nachbarstaaten zu verstecken. Eure Schokolade schmeckt mir schon lange nicht mehr.”

Teil II Mein Leben als Preisträgerin oder: “Die bekloppteste Nutte aller Zeiten”

“Sexy Gazetta” hatte Ariane de Saint Phallus anlässlich ihrer Preisverleihung in der Jubiläumsausgabe eine ganze Doppelseite gewidmet. Hier Auszüge aus dem Interview. Ihre Rede anläßlich der Entgegennahme ihrer Preise wird am kommenden Samstag an dieser Stelle veröffentlicht. Von Toni Maréchal

TM: Ich freue mich sehr, dass in ihrem Kalender ein Termin frei war und Sie mir Ihr Gehör schenken. Madame de Saint Phallus, sind Sie überrascht, daß Sie zur “Millenium Bitch” gekürt wurden? Gleichzeitig wurden sie vom MCM-Tribunal mit dem Preis “Grand Prix de Loi de la Guigne Maximum” sowie “Lauréate d’ excréments blanches” ausgezeichnet. Nun wurden Sie auch für den Ig-Nobelpreis nominiert, den alternativen Anti-Nobelpreis, eine satirische Auszeichnung. Zwischenzeitlich ist auch eine heftige Diskussion darüber entbrannt, ob Sie nach Ihrem Ableben ins Panthéon überführt werden. Ehrt Sie das? Sind Sie eitel?
Ariane: Ja, ich freue mich ausserordentlich, dass mein Wirken zum Wohle der Menschheit eine gewisse Anerkennung erfahren hat. Nun, ich war schon in meiner Anfangszeit als Arschleckerin preisverdächtig und habe mehrere Gang-Bang-Trophäen, Bums- und BJ-Preise eingeheimst (BJ=Blow Job, Anm. der Red.). Anders als viele meiner Kolleginnen, die sich von Kunden gegen Rabatt oder von ihren Zuhältern promoten liessen, kamen einige meiner Kunden von ganz alleine auf die Idee und unaufgefordert, mir ihre Stimme zu geben. Übrigens: ich bitte Sie, mich nicht mit Madame anzusprechen, ich bin erst 30 Jahre alt und habe nur vier Jahre professionell gebumst. Was heisst denn auch “Gehör schenken”? Sparen Sie sich die Schmeicheleien. Ich mag keine devoten Journalisten. Gut, die Idee mit dem Panthéon kam ja nicht von mir. Man wird dafür vorgeschlagen. In diesem Fall von Monsieur Sarkozy höchstpersönlich, er hat die Macht im Staate … Was mit meiner Asche passiert, interessiert mich nicht die Bohne. Ich finde nur die Diskussion darum très amusant. Schliesslich wäre ich die erste Nutte, noch dazu Deutsche mit Wahlheimat London, die dort ihre ewige Ruhe finden würde. Wenn das mal nicht den Tempel der allerwertesten … Grande Nation entweiht.

TM: Ja, Sie sind noch sehr jung. Ich sprach Sie auch nur mit Madame an, weil ich weiss, daß Sie verheiratet sind. Wie alt sind Sie denn wirklich? Sie sehen unter der Dusche doch sicher aus wie 20. Ich schätze Sie auf 25. Stört Sie das, dass man bereits über Ihr Ableben öffentlich diskutiert?
Ariane: Nun, man fragt eine Dame nicht nach dem Alter und wie ich unter der Dusche aussehe, dazu müßten Sie mich ja quasi erst buchen. Ich sehe dazu aber keinen Anlaß und keine Chance, nicht weil mein Terminkalender schon voll ist, sondern weil ich Journalisten generell nicht sonderlich schätze, bis auf eine Ausnahme: Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung und meine Freundin Gabi. Die beiden würde ich ganz bestimmt nicht von der Bettkante schubsen. Ich habe mich immer als “altes Kind” bezeichnet – altklug und kindisch eben – man sagt ja nicht umsonst: so schnell wie du gelebt hast, stirbst du auch. Insofern habe ich mit der Diskussion kein Problem.

TM: Aber Sie wurden ja nicht nur für Ihre heiligen Dienste am Manne ausgezeichnet. Sie gründeten eine Charity, in die Ihre Einnahmen fast vollständig fliessen, um arbeitslosen Huren oder alten Huren, die von der Stütze leben, ein bescheidenes Dasein zu bescheren. Also ohne Abhängigkeiten von Zuhältern, staatlichen Mitteln, Ehemann und ähnliches. Zudem fliesst ein Teil in die “Kinderpolizei”, die Sie vor zwei Jahren gründeten. Was hat es damit auf sich? Warum dieses Engagement?
Ariane: Ich war ja selbst einmal ein Kind, hatte zwar alle Annehmlichkeiten, die käuflich sind, aber einen cholerischen Vater, der die ganze Familie drangsalierte (mittlerweile ist Madame natürlich enterbt; die Red.). Zwei Ehefrauen hat er so ins Grab gebracht, einschliesslich meiner Mutter, beide sind sie an Krebs erkrankt. Die Dritte wird er auch noch überleben. Meine Schwester wurde fettleibig, hat mehrere Kinder mit einem Kriminellen in die Welt gesetzt, mein jüngerer Brüder ist drogenabhängig und träumt von einer Karriere als Zuhälter oder Kleinkrimineller. Ich bin verrückt geworden, Borderlinerin, also passionierter Grenzgängerin, wobei … ich dazu sagen muss, dass es mir immer gelungen ist, mit meiner Verrücktheit kreativ umzugehen. Aber der eigentliche Auslöser für die Gründung der “Kinderpolizei” war nicht nur das Schicksal meiner Geschwister und mein eigenes, sondern ich beobachtete immer schon sehr präzise, was um mich herum abgeht. Und ich sag Ihnen, ich hab mich immer eingemischt, wenn ich Zeugin wurde, selbst wenn mich meine Exfreunde dafür hassten. Wie manch eine überforderte Mutter ihr Kind öffentlich misshandelte …. Da bin ich dann immer dazwischen gegangen, hab erst das Kind in den Arm genommen, dann die durchgeknallte Mutter, solange, bis sie sich wieder beruhigt hatten. Anschliessend habe ich sie mit Freunden von mir bekannt gemacht, einer Kinderpsychologin und einem Milliardär. Ein nettes Paar, beiden hatten Langeweile, ein gutes Herz und vor allem Geld. Und dank der nötigen Kompetenz meiner Freundin konnten die Mutter und das Kind gleichermassen betreut werden. Meist leben die überforderten Frauen ja in desolaten Verhältnissen, verschuldet, alleinerziehend. Die “Kinderpolizei” war so etwas wie eine schnelle Eingreiftruppe, mittlerweile gibt es ein ganzes Netz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über das ganze Land verstreut. Meist Paare und Frauen mit Familienwunsch, aber ohne eigene Kinder. Viele konnte ich davon abhalten, selbst Kinder aus Entwicklungsländern zu adoptieren und konnte sie dazu bringen, diese kranke Idee der künstlichen Befruchtung fallen zu lassen. In beiden Fällen hat sich ja gezeigt, dass die Kinder, ob adoptiert oder künstlich gezeugt später extreme Probleme haben, psychischer Art. Aber ich möchte Sie nicht mit den Details langweilen, nur soviel, Regenbogenfamilien wie es Woody Allen und Mia Farrow, Madonna und Brangelina vorgemacht haben, sind doch das Allerletzte. Sie hätten ihr Geld besser vor Ort investiert, damit die Familien zusammen bleiben können, anstatt die Kinder zu entwurzeln, nur damit sie sich das Image einkaufen können, sie seien gute Menschen. Sind sie nämlich garnicht, im Gegenteil. Von Angelina Jolie ist doch bekannt, dass sie immer psychische Probleme hatte, sie hätte überhaupt keine Kinder bekommen oder adoptieren dürfen. So was regt mich immer auf. Man kann sich sein Glück nicht einkaufen und bevor man Kinder in die Welt setzt – Adoption halte ich generell für eine verabscheuungswürdige Praktik – sollte man sich selbst erfolgreich therapieren. Wenn das mißlingt, rate ich davon ab, Kinder zu bekommen. Das eigene Elend setzt sich immer in der nächsten Generation fort. Aber das möchte ich jetzt nicht weiter ausführen. Fragen Sie mich doch lieber etwas Lustiges. Bei so ernsten Themen werde ich immer deprimiert.

TM: Ja, aber bevor es lustig wird, muß ich doch einmal nachfragen, warum Ihre Exfreunde Sie für ehrenwertes und mutiges Engagement hassten. Bitte erklären Sie es mir?
Ariane: Als ich 19 war, war ich mit so einem Vertriebsingenieur liiert, der Anstalten machte, die Karriereleiter zu erklimmen. In der Kunststoffindustrie. Sehr ehrgeizig, sehr unsensibel. Er wohnte am Wochenende mit mir zusammen, unter der Woche arbeitete er in Frankfurt und klapperte mit seinem Dienstwagen die Kunden ab, schlief allerdings auf einem Bauernhof, weil es billiger war als in einem Apartment im Stadtzentrum. Er war auch der Auslöser für meinen ersten Klapsmühlentrip. Nun, wir waren in der Nähe von Cuxhaven an der Nordseeküste, es war Ostern, und wir gingen am Strand spazieren, ausgerechnet in der Nähe einer Raffinerie. Ich sah einen leblosen Fisch auf dem Trockenen, dessen Kiemen sich noch bewegten und wollte ihn eigentlich ins Wasser bugsieren, aber er war schon am Sterben und ich so verzweifelt, weil ich ihm unnötiges Leiden ersparen wollte. Wissen Sie, warum sterbende Fische immer den Strand aufsuchen? Ich weiss es nicht. Jedenfalls trat der Vertriebsingenieur an ihn heran und berührte ihn leicht mit der Fussspitze und verzog angewidert sein Gesicht. Der Fisch war am ganzen Leib mit Geschwüren oder so übersät. Wahrscheinlich hatte er sie sich durch das Einleiten der Chemikalien der benachbarten Industrie zugezogen, die haben dort jeden Dreck eingeleitet, ich habs mit eigenen Augen gesehen. Mir tat der Fisch leid, ihm nicht. Hab ihm deshalb den Laufpass gegeben. Später beschimpfte er mich als “Bürgermeister im Irrenhaus”, weil ich es am Heiligabend vorzog, mittags nicht mit ihm Tennis zu spielen, sondern in der Klapse zu bleiben. Schliesslich ging es mir nicht gut. Er wollte partout nicht einsehen, dass es schlecht um mich bestellt war. Immerhin habe ich dort während eines mehrmonatigen Aufenthalts meine erste Büttenrede verfasst und vor Publikum, Ärzten und anderen Kranken gehalten. Ein zweites Beispiel: der Philosophenkönig, auch ein Ex und sowas wie eine grosse Liebe, war zweimal mit ihm über einen langen Zeitraum zusammen, wir lernten uns beim Studium kennen. Später, während wir beide promovierten, kamen wir ein zweites Mal zusammen und ich zog wegen ihm von Berlin in die alte Heimat, der Horror sag ich Ihnen. Jede Woche mußte ich von Wattenscheid zu meinem Arbeitskreis pendeln, über 500km hin und zurück. Er war fürchterlich geizig, investierte lieber Geld, was er regelmäßig von seinem Onkel bezog, ausgerechnet in wertlose Aktien, anstatt mit mir die Fahrtkosten zu teilen. Schließlich konnte die Beziehung ja nur durch meine Pendelei aufrecht erhalten werden. Einmal gingen wir zusammen in eine Frittenbude, eine Oma mit ihren Enkelkindern kam herein, sie bestellte eine kleine Portion Pommes Frites ohne alles, für beide Kinder, die offenbar grossen Hunger hatten und quängelten. Die Oma war eine böse Frau und schimpfte nur herum. Die beiden mußten sich also die kleine Schale teilen, waren eh schon ganz abgemagert. Da bin ich auf die Alte losgeschossen und hab sie angeblafft, was ihr einfallen würde, so ihre Enkel zu behandeln und bestellte gleich noch eine Portion Pommes dazu. Die Alte hat natürlich geschimpft, was mir einfallen würde, mich einzumischen, das ganze Programm, ob ich selber Kinder hätte etc. pp. Ich sagte nur, ich war selber Kind und man muss nicht selber Kinder haben, um sich in das Elend anderer Leute einzumischen, wäre ja noch schöner. Und sie soll mal schön aufpassen, auch die Misshandlung von Kindern, der kleine Klaps und so, ist mittlerweile verboten. Mein Freund, der Philosophenkönig, war stocksauer auf mich, dass ich ihm den Appetit verdorben hatte, er mochte das garnicht, wenn ich mich in die Angelegenheiten anderer Leute einmischte.

TM: Puuh, da stockt auch mir der Atem, so lebendig wie sie das erzählen … die Männer hatten es an Ihrer Seite aber auch nicht leicht.
Ariane: Jetzt kommen Sie mir doch nicht so. So einen Rotz muss ich mir seit Ewigkeiten anhören. Was kann ich dafür, wenn die meisten Menschen, in diesem Fall Männer, keine Zivilcourage haben, sich nie einmischen und den Arsch zukneifen, auch kein Mitgefühl mit Kreaturen wie dem Fisch oder eine gewisse Aufmerksamkeit für die Kinder anderer Leute haben. Lecken Sie mich doch am Arsch, löchern Sie doch andere mit Ihren Fragen und lassen Sie diese blöden Bemerkungen weg. Tschüss….

Anm. d. Red.: Das Interview wurde an dieser Stelle abgebrochen. Madame Ariane hatte sich dann aber nach einer Flasche Champagner und einem Joint, den Monsieur Maréchal ihr spendierte, wieder abgeregt und das Interview konnte fortgeführt werden.

TM: Ich bin sehr dankbar, dass wir fortfahren können. Verzeihen Sie mir bitte … Sie haben ja schon des öfteren kundgetan, dass Sie narzißtische Männer verachten, weil Sie dahinter immer potentielle Amokläufer vermuten. Sie schrieben auch einmal an einer Stelle des berühmt berüchtigten MCM-Forums, dass Sie Weicheier, Frauenversteher, die alle narzißtisch geprägt seien, verachten würden. Das hätte mir eine Warnung sein müssen.
Ariane: Ja, ich wurde daraufhin gesperrt und mir wurden alle Schreibrechte entzogen. Begründung: Freierbeschimpfung, das ist mir in mehreren Fick-Foren passiert. Ist eben das gleiche, wie wenn man in seiner Stammkneipe Hausverbot bekommt. Was die Stammkneipen betrifft, dort habe ich immer die höchsten Umsätze gebracht, natürlich vor der Einführung des Rauchverbots. Dann riefen mich die Wirte schon persönlich an oder kamen angekrochen und schrieben zahlreiche Bettel-Mails, ich soll endlich wieder vorbei kommen, das Geld fehlt ihnen und im Grunde sei es ja auch ganz lustig, wenn ich die Dreibeiner, die immer um mich herum scharwenzelten, zusammen stauchen würde. Ich hatte schließlich Unterhaltungswert. Für mich allerdings weniger, schliesslich habe ich zumeist ganz ernsthaft mit meinen Verehrern diskutiert, aber dann kamen irgendwann immer blöde Unterstellungen, jedes Wort wurde einem im Mund umgedreht, weil sie sich zu mir in einer intellektuellen Konkurrenzsituation befanden. Dabei ging es doch nur um die Sache und das Ringen und Nachdenken, das Argumentieren soll doch weder Kampf noch Krampf sein. Aber nein, am Schluss holten sie immer die Keule raus und verdrehten alles, noch nicht mal zu ihren Gunsten, alles Sophisten, einfach ekelhaft. Dann fing ich an zu schreien und wurde hinausgeworfen.

TM: Was hat eigentlich Ihr Mann dazu gesagt? Er war oder ist doch ständig an Ihrer Seite. War er nicht eifersüchtig?
Ariane: Ja wir sind immer gerne durch die Kreuzberger Kneipen gezogen und haben wild diskutiert. Er war dann auch mal froh, wenn er Pause hatte und ich mit anderen sprach, er gemütlich sein Bierchen schlürfen durfte und der Thekenschlampe in den Ausschnitt starren konnte. Manchmal hat er sich per Blitzschach die nächsten Runden Bier erspielt, so lag er mir nicht immer auf der Tasche und er konnte sich unabhängig fühlen. Aber der konnte aber auch ganz schön was schlucken, er und seine Ex, die ich ebenfalls ausgehalten habe; nur leider konnten sie nix vertragen. Ich hab ihn mir dann immer über die Schulter gelegt und nach Hause getragen.

TM: Wie, Sie haben ihn getragen? Den ganzen Weg?
Ariane: Ja sicher, die Kurzstrecke wollte ich mir schenken, weil ich mir meine gute Laune nicht durch Berliner Taxifahrer versauen lassen wollte. Außerdem: ich bin ein starkes Mädchen.

TM: Um noch einmal auf den Anlass zurück zu kommen, warum wir heute hier sind. Sie haben ja im Grunde alles erreicht, nur der Ig-Nobelpreis steht noch aus. Langweilen Sie sich, haben Sie noch Pläne oder liegen Sie nur noch faul im Bett und spielen an Ihrer Muschi?
Ariane: Wo denken Sie hin?! Selbstverständlich lutsche ich meinem Mann immer noch jeden Tag den Schwanz, nur wenn ich am Schreibtisch sitze und mir geile Fickberichte in meinen Lieblingsforen durchlese, mache ich es mir selbst. Parallel zum ehelichen Beischlaf hab ich noch eine Partei, nämlich die Muschi-Partei, gegründet und die wichtigsten Posten mit meinen liebsten Kunden besetzt, Anwälte und andere schlaue Füchse. Wir arbeiten gerade am Programm, mit dem wir bei der anstehenden Bundestagswahl der Merkel ordentlich einheizen wollen. Schliesslich gehört sie nach der zweiten Legislaturperiode endlich abgesetzt, das Krisenmanagement der letzten Jahre hat sie ja völlig vermasselt und nun ist der Staat bankrott, wer soll da die Nutten bezahlen? Auch habe ich ein Manifest erarbeitet, das ebenfalls notwendig wurde: das Grundgesetz des Sexworkens. Sie sehen, es gibt noch viel zu tun.

TM: Madame Ariane, ich danke Ihnen für das Gespräch.

©Markus Gaab

“If the human body’s obscene, complain to the manufacturer, not to me.” Larry Flynt

I Mein Leben als Escort oder: “money makes the world go round?!”

Interview und Vorabdruck in The Callgirl Review (TCR)

Ariane de Saint Phallus ist in Westdeutschland geboren, heute arbeitet sie in Berlin und London als Escort. Ein Gespräch über professionelle Begleitung, Luxus und die Folgen

Ariane, 30, ist ein höflicher Mensch. Sie lässt dem Gast beim Eintritt in einem Berliner Café den Vortritt. Das ist ungewöhnlich in einer Stadt, in der sonst alle einem die Tür vor die Nase zuschlagen. Ariane wirkt locker und unkompliziert. Rasch merkt man, daß ihr Geld persönlich nicht soviel bedeutet, obwohl sie täglich mit Millionären und Milliardären zu tun hat.

TCR: Fräulein Ariane, reden wir über Geld. Sie kommen gerade aus Dubai. Was haben Sie dort gemacht?
Ariane: Ich hatte Kontakt zu einem wohlhabenden Scheich. Er suchte eine Escort-Dame mit Vorleser-Qualitäten, da er sehr kurzsichtig ist. Eine sehr verantwortungsvolle Position, da ich ihm ja schliesslich was-weiss-ich vorlesen kann. Schließlich soll diese Dame auch das gesamte Harem anleiten. Ich bin beauftragt, das Harem zu coachen. Ich habe den Scheich persönlich gesprochen, damit er mich erkennen konnte, hab ich ihm vorsichtshalber meine Brille von Tom Ford gereicht.

TCR: Sie vermitteln auch Coaching-Dienste?
Ariane: Ja, ich habe mich auf das Coaching beratungsresistenter Politiker, frustrierter Ehemänner und Paare, unterfickter Hausfrauen und lernwilliger Studentinnen spezialisiert. Zusätzlich kann man mich als professionelle Vorleserin für gehobene Privat-Haushalte in aller Welt engagieren und dafür auch die Website www.pimpmyhome.com geschaffen. Der Arbeitsmarkt für seriöse, hochqualifizierte devote Dienerinnen expandiert. Da will ich mit meinem Geschäft dabei sein. Leider gibt es auch viele schlecht ausgebildete Hausfrauen und Dienerinnen. Die schädigen unseren Berufsstand. Mittlerweile expandiere ich sogar in den berühmten “Bible Belt” in U.S. und bibeltreue Familien geraten in den Genuss, beim Sex sogar Spass zu haben und “es” nicht nur für Reproduktionszwecke zu tun.

TCR: Sie betreuen die Reichen und die Schönen dieser Welt. Reizt Sie das grosse Geld?
Ariane: Mit Reichtum und Geld habe ich kein Problem. Im Gegenteil: Wer es sich leisten kann, soll sich sein Leben bequemer machen. Ich bin eine Dienstleisterin und betrachte dienende Berufe als Privileg. Ich bin gerne mit erfolgreichen Menschen zusammen und geniesse es, meine Kundschaft zu verwöhnen.

TCR: Ob Reichtum immer mit ehrbarem Erfolg zu tun hat, ist ja angesichts der Finanzkrise zweifelhaft. Banker und Broker haben auf Kosten der Allgemeinheit geprasst. Milliardensummen sind durch unseriöse Geschäfte verbrannt worden.
Ariane: Aus dieser Debatte halte ich mich mal fein raus. Die Finanzkrise wird vorübergehen. Die Zahl der Millionäre und Milliardäre wird weiter steigen. Da bin ich zuversichtlich. Meine Aufgabe ist auch nicht nachzuforschen, woher das Geld stammt, mit dem ich bezahlt werde. Natürlich würde ich nicht für einen Mafia-Boss arbeiten, obwohl das sicherlich auch ein reizvoller Gedanke ist, immer mit kugelsicherer Weste im Bett zu liegen. Aber als Dienerin an Mann & Haus bin ich der Neutralität verpflichtet. Dabei habe ich durchaus ein Helfersyndrom. Meine reiche Klientel ist oftmals gestresst. Ich sorge dafür, ihr Leben weniger kompliziert zu machen. Eine höchst spannungsreiche und anspruchsvolle Aufgabe.

TCR: Also der alte Spruch, daß Reichtum nicht glücklich macht?
Ariane: Das ist richtig. ich beobachte immer wieder, dass bei vielen Reichen die Angst mit einhergeht, ihren Wohlstand zu verlieren. Das kann sogar eine Obsession werden und führt dazu, daß im Haus Kameras installiert sind, um zu überprüfen, daß der Wasserpegel für die Yukka-Palme nicht zu hoch, das Haushaltsgeld für die Ehefrau so knapp bemessen ist, dass sie seit Jahren in Second-Hand-Läden ihre Kleidung kauft, die Putzfrauen nicht die teuersten Scheuermittel verwenden. Sie ziehen sich dann von ihrer Umgebung immer mehr zurück, spielen einsam an ihrem Puller und sind sogar gegenüber Tanten aus dem Internet misstrauisch, weil die ja auch auf ihr Geld aus sein könnten. Ich kenne einen sehr vermögenden Witwer, der deshalb sehr einsam geworden ist. Insofern bin ich durchaus glücklich, dass ich nicht reich bin.

TCR: Was verdient eigentlich eine persönliche Leibeigene?
Ariane: Das sind in Grossbritannien im Schnitt 60.000 GBP (68.000 Euro) pro Jahr. Aber die Spanne ist sehr weit. Eine Kollegin von mir in den Diensten eines Hedge-Fonds-Managers in London hat ein Gehalt von rund um die 100.000 Euro, Kost und Logis inklusive. Nun wurde allerdings sein Konto eingefroren; wie es mit ihr weiter geht ist noch unklar. Ich habe gerade ein Angebot reinbekommen, wo jemand in Paris eine anschmiegsame Hauskatze sucht und werde sie wohl dahin vermitteln.
Das Gehalt hängt von der Berufserfahrung und den Arbeitszeiten, selbstverständlich von der Gefügigkeit und Anpassungsbereitschaft in diesen Vermittlungsfällen ab. Ob der Herr einen 24 std/7Tage die Woche Bereitschaftsdienst wünscht, also Stand-By abruft oder ob es nur einige Stunden am Tag sind, in der Woche oder ob die Anwesenheit der Haussklavin nur während eines Dinners benötigt wird. Vor kurzem konnte ich für einen speziellen Event eine Hauskatze auf die Ranch von George W. Bush vermitteln, um den es sehr einsam geworden ist. Kaum einer möchte noch mit ihm reden, noch nicht einmal sein Vater. Die Hauskatze ist einzig und allein von ihm angestellt worden, damit er beim Suff ein wenig Gesellschaft hat. Ich freue mich immer, Gutes zu tun und Menschen in ihrer Einsamkeit mit ein wenig Katzenfell die Füsse zu wärmen.
Im übrigen gibt es noch Prämien bei erfolgreicher Vermittlung. Üblich sind Reisen in der Tauchkapsel in den Mariannengraben oder auch mal eine Kreuzfahrt mit dem Catamaran um den Globus, daher bin ich auch die meiste Zeit des Jahres entweder auf oder unter Wasser. Hab im Zuge dessen auch Unter-Wasser-Blowjobbing gelernt, wurde früher in Berlin häufig angefragt.

TCR: Sie sind im Westen geboren. Ihr Vater im Osten und hat rübergemacht und ihre Mutter geschwängert. Können Sie sich noch an diesen Überfall erinnern?
Ariane: Das war ja noch bevor die Mauer fiel, mein Vater, die Grosseltern, Onkels, Tanten enteignet wurden, mein Vater die letzten Schulden bei den Kunden eintrieb, während die anderen schon längst drüben in Unna-Massen auf ihn gewartet haben. Er ist dann mit dem ganzen Geld auf dem Moped nach Ostberlin und von dort aus in den Westen, hatte Helfer alle mit Geld bestochen, den Rest für Porno-Hefte ausgegeben. Als er in Unna eintraf, war er blank und geil, da lief ihm meine Mutter kurze Zeit später im Ruhrgebiet über den Weg und dann war ich geboren, aber gezeugt wurde ich an einem Strand von Helgoland. Das ist jedenfalls die Überlieferung.

TCR: Bilden Sie sich weiter?
Ariane: Ja, klar. Ich lese viel über Luxusmarken, damit ich mitreden und einen Golf- von einem Tennisschläger unterscheiden kann. Mit Autos kenne ich mich aus, in meiner Familie wurden immer Luxusmarken und Oldtimer gefahren. Ich informiere mich auch über die neuesten Modetrends und sitze bei den internationalen Modeschauen in der ersten Reihe, um dann anschliessend für meine Klienten und ihre Ehefrauen einzukaufen. Sie trauen sich nämlich noch nicht einmal mehr fürs Power-Shopping aus dem Haus und haben Angst vor Paparazzi. Ich bin also auch so etwas wie eine Lifestyle-Beraterin. Auch auf dem Kunstmarkt schlag ich zu und ersteigere im Auftrag meiner Klienten schon mal den einen oder anderen Gerhard Richter, HC Wilp oder Francis Bacon, Cézanne. Während des Transports sorge ich dann für den Austausch in Kopien, die dann in den Villen und Schlössern hängen werden. Die Originale hab ich bei mir Zuhause gebunkert. Bezüglich Weiterbildung habe ich mir für meine Coaching-Dienste und Workshops für gestresste Hausfrauen und Hartz IV Empfänger eigens Nina Hartleys DVD Serie Liebesschule 1-4 zugelegt.

TCR: Sie verwirren mich. Ich dachte, Sie seien nur für eine internationale reiche Klientel tätig?
Ariane: Ja hauptsächlich, aber irgendwie hab ich kaum Lust, meine Einnahmen zu versteuern und hab deshalb eine Stiftung gegründet. Meine Charity versorgt somit auch mittellose oder alleinerziehende Frauen mit drei und mehr Kindern, denn auch sie sollen voll auf ihre Kosten kommen.

TCR: Kommen wir noch einmal auf ihre Zeugung zurück. Glauben Sie, daß der Zeugungsakt am Strand unter heisser Sonne gewisse, sagen wir es vorsichtig formuliert, Auswirkungen auf ihre weitere Entwicklung gehabt hat?
Ariane: Ja selbstverständlich. Mein Vater hat später unter Franco Zeiten in Spanien Grundstücke gekauft und gebaut. Mit jeder Frau, die er nach meiner Mutter heiratete, wurde ein neues Haus gebaut. Ich war immer sehr stolz, meine Schulferien in Spanien verbringen zu dürfen. Nach der Anreise im Porsche 911, auf den Notsitzen sassen ich und meine Schwester, 16 Stunden Fahrt, zum Tanken wurde gehalten, aber nicht zum Pinkeln, sind wir immer mit voller Blase in unserer Kitschvilla angekommen, wo ich das erste Mal die Toilette besuchen konnte. Aber auch daran war eine Bedingung geknüpft: ich hatte zuerst das Haus, Boot und Auto zu putzen und zwar komplett, aussen wie innen. So wurde meine Gefügigkeit und mein Ordnungssinn geboren. Putzen bis der Arzt kommt – später eben Poppen bis der Arzt kommt. Und alles mit Gummihandschuhen. Ich habe seitdem eine Vorliebe für Latex in jeder Variante entwickelt. Selbst die Wände meines Boudoirs äh Wohnung habe ich mir von einem berühmten Malermeister aus Westfalen mit Latex versiegeln lassen, natürlich schwarz, damit ich mich über jede Staubfaser aufregen kann. Auch sind die Latexwände ganz praktisch. Ich lasse alle meine Kunden beim Eintritt in die Wohnung erstmal gegen die Wand wichsen, eine hübsche Signatur zeichnet sich da ab, als Eintrag in mein Gästebuch, hinterher lässt sich dann gemütlicher plaudern und beraten und keiner steht mehr …. so unter Druck.

TCR: Dienerinnen oder Escorts wirken in vielen Filmen und Dokumentationen ziemlich einfältig, naiv, geldgierig, manchmal geradezu lächerlich, wenn man alleine schon an den Film “Pretty Woman” denkt. Stimmt das mit der Wirklichkeit überein? Wie ist ihre Erfahrung. Ärgert sie das?
Ariane: Überhaupt nicht. Dank dieser Filme und Dokus, die auf die Quote und die voyeuristische Gier der Zuschauer setzen, bieten die Filme regelrecht Einstiegshilfe, sodaß immer genügend “Frischfleisch” auf den Markt kommt, was ich dann in die verschiedenen Kühlräume dieser Welt vermitteln kann. Mir tuts nur manchmal leid, wenn so ein Hanswurst dabei ist, der so etwas Schönes garnicht verdient hat. Daher tausche ich die Frau dann gegen einen Serrano Schinken aus, den ich vorher mit einem Tonbandgerät ausstatte. Mit dem kann er sich dann unterhalten und er merkt den Unterschied nicht einmal.
Überhaupt wird von Escort immer noch ein veraltetes Image transportiert. Eine moderne Dienerin serviert ihrem Herrn nicht mehr nur in Stöckelschuhen den 5-Uhr-Tee, sondern kippt ihm schon mal etwas über die Hose, insbesondere wenn ihr Herr masochistisch veranlagt ist. Sie ist auch so etwas wie eine persönliche Assistentin, sollte sprechen, denken, lesen und schreiben dürfen und ihm einen vorbörslichen Bericht über Insiderhandel mitteilen können. Bevor es dann aufs Parkett geht hat der Herr dank seiner P.D. (P.D.=persönliche Dienerin, die Redaktion) schon die ersten Insidergeschäfte getätigt und mal eben ein paar Milliönchen verdient und auf den Bahamas oder Bermudas zur Seite geschafft. Dahin reicht bislang der Arm des deutschen Finanzministers nicht. Dienerinnen übernehmen auch Chauffeurdienste und kutschieren ihre Herren gerne durch Tiefgaragen, weil sie so schön dunkel sind und ein BJ auf der Hinterbank diskret möglich ist (BJ=Blow Job, die Redaktion, und bittet sich aus, von Leserbriefen abzusehen und zu fragen, was ein Blow Job ist). Und natürlich ist man auch da, um dem Boss mal einen diskreten Ratschlag zu geben. Wer z.B. die Toilette in England sucht, fragt zum Beispiel nicht nach der “toilet” und in Berlin nicht nach der “Pissrinne”, sondern nach dem “gentlemen’s room”, dem “lavatory” oder dem KLO. Alles was über dem KLO angesiedelt ist, wird von Berliner Gastronomen oder Kneipenbesitzern eh nicht verstanden; wenn man dort nach der “Toilette” fragt, würden sie nur verständnislos mit dem Kopf nicken und denken, was hat der feine Pinkel bloss in dieser scheiss Stadt verloren?

TCR: Und Sie führen Ihre Klientel in die High Society ein?
Ariane: Ja, das mache ich sehr gerne, aber vorher schicke ich sie alle zum Benimmkurs. Dies gilt auch für meine Dienerinnen, damit sie lernen,
in Stöckelschuhen zu laufen und Haltung zu entwickeln. Denn nur eine Frau, die gerade gehen kann und das Kinn etwas höher trägt, hat eine Chance auf eine Festanstellung. Einer meiner Damen habe ich geholfen, daß sie beim berühmten Pferderennen in Ascot Menschen kennenlernt. Sie trägt seither Hut, spricht mit Pferden in fünf (sic!) Sprachen und ist nun staatlich-diplomierte Pferdeflüsterin geworden. Auf einem Acker in der Nähe von Nürnberg hat sie nun ihr Gnadenbrot gefunden. Was meine Klienten betrifft, ich habe zum Beispiel einer reichen chinesischen Unternehmerin das Essen mit der Gabel beibringen lassen und dass man beim Essen nicht furzt. Einem russischen Unternehmer, dass er in der feinen Gesellschaft nicht mit allzu viel falschen Banknoten um sich werfen soll.

TCR: Welche grossen immateriellen Wünsche haben sehr reiche Menschen noch?
Ariane: Eine Villa, ein Luxusauto, eine Yacht, ein Privatjet und 50 Golfschläger gehören ja mittlerweile in jeden gut sortierten Haushalt einfach dazu. Sich eine P.D. zu leisten bzw. leisten zu können, ist daher für viele das Nonplusultra. Insofern dienen P.D.’s mit ihrem professionellen Service auch als Statussymbol, anders als eine gecoachte Hausfrau, die gerade mal den Rang der Kaltmamsell erreicht und nicht vermittelbar ist. Es zeigt: Aha, der oder die kann sich sogar eine persönliche Arschleckerin leisten! Dies findet immer mehr Nachahmer.

TCR: Woher kommt ihre Klientel?
Ariane: Zu meinen Kunden zählen adelige und industrielle Personen, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie Vorstandsmitglieder, Unternehmer und Top-Manager aus der ganzen Welt.

TCR: Sind sie unterwürfig?
Ariane: Nein. Es ist sicherlich ein schmaler Grat zwischen Service-Einstellung und Unterwürfigkeit. Letzeres passt nicht nur mir und wird maximal in Rollenspielen inszeniert. Irgendwann hat eine reiche Herrenrunde mich gefragt, ob ich bei einem Junggesellenabschied als “nackte Dienerin” auf dem Tisch tanzen könnte, das habe ich natürlich abgelehnt.

TCR: Madame Ariane, ich danke für das Interview!

Interview: Arty Schulze

Who’s that girl?

Ich bin im “klassischen” Sinne eine Kurtisane, also Muse, Interlecktuelle, eine akademische Hure. Muse, weil ich Politiker, Künstler, Musiker, Theaterleute, Handwerksmeister, Banker und Angestellte des Öffentlichen Dienstes als Freundin, Ehefrau oder Hure gleichsam inspiriere. Ich bin nebenberuflich Arschleckerin, weil ich hauptberuflich dazu ungeeignet bin. Mit Fug und Recht kann ich behaupten sogar eine der besten Arschleckerinnen und kann diverse Auszeichnungen vorweisen, mehrjährig Titel als Miss Fuck & Blow & positive Reviews über mein sexuelles Wirken zum Wohle der Menschheit.
Ich bin, wie die amerikanische Komödiantin Joan Rivers einmal sagte, “die am härtesten arbeitende Frau der Welt, wenn man die Strassenhure an der nächsten Ecke mal nicht hinzu rechnet”. Ich habe mir schon sehr früh, von Kindes Beinen an, das Motto zu eigen gemacht: liebe dich selbst, auch wenn dich alle anderen verachten. Später – also heute – sehe ich mich immer häufiger mit der Frage konfrontiert, wer will schon eine Nutte buchen, die intelligenter ist als mann selbst. Wie kam es dazu?

Aufgrund meines kopflastigen Vorlebens war ich immer teilnehmende Beobachterin der Redlight-Szene im In- und Ausland und bezeichne mich gerne als “Beischlafbeobachterin”. In diesen Jahren habe ich eine Menschenkenntnis erworben, die ich ganz sicherlich nicht hätte, wäre ich nur meinem angestammtem Milieu verhaftet geblieben und dem “Haifischbecken” Wissenschaftbetrieb, der sog. Scientific Community; gewisse Familienähnlichkeiten mit der Sex Industrie sind nicht zu übersehen, was Machtspiele, autoritäre Strukturen, Hierarchien, Mindfucking und Mobbing vom Feinsten betrifft.
Die Einstellung zu Männern hat sich radikal geändert, interessanterweise eher hin zum Guten. Die Suppe konnten mir selbst zwei meiner größten Fans und Soulfuckers nicht versalzen.

Meine allergrößte Hochachtung gebürt allerdings den Frauen des Rotlichts, der Escort-Szene; ob Hotel, Straße, Wohnungsbordell, Laufhaus, Clubs oder Wanderhure, all jenen starken Frauen und empfindsamen Seelen, die sich tagtäglich einem nicht unbeträchtlichen Risiko und dem Naserümpfen wohlfeiler, bürgerlicher Biedermänner und -frauen aussetzen, mein Statement gebührt ihnen.

Denn trotz der Liberalisierung sind und bleiben wir stigmatisiert; trotz unseres nicht unerheblichen Anteils am geschmierten Ablauf des Wohlfühl-Apparats, des Stellungskrieges unter deutschen Wohn-, Bordell- und Hotel-Dächern: wir sind das Amalgam vieler Ehen und Partnerschaften, die dank ausserhäusiger Freuden so lange bestehen können.
Dabei bin ich eine loyale Patriotin und ficke gerne für mein Land, der “Nuttenrepublik”, und leiste mit unermüdlicher Hingabe Aufbauarbeit an den Väterchen dieses Landes.

Nuttenrepublik – ein Frauenleben in sechs Interviews

1. Mein Leben als Escort
2. Mein Leben als Preisträgerin
3. Mein Leben als Hure
4. Mein Leben als Politikerin
5. Mein Leben als Frau
6. Mein Leben als Ehefrau

1. Mein Leben als Escort
Konkrete Face2Face Kommunikation mit Kunden und Kolleginnen sowie abstrakt-virtuelle Erfahrungen in einschlägigen Paysex-Foren des World-Wide-Web, allesamt Gespräche zwischen Anbieter- und Nachfragerseite, hat mich auf die veränderten Ansprüche vieler Bucher, Kunden aufmerksam werden lassen, die zunehmend die privaten Grenzen von Dienstleisterinnen berühren und manchmal klinisch überschreiten; in der Szene-Sprache spricht man von “Seelenfickern” bzw. “Mind & Soul Tosser”. Es sind zumeist jene Kunden, die sich ein Date etwas kosten lassen, dabei zusehens die Dienstleistung mit einem Privaten Date verwechseln, alternativ grössenwahnsinnig werden: kürzlich hat jemand, den ich einige Male in seeeeeeeehr langen Abständen für nur 2 Stunden traf, nach einem eklatanten Karrieresprung eine Honorargrenze von 300€ fixiert und ein Open-End-Date gewünscht.
Auch ist bei einigen Kunden kennzeichnend, daß sie private Fragen, teilweise im Verhörstil stellen und ungerne die Dame mit anderen Kunden teilen möchten, sprich, gerade bei den Langzeitdates wird das Thema Macht wirksam. Dies habe ich in Kapitel 1 ironisch überzeichnet und dafür den Begriff “persönliche Dienerin” eingeführt, was dann im Begriff der “persönlichen Leibeigenen” noch einmal gesteigert wird; die Betonung liegt auf Leib und Einverleibung.

2. Mein Leben als Preisträgerin

In der Paysex-Szene ist es üblich, daß Kunden Berichte, sog. Reviews, über ihre Begegnungen mit den Damen des Gewerbes schreiben. Vergleichbar mit Restaurant-Testern von Sterne-Restaurants. Dazu gibt es im In- und Ausland allerhand Berichteforen, die über Leistung, Stellungswechsel, Unterwürfigkeit, Un/Freundlichkeit etc. der Damen des Gewerbes urteilen; die Anonymität der Kunden birgt allerdings auch das Risiko, daß über Berichte persönliche/private Fehden indirekt ausgetragen werden, die bis hin zu Rufmord reichen (z.B. Verleumdung einer angeblichen HIV-infizierten Hure durch ihren Ex-Freund unter Kunden-Fake-Nick, die darüberhinaus nicht positiv war, sondern sich nur von ihrem Freund getrennt hatte). Üblicherweise schreiben nicht nur reale Bucher Berichte, sondern es wimmelt nur so von Fake-Berichten seitens der Anbieterinnen oder der Escort-Agenturen selbst, um nach außen eine gewisse Popularität zu mimen. In diesem Quell der Phantasie und Autorenschaft gibt es sogenannte Ranking-Listen, die auch über zukünftigen Erfolg und Misserfolg der Damen in der Kundenakquise entscheiden; auch ein sog. Preis für die Besten wird gelegentlich ausgerufen (z.B. Freiclub-Forum) und Bucher können virtuell abstimmen, welche Frau im zurückliegenden Jahr die beste Performance erbracht hat.
Dieses Thema der Beurteilung und Bewertung der sexuellen Performance wird in Kapitel 2 ironisch aufgegriffen. Ebenso die ewig wiederkehrende Diskussion in Paysex-Foren über das “wahre” Alter der Frauen, das im Regelfall um mindestens 5 Jahre nach oben korrigiert werden muß. “Frischfleisch”, wie Frauen in manchen Foren bezeichnet werden, also sog. “Anfängerinnen” und junge Frauen sind populär und mehrheitsfähig, besonders wenn sie blutjunge Anfängerinnen sind, weil es einige Herren einfach anmacht, sie zu brechen, sprich auch zu Praktiken zu nötigen, die sie garnicht ausüben wollen. Denn sie haben “Nein” zu sagen noch nicht gelernt und wissen nicht, mit permanenter Grenzüberschreitung umzugehen. Dieses Thema wird in Kap. 4 noch einmal aufgegriffen.

3. Mein Leben als Hure

Ich und viele meiner Kolleginnen empfinden die am Markt vorliegenden Publikationen sogenannter Insiderinnen nicht nur redundant und schlecht geschrieben, sie arbeiten sich bewußt oder unbewußt an den gesellschaftlichen Klischees ab und reproduzieren diese fort, da sich das skandalumwitterte bzw. tabuisierte Rotlicht gut verkaufen läßt. Die zumeist tristen Geschichten aus dem Alltagsleben einer “Hure” bei ihrer Begegnung mit sog. “Freiern” und begleitende Beschreibungen des Flüssigkeitsaustausches befriedigen zwar die voyeuristische Neugier des Spiessertums, dass sich bei diesem Thema in allen gesellschaftlichen Lagern – von Klein- bis Grossbürgertum – wiederfindet, ist für mein Empfinden und Erfahrung jedoch nicht erkenntniserhellend, wenn es darum geht, die Vielfalt und die Grauzonen zwischen Strassenstrich und kapriziösen Pretty-Woman-Allüren mancher High-Class-Escortdamen auszuleuchten. Letztere haben häufig durchaus schon Bekanntschaft mit dem ordinären “Strich” gemacht, sei es in Wohnungsbordellen, Terminwohnungen oder Clubs, bevor sie sich entschlossen, als freischaffendes Escort tätig zu sein. Im Nachhinein tendieren die Damen dazu, diesen Teil aus ihrer Biografie zu streichen oder durch Namenswechsel unkenntlich zu machen und eine “Exklusivität” zu vorzutäuschen, die sich durch das aufgerufene Honorar rechtfertigen soll. Ob Damen mit “billiger” Vergangenheit oder ohne; fast allen Escorts oder sog. “Geliebten auf Zeit”, wie sich viele schimpfen und die sich als Kurtisane zu höherem berufen fühlen wollen, ist gemein, daß sie sich von Prostitution, von Sexarbeit abzugrenzen suchen und den wahren Kern, nämlich die Dienstleistung verschleiern wollen, indem sie gebetsmühlenartig artikulieren, daß sie “es” nur aus reinem Spass tun und weil sie “so neugierig auf Menschen sind”, wie man es aus handelsüblichen Bewerbungsgesprächen kennt. Sie vergessen dabei, zumindest in Deutschland, daß das durch eine “schnöde” Hure und Bordellbesitzerin aus Berlin herbeigeklagte Prostitutionsgesetz 2001 auch sie selbst schützt bzw. zu ihrem Wohlergehen Einfluss auf ihre Tätigkeit hat, sei es durch die Möglichkeiten der Sozialversicherung und Krankenversicherung, sei es durch die Möglichkeit in vielen, leider nicht in allen Bundesländern, im Notfall die Polizei zu rufen, die einen nicht mehr wie früher flächendeckend kriminalisiert. Insbesondere in Deutschland gibt es keinerlei Solidarität in der Szene – anders als in den U.S.A. und Grossbritannien -, es herrscht ein regelrechtes Klassendenken innerhalb der Paysex-Szene seitens Kunden und Anbieterinnen, sodass ich, als geoutete Sexwork-Aktivistin und Feministin – auch hier einen schlechten Stand habe und in gewisser Weise als “Nestbeschmutzerin” behandelt werde, weil ich gelegentlich in diverse Paysex-Forendiskussionen interveniere und meine Duftmarke hinterlasse, d.h. der Bigotterie und dem durch Romantisierung des Paysex veränderten Anspruchsdenken einen Hauch Realitätssinn einzuhauchen suche.

Wenn die Verwischung von Privatleben und Escort-Business seitens vieler Anbieterinnen noch angefüttert wird, nimmt nämlich auch das Stalkertum zu, im Szenejargon auch als Liebeskasper bezeichnet, die letztlich eine grosse Gefahr für Leib und Seele der Frauen sind. Ich spreche nicht nur aus eigener Erfahrung. Daher verwende ich den Oberbegriff “Hure”, weil er von vielen Frauen in der Szene mit trotzigem Stolz getragen wird und grenze mich als sog. Escort auch nicht ab; ich stehe selbstverständlich zu den vielen Facetten meiner Sexwork-Aktivitäten und gebe in diesem Kapitel Auskunft über einige Erfahrungen, die ich als sog. Wanderhure gelegentlich gemacht habe, auch im Kontakt mit meinen “Kolleginnen”. Dieses Kapitel habe ich letztjährig während meines ersten und einzigen Aufenthalts seit vielen Jahren, in einer Terminwohnung in der Schweiz während der Wartezeiten geschrieben.

4. Mein Leben als Politikerin

In diesem Abschnitt beschreibe ich in überspitzter Form meine Tätigkeit als politische Aktivistin. Hier wird die in Kapitel 2 angesprochene Manie von Test- und Leistungsberichten über Sexarbeiterinnen seitens der Bucher, die ich in ihrer Macht mit den Restaurant-Testern von Sterne-Restaurants gleichgesetzt habe, weil sie mit der Vergabe der berühmten Sterne (Guide Michelin, Gault Millau) über das Wohl, Wehe und Schicksal der Getesteten entscheiden und damit über ihre weitere finanzielle Zukunft, im Überlebenskampf als Hure. In diesem Kapitel kommt dieser Vergleich direkt, natürlich ironisch zur Sprache und ich verkehre nicht nur die Perspektive, ich eigne mir politische Macht an (daher auch mein Bühnen-Name Goldschwanz bzw. de Saint Phallus s.o.) und stelle mich als “Generalsekretärin” mit dem Pseudonym “Angel Guerilla” an die Spitze der real-existierenden internationalen Sexarbeiter-Bewegung, die ein eigenes (vorläufig fiktives) politisches Regime, ein exterritoriales, globalumfassendes Sexwork-Regime namens U.S.A. = United States of Angels gegründet hat und international ein Auge darauf hat, ob soziale, rechtliche Mindeststandards in den verschiedenen Ländern zum Wohle der Sexarbeiterinnen umgesetzt werden; auch wird der Flüssigkeitsaustausch in den verschiedenen Ländern gemessen, sowohl der Austausch in Ehebetten als auch im freien Paysex-Verkehr. Inspiriert hat mich in diesem Zusammenhang die Frühjahrsdebatte um die Offenlegung von versteckten Steuermilliarden in der Schweiz und die Diskussion um “Steueroasen”.

5. Mein Leben als Frau

In diesem Interview geht es persönlich zur Sache und es folgt eine Generalabrechnung mit Politik und Vaterland. In Kap. 2 habe ich schon Biografisches anklingen lassen, auch familiäre Erfahrungen gestreift (Stichwort: Kinderpolizei); hier wird nun endlich die Peitsche rausgeholt und es folgt ein Rundumschlag als Zeitgenossin einer Generation (Jahrgang 68), die von Mittelschichtsmythen erzählt, familiäre Fremdgänger und Orgien in der heimischen Kellerbar, Kegelclub-Träume, ein Leben aus dem Katalog und der Frage, welche Werte ausser Konsumismus die Eltern uns ins Gehirn geblasen bzw. hinterlassen haben. Meine Träume, Hoffnungen, die Zukunft stehen im Mittelpunkt dieses Interviews, nicht das Leiden an einer unabänderlichen Vergangenheit, sondern die längst fällige Aufbauarbeit durch die eindringlichen Reflexionen einer Trümmerfrau (so bezeichne ich in meinen Stand-Up-Kabarettstückchen auch die Damen des Rotlicht-Gewerbes, “die tagtäglich Aufbauarbeit an den Väterchen dieses Staates leisten”). Und dies ist keinesfalls sexuell konnotiert, da die Herren, die ich treffe, das Schwänzchen nicht hängen lassen, sondern meine persönliche Ansprache, auch in aufklärerischer Absicht.
Diese Aufbauarbeit findet eine biografische Entsprechung in meiner Mitarbeit als Performerin in Wedekind’s LULU, einer äußerst innovativen postfeministischen Neuadaption des Klassikers, die 2010 in London zur Aufführung kommt.

6. Mein Leben als Ehefrau

Mein Ausstieg als N.U.T.T.E. war für Ende 08/Anfang 09 geplant und dieser Trendwende wollte ich die Krone zum Jahresanfang 2009 aufsetzen: das seit September grassierende Stimmungstief im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise bedeutet psychologische Folter für alle am bezahlten Verkehr Beteiligten, der Sex-Industrie; ob Kunden, die sich am Geldbeutel oder an der Haushaltskasse festklammern bzw. Anbieterinnen, von Strassenstrich bis “High-End” an der Wall-Street oder die Porno-Industrie, für fast alle wirkt sich die Krise negativ aus und lässt die Köpfchen hängen und somit auch die Schwänzchen. Entsprechend scharf werden die Diskussionen in manchen Paysex-Foren geführt bzw. die ewigen Preis-Diskussionen erfahren eine neue Blüte. Einige handverlesene Kunden haben mich überleben lassen und so mußte ich bislang nicht den Weg zum Amt, der Vorhölle, antreten und meinen sozialen Abstieg auch äußerlich markieren. Ich hätte ja eh nur die Alternative zwischen Teufel und Weihwasser bzw. zwischen dem Stigma Nutte und dem Stigma Hartz IV, das Ende jeder Selbstbestimmung und der wirkliche Beginn des Verfalls jeder Selbstachtung. Als Nutte kann man durch selbständiges Blasen immerhin den eigenen Kühlschrank fühlen. Aufgrund des allgemeinen Stimmungstiefs erwog ich eine paradoxe Intervention, ein sog. Neubeginn zum Start ins neue Jahr sollte es nun sein. So kam es, daß ich gleich im Januar, am Geburtstag meines geliebt/gehassten Vaters, heiratete, meinem langjährigen Künstler-Mann, dem ich nun eine treue und ehrbare Ehefrau sein wollte.
5 Tage später erlitt er einen Schlaganfall, das Stimmungstief nahm kein Ende, und ich muss seither als Alleinverdienerin weiterficken und um meinen für einen Schlaganfall viel zu jungen Mann bangen, daß es ihn kein zweites Mal erwischt. Entsprechend ist Schluss mit der privaten Lust, die Medikamente hauen auf die Potenz und ausschweifende Trink- und Partygelage, unserem gemeinsamen Hobby, können wir als Barfliegen, die Berliner Kneipen und Bars unsicher machten, nicht mehr frönen. So hocken wir nun ein jeder 16-20 Stunden am Tag an unseren Computern, er baut schöne Skulpturen und Bilder, ich Texte und lache das Lachen der Thrakerin.

Nuttenrepublik

by A.D.S.P.

“Nuttenrepublik” behandelt die ironische Auf- und Bearbeitung meiner Erfahrungen im sogenannten Rotlicht-und Escort-Gewerbe, gespickt mit autobiographischen Notizen, gegossen in satirischen An- und Zumutungen, politischen Statements als einmischende Bürgerin und kritische Zeitgenossin. Meine selbstironisch überzeichneten Alter Egos Ariane de Saint Phallus (frei übersetzt: Schwanzanbeterin) und meine sonstigen Blogger-Identitäten – Zirkuspferd, Equilibrist, Goldschwanz – lassen anklingen, daß ich meine Existenzweise als einen Tanz auf dem Seil betrachte und mit einer Clownsmaske die Welt reflektiere.

Der Text ist strukturiert in Interviews über ein Frauen- und Hurenleben, im Rückgriff auf Biographisches aus Kindheit und Jugend, als Intellektuelle in und ausserhalb des Hochschulbetriebs, Partnerin & Freundin, als sexuelle Dienstleisterin und politische Sexwork-Aktivistin.

Im Prinzip eine tragikomische Existenz die Ariane, eine mit sich ringende und sich selbst befreiende LULU, die Entertainment auf allen Ebenen bietet, die neben GFE (Girlfrienderfahrung) und PSE (Pornsexerfahrung) sogar eine MBE (mindblowing experience) im Bauchladen bereit hält, ein ganzheitliches Verständnis von Sex & Erotik präsentiert, die also Geist, Persönlichkeit und Witz, Charme und Anmut, und nicht nur Zeit und Körper verkauft. Weshalb sie sich denn auch nicht wundern muss, warum sie kaum einer mehr buchen will. Ein Herr in einem P6-Forum schrieb dort einmal: “Wer will schon eine Nutte buchen, die intelligenter ist als man selbst?”

Die “Nuttenrepublik” enthält nur wenig Fiktives, viel “Wahres” und sogenanntes “Authentisches”, das so erstaunlich wie unglaublich ist, dass es als “fiktiv” nur so erscheint. Die Zeit- und Erfahrungsebenen wechseln in der Erzählform des Interviews, im Rückgriff auf persönliche Erinnerungen und als Kommentatorin gegenwartsbezogener tagespolitischer Ereignisse, familiärer Zustände und politischer Zeitläufte: Regenbogenfamilien à la Brangelina & Madonna finden ihre Verachtung, eine westlicheTradition, die mit Mia Farrow & Woody Allen ihren prominenten und verhängnisvollen Ausgang nahm; die Frage, warum Erziehungsratgeber in deutschen Bestseller-Listen ganz oben stehen, wird unter dem Stichwort “Demütigungskultur” abgehandelt; für einen “Change” und Obama betrieb sie auf Internetplattformen virtuellen Wahlkampf und pilgerte im Sonntagsstaat und eigens zu diesem Anlass gekauften Fiona Bennett Hütchen zur Goldelse, um ihm seine Aufwartung zu machen, begleitet von einem schweren Beischlafutensilienköfferchen, das, ausser Kondome, auch schwere Ketten und Handschellen von einem zuvor absolvierten Kundentermin beinhaltete. Später erfuhr sie von einem Klienten, der für die GSG 9 an diesem Tag Personenschutz für Obama leistete, wie dieser sich auf dem für ihn reservierten Pixi-Klo einschloss, um sich eine halbe Stunde lang auf seine Berliner Rede vorbereiten zu können, was zu einer gewissen Unruhe unter den Sicherheitsbeamten führte und die Frage aufwarf, ob man anklopfen soll; das Thema Ficken & Wirtschaftskrise wird abgehandelt genauso wie fundamentalistischer Terror in Europa: am 7. Juli 2005, auf dem Weg von einem Bewerbungsgespräch in Bournemouth zu einer Sexparty in London, detonierten morgens um 9 Uhr die Bomben in der Londoner U-Bahn und sie erzählt, wie sie dieses Erlebnis verarbeitete, frei nach dem Motto, daß selbst die schmerzlichsten Ereignisse noch eine Anekdote wert sind; als freischaffender Hofnarr und ernsthafte Sexwork-Aktivistin hat sie die Muschi-Partei gegründet und politische Forderungen zum Inhalt ihres Stand-Up-Programms gemacht. Die Motivation der Tätigkeit als Callgirl entspricht der Motivation zur Arbeit an der “Nuttenrepublik”: ich bin nebenberuflich Arschleckerin, weil ich hauptberuflich dazu ungeeignet bin; dies war auslösendes und trotziges Moment meines Einstiegs in die Sex-Industrie.

Die “Nuttenrepublik” resultiert also aus einem politischen Bewußtsein und Engagement als Feministin und Sexwork-Aktivistin, die ich mit zunehmender Erfahrung wurde, als Tochter, Studentin, Hochschulmitarbeiterin und Rotlicht-Motte; selbst-ironisch, ironisch, kritisch, humorvoll, sarkastisch, niemals zynisch, vermag ich es nur auf diesem Weg, mit der allumfassenden Heuchelei und gesellschaftlichen Doppelmoral umzugehen, die m.E. die “Vernuttung” der Gesellschaft insgesamt kennzeichnet. Diese reproduziert sich gleichfalls in der skandalisierenden, medialen Berichterstattung über das “Gewerbe” im Ringen um Quote und Auflagenzahl; man bedient sich wie selbstverständlich des moralingeschwängerten Zeigefingers, während die Anzeigenabteilungen der gleichen Verlagshäuser am Gewerbe gut mitverdienen; wahlweise ist eine idealisierende Berichterstattung über alle Kanäle hinweg zu beobachten, die man als “Einstiegshilfe” in guter Pretty-Woman-Manier begreifen kann. “Schwarz und Weiss sind nicht meine Farben”, wie es eine reflektierte Ex-Kollegin mal so schön sagte, weshalb meine “Nuttenrepublik” sich zum Ziel gesetzt hat, die Grauzonen auszuleuchten, um ein realistischeres Bild von der Welt des Paysex zu zeichnen.

Die “Nuttenrepublik” ist auch der umgekehrte Fingerzeig auf verlogenes Naserümpfen: eine Hure, die einem Ethos verpflichtet ist …. empathische und emphatische Tinte aus den Fingern einer Frau/Tochter/Schwester/Tante/Hure/Callgirl/Escort/Sexarbeiterin, Angehörige des Prekariats im wahrhaftigsten Sinne, die umgekehrt ansetzt: “die Nutten, das sind die anderen …” Jenseits redundanter und zumeist trostloser Selbst-Offenbarungen über ein Leben im Rotlicht, über sog. Freier und andere Menschen, die Abrechnungen mit dem sog. Gewerbe üblicherweise auflisten und mich in ihrer Radikalität an trockengelegte Nicht-Raucher erinnern, hülle ich mich, was Konkretionen des Flüssigkeitsaustausches anbelangt, hier in Schweigen und lasse maximal die eine oder andere Anekdote einfliessen; warum etwas so oder so längst Geschriebenes wiederholen, dass alleine die voyeuristische Gier befriedigt und Auflagenzahlen steigen läßt? Eher wird zu zeigen sein, warum meine persönlichen Kontakte mit Kunden mein Männerbild stark korrigiert haben, und zwar nach oben. Thumbs Up! Provokativ gefragt: sind sog. Freier nicht vielleicht sogar die besseren Männer?! Ich treffe in meinen Begegnungen mehrheitlich “Menschen”, die respektvoll mit mir umgehen, auf meine Bedürfnisse Rücksicht nahmen, anstatt mich zu unterlaufen oder sexuell auszubeuten. Das kann ich über meine privaten Begegnungen nicht unbedingt behaupten und die Zahl ist, statistisch betrachtet, etwa gleich hoch, da selbst ich nicht zu den Vielfickerinnen zähle, auch wenn mich interessierte Kreise schon ewiglich dazu machen wollen: ob die eigene Familie, die den Selbstbehauptungswillen der Tochter und Schwester auszuhebeln sucht oder manchen potentiellen Kunden, den man abgewimmeln musste und im nachhinein anonym und virtuell abrechnet. Ist Ihnen aufgefallen, daß die neurotisch-narzißtische Persönlichkeitsstörung offenbar eine Volksstörung ist, so übergreifend, daß sie nicht als Abweichung wahrgenommen, sondern als Normalzustand unerkannt, aber anerkanntermassen toleriert wird?!

Ich ziehe also der Nation die Hosen aus, lasse die Hüllen der Saubermänner und -frauen und damit die Masken der Heuchler, Seelenficker, Psycho-Terroristen fallen. Jenen also, die uns nur allzu gerne als “Randgruppe” abstempeln und uns, munitioniert mit sozialwissenschaftlichen, medizinhistorischen Abweichungstheorien, alltäglich traktieren, dabei doch nur den irrationalen Gesamtzustand einer Mehrheitsgesellschaft zum Normalzustand verklären. Ich schreibe aus der Mitte für die Mitte der Gesellschaft: im Grunde ist alles seitenverkehrt, man muss nur genau hinschauen.

Nicht alles so eng sehen. Es sei denn, durch die Lupe der Meisterin … *muuaaah*

remember “the fragility of goodness
read Martha Nussbaum, the professor of parody

respect the gap.
Respektiere den Abstand.

Eine Hure ist ein Mensch ist ein Mensch …

sexwork is art,
artwork is just a gobelin you can buy

Gobelins by Margret Eicher

don’t feel any guilt, shame & mistrust “good” girls are around you ….

Achte auf die Fesseln, schöne Frauen tragen keine Stampfer.

Escort & Vertrauen: die Muschi bibbert und der Zipfel erzittert.

    Sardax

Don’t mix up Fashion-Victims with luxury goods. There is not truthfulness in power-shopping!
dolls handmade by my friend bellatrice

Eine Dame spricht nicht mit vollem Mund.

Ich erwähnte kürzlich Eric Stanton und wurde durch einen charmanten Herrn auf Sardax aufmerksam, den ich bis dato nicht kannte. Wie konnte ich ihn nur übersehen?! Ich liebe doch frivole Comics.

Mehr dazu in Kürze….


The Brothel by Vincent Van Gogh

Negotiations in Pattaya, Thailand, by Laura Augustin

“A SPECIAL new year’s eve BLESSING TO all the WHORES OF THE WORLD. Stay safe, livelong and prosper. I will always have a special place in my heart and soul for you, and stand behind, and with you. I love you. And hey,there’s a little whore in all of us… in a good way. So this goes out to everyone real……ly! Have a sensual, sexy, exciting, satisfying, purposeful, new year.” Dr. Annie Sprinkle, California U.S.A. meiner Facebook-Freundin schliesse ich mich an …

MH-WennIchMirWas.mp3

Mein “erstes” Mal fand in einem Bordell statt. H/H & Escort kam etwas später. Ich muß gestehen, daß ich Huren – soweit sie sichtbar waren – schon immer reizvoll fand, seit meiner Jugend, wenn ich sie vor einschlägigen Häusern hab stehen sehen oder an der Strasse. Ich fand sie sexy und irgendwie stark, das Outfit gefiel mir ausgesprochen gut, die Lackstiefel, die Pelzjäckchen, die Provokation “Sex gegen Geld”. Selbst im tiefsten Winter haben sie eine gute Figur gemacht und sich nicht anmerken lassen, daß es eisekalt ist; auch hab ich sie für ihr Vertrauen bewundert, in fremde Autos zu steigen und einem völlig Fremden gegen Geld den Schwanz zu lutschen … Das war mein Bild vom Rotlicht, als triebhafte Aussenstehende. Die erste Hure, die ich persönlich kennenlernte, war die Schwester eines langjährigen Ex-Freundes, die seit 30 Jahren ganz alleine an einer bestimmten Strasse im Ruhrgebiet anschaffte. Sie war damals schon 45, sah extrem gut aus und eine sehr liebenswerte und warmherzige Frau. Sie hat nie über ihren Job geredet, nur mein Freund, der sich Sorgen machte, nicht nur, weil die Strasse keinen Schutz bietet, sondern auch, weil sie ihr Geld immer verjubelte und nichts fürs Alter zurückgelegt hatte. Langjährige Kunden durften sie in ihrer Privatwohnung besuchen, die Kunden alterten mit ihr. Mein Freund ging erfolgreich einem sog. bürgerlichen Job nach und hatte mit dem sog. Milieu ansonsten nichts zu tun.

Mich persönlich hat das Rotlicht immer gereizt, weil ich es viel interessanter fand als die akademische Welt, in der ich kopfgesteuert “funktionieren” mußte und langjährig lebte. Wahrscheinlich genau deshalb. Ich hatte mich schon seit dem 18. Lebensjahr in der BDSM Szene umgeschaut, da ich Spielereien, die einen gewissen Kontrollverlust versprechen, durchaus reizvoll fand und entsprechend alle Literatur wie die Geschichte der O. etc. verinnerlicht und bei meiner ersten Paris-Reise die bizarren Comics von Eric Stanton an den antiquarischen Ständen an der Seine entdeckt und verschlungen. Von meinen merkwürdigen Phantasien motiviert, bewarb ich mich auf eine Stellenanzeige einer Domina in Düsseldorf, die Gräfin, das Studio gibt es heute noch. Ich war 19 Jahre alt, als ich mich bei ihr vorstellte und um eine Ausbildung zur Domina bat. Sie hatte gerade einen Gast in einem ihrer Studios und bat mich einzutreten, um mir das Szenario persönlich anzuschauen, ein eigenartiger Geruch umfing mich, nach Leder, nach Schweiss … Ein Geruch, den ich als Duft empfand und mich kirre machte. Ein Mann lag auf einer Streckbank, gefesselt, eine Ledermaske über sein Gesicht, sein Schwanz erigiert in einem kleinen Leder-Harness gefangen. Die Gräfin mit ihren grossen Brüsten, die ich durch ihre enganliegende weisse Bluse erspähen durfte, ihre schwarzen Lederstiefel und ihre Reiterhose waren das Aufregendste, was ich an einer Frau jemals life sehen durfte. Leider kam ich aufgrund meinen jungen Alters für sie nicht als anzulernende Domina in Betracht, sie forderte mich auf, als Zofe zu arbeiten bzw. zu dienen und mich “hochzuarbeiten”. Als Zofe, fragte ich? Was ist das? Sie machte mir klar, daß ich dann zur Verfügung stehen muß, mich ficken lassen muß und ggf. auch fesseln uvm. Da hab ich Angst bekommen und bin geflüchtet und hab mir in der Schicki-Micki-Bar an der nächsten Ecke erstmal auf den Schreck ein Glas Wein getrunken und bin dann mit bangem Gefühl nach Hause gegangen. Es hatte etwas von einer Mutprobe.

Jahre später, inzwischen hatte ich mein Studium abgeschlossen und hatte einen gut bezahlten Job an einer Uni ausserhalb Berlins gefunden, der nur drei Tage Anwesenheit erforderte, startete ich einen erneuten Versuch und fand ein Studio, wo ich ausgebildet wurde und an einem Tag in der Woche arbeitete. Ich fand heraus, daß ich keine sadistischen Ambitionen hegte, sondern eher der einfühlsame Typ war und gerne auch berührbar, es gibt verschiedene Frauen-Typen in dieser bizarren Welt; ich habe gerne Männer als Pferdchen gesattelt, sie gefesselt, mich lecken lassen uvm. Leider waren die meisten Kunden nicht so phantasievoll wie ich und wollten eher irgendwelche Behandlungen nach Schema F, nach einem Drehbuch, auch Schläge. Das gefiel mir alles nicht, die Erotik kam für mich zu kurz, weshalb ich dann schnell den Domina-Job dran gab und gewisse Spiele ausschliesslich in meinem Privatleben realisierte.

Einige Zeit später war mein befristeter Vertrag ausgelaufen und ich finanzierte mich kärglich über ein Stipendium. Ich hatte kaum Geld, lohnenswerte Fachliteratur zu kaufen, auch die hiesigen Bibliotheken boten bestimmte aktuelle, vor allen Dingen englischsprachige Forschungsliteratur nicht an, weil sie finanziell zu knapp ausgestattet waren und noch sind. Von meiner letzten längeren USA Reise kam ich mit 4 Koffern voller Bücher zurück, die Gebühren für das Übergepäck ein teurer Spass, und ich war endgültig pleite und alle Ersparnisse aufgebraucht. Mußte noch einige Designermöbel aus Besser-Verdienst-Zeiten verkaufen, um wieder flüssig zu werden, hatte kaum oder gar kein Reisegeld für Kongresse, Tagungen, es war alles sehr knapp. Das Stipendium hatte zwar ein hohes Renomée, aber war doch recht wenig, auch wenn ich sehr sparsam lebte. Da erzählte mir eine Freundin, die als Schauspielerin zwischendurch ohne Engagement war und sich was nebenbei verdienen mußte, von ihrem “Nebenjob”. In einem Wohnungsbordell, zwei Tage in der Woche in Berlin. Ich war schockiert und fasziniert zugleich und dachte nur, das ist das einzige Gebiet, welches ich als Frau noch nicht betreten habe, also rein in die Tabu-Zone, und bin so mit einer gewissen Neugier und auch Angst in das “Vorstellungsgespräch” gegangen, das gleiche Herzflattern, das ich ja schon einmal bei der “Gräfin” viele Jahre zuvor erlebt hatte. Es war ein kleiner Wohnungspuff und bestand aus drei Zimmern und einem Aufenthaltsraum, wo man mir einen Kaffee anbot. Der Laden wurde von zwei Frauen geführt, die vorher selber angeschafft hatten, eine davon eine Lesbe (wie ich später erfuhr, die privat ihr Leben lang mit Frauen verkehrte, und als Hure mit Männern), mit der ich mich lang und recht nett unterhielt. Sie war gebildet, ebenfalls studiert, sehr selbstbewußt und dadurch attraktiv, war recht klein gewachsen, ca. 1.60m, trug kurze dunkle Haare, eine Blue-Jeans und ein knackig-enges Fein-Ripp-Unterhemd über ihre schönen Naturbrüste, auf die ich immer starren mußte. Ich hab dann bei mehreren Tassen Kaffee und im Gespräch mit ihr meinen Aufenthalt hinausgezögert und dort rumgelungert, immer darauf geachtet, daß die Frauen ja wieder heile aus den Zimmern zurück kamen. Tatsächlich, sie kamen zurück, lachten, steckten sich ein neues Kondom in ihren Slip und marschierten in die nächste Vorstellungsrunde. Sowas wollte ich auch … ich dachte nur, was ist, wenn mich keiner will? Ich, zu dürr und kleinbusig, vielleicht nicht hübsch genug, nicht jung oder nicht cool genug? Ich rutschte unruhig auf meinem Sessel herum und die Puffmutter knallte mir den entscheidenden Satz vor den Kopf: “Trau dich, stell dich einfach vor, dir wird nicht der Kopf abgerissen. Die Konditionen habe ich dir ja erklärt.” Ich stammelte, daß ich doch keine hübschen Dessous und Stöckelschuhe dabei hätte wie die anderen Frauen und mich doch nicht in Jeans und T-Shirt vorstellen kann. Doch, doch, meinte sie, probiere es einfach aus, dann weißt du, ob es ein Job für dich sein kann.

Bei der nächsten Vorstellungsrunde war ich dabei, steckte den Kopf durch die Tür und ein Mann saß lässig in einem Sessel und nahm die Parade ab (wie man das nennt, erfuhr ich erst später) und er wollte sofort mich, auch in Jeans. Er sah sofort, daß ich eine “Anfängerin” bin. Dass die meisten Männer darauf abfahren, erfuhr ich erst später und verstand auch warum. Ok, ich bin dann also mit dem Kondom in der Hosentasche rein und er meinte nur, daß ich mir keine Sorgen machen solle, er sei ein ganz Lieber, es hätte sich noch keine Frau beschwert. Kurz und gut, es war eine halbe Stunde vereinbart und die Puffmutter achtete genau auf die Zeit, sonst klopfe sie an der Tür. Ich zog mich langsam aus und war doch recht schüchtern dabei, der Kunde öffnete seine Hose und zog seinen erigierten Schwanz heraus. Dann bat er mich, vor ihm zu knien und seinen Schwanz zu lutschen und ich setzte flugs das Kondom darauf, wobei das Gummi in meiner Kehle kitzelte und ganz furchtbar schmeckte, ich liess mir nichts anmerken. Nach einer Weile zog er mich zu sich und ich setzte mich auf seinen Schwanz. Das Gleitmittel, was in jedem Zimmer herumstand, brauchte ich nicht, ich war auch so nass geworden, tropfnass und er fickte mich mit tiefen Stössen. Ich fühlte mich benutzt und wurde dadurch richtig geil, das war es, was mir in meinem kopflastigen Frauenleben noch gefehlt hatte. Anschliessend unterhielten wir uns noch eine Weile bis es an der Tür klopfte, und er meinte, ich würde meinen Weg schon machen, er käme bald wieder, ich soll mal bei dieser Adresse bleiben. Tja und da blieb ich einige Monate und war happy, ein bis zwei Tage die Woche, manchmal auch bis spät in die Nacht, was ich aber schnell aufgab, weil so viele krude unangenehme Typen dabei waren, auch waren die Abgaben zu hoch und ich mußte 50% meiner Einnahmen ans Haus abgeben, das war nichts für mich und ich suchte mir dann eine Adresse mit besseren Konditionen, wo ich allerdings zuviel Zeit totschlagen mußte und nur mit Lesen verbrachte. Lebenszeit, die Optimierung von Zeit, das war für mich auslösendes Element, mich für Escort zu interessieren, da ich hier vergleichsweise wenig Männer treffen konnte und mit einem einzigen Termin das Gleiche verdienen wie im Puff in einer Woche (also an 2 Arbeitstagen), auch wenn es keine Garantien gibt, daß man auch nur einen einzigen Termin hat. Wer auf Sicherheiten abfährt, ist im Bordell sicher besser aufgehoben.

Ich fand den Einstieg über den Puff super, hab tolle und liebe Frauen kennengelernt, bessere Menschen als in meinem gesamten bürgerlichen und akademischen Umfeld, und selbst dort gelegentlich guten Sex gehabt, sehr nette Männer getroffen, aber auch einige unangenehme Typen, die mir den Job schwermachten, meist, indem sie sich in mich verliebten und unangenehm wurden, insbesondere, wenn ich sie bat, mich nicht mehr zu kontaktieren bzw. aufzusuchen. Später fand ich heraus, daß das im Escort-Gewerbe ganz ähnlich ist und man nur durch Erfahrung lernen kann und im Vorfeld sorgfältig auswählen muß, um die richtigen Männer zu treffen. So bin ich dabei geblieben – mal mit längeren, mal kürzeren Pausen – und meine wenigen Gäste, die ich gelegentlich treffe, ermöglichen mir, das Frauenleben zu führen, von dem ich immer träumte. Jenseits einer klassisch-bürgerlichen Karriere Ideen, Projekte zu realisieren, die mich glücklich machen; davon abgesehen, daß die Dates zumeist sehr schön, zumindest aufregend sind und beide Seiten zufrieden von dannen ziehen. Ich könnte mir nichts Besseres vorstellen. Auch haben mich manche Gäste durch schwierige Zeiten in diesem Jahr begleitet, auch wenn sie nichts davon wußten, so waren sie eine echte Bereicherung für mein Leben und mir ging es aufgrund unseres Zusammenseins gleich viel besser. Ein Date wirkt an manchen Tagen wie Medizin. Durch ihre und auch durch meine Ansprache wurden manches Mal die Batterien auf beiden Seiten aufgeladen. Zwischenzeitlich sind einige dunkle Wolken verflogen und ich bin froh, ein neues Jahr einläuten zu können, wo ich unbeschwert mit noch mehr Freude in ein Treffen gehen kann. Ich wünsche euch bei eurem besonderen Hobby und allen Dates, die da kommen mögen, eine gute Wahl, ein gutes Händchen und viele schöne, aufregende und erotische Erfahrungen!

Mein Flug aus Frankfurt hatte zwei Stunden Verspätung, wie mein Blick auf die IWC vermuten liess. Ich schaute mich am Ankunftsterminal suchend um, doch keine grossgewachsene Blondine weit und breit. So ein Mist, wieso hatte ich auch mein Handy in Hongkong vergessen?! In letzter Zeit werde ich immer vergesslicher. Mein Arzt hatte mich gewarnt, ich solle mal eine Pause mit den blauen Pillen einlegen, die Nebenwirkungen seien extrem schädlich. Wahrscheinlich liegt es daran. Gut aber aufs Saufen kann ich nicht verzichten, hab meinen Flachmann aus feinstem Sterlingsilber immer dabei, besonders um mich während des Fluges ruhig zu halten. Immer diese Flugangst. Auch muss ich mir die Stadt schön saufen, die ich gerade angeflogen habe. Ich bekomme jedes Mal das Kotzen, wenn ich Berlin bereise. Soviele schlecht gekleidete Frauen und Proleten mit Dosenbier habe ich in so hochkonzentrierter Weise in keiner mir bekannten europäischen Stadt zur Kenntnis nehmen dürfen. Auch die Taxifahrer sind furchtbar. Aus diesem Grund also und wenn mich ein Geschäftstermin in die Arm-aber-Sexy-Metropole treibt, lasse ich mich immer von Ariane begleiten. Sie ist schön, klug, niemals langweilig und zumeist gut aufgelegt, kein Wunder, ich lasse mir die Begegnungen ja auch was kosten. Sie holt mich immer in ihrem Coupé ab und kutschiert mich zu meinen Terminen, zwischendurch halten wir in irgendwelchen Parkbuchten, damit sie mir schön einen blasen kann. Wo ist dieses verdammte Miststück bloss?! …
Eine generelle Nervosität kann ich nie abstellen, wenn ich ihr begegne. Sie wirkt wie eine Außerirdische, die auf dem falschen Planeten gelandet ist. Oder wie Marvin der Roboter. Während ich nervös an meiner Krawatte herumnestel betrachte ich mein Spiegelbild in der Glastür neben mir; irgend etwas fremdes, ein fahles Gesicht schaut mich da an. Obwohl ich es mir regelmässig bei meiner Kosmetikerin, die gleichzeitig meine Stammfriseuse ist gutgehen lasse. Selbst Botox hab ich mir in die Arschbacken spritzen lassen. Vielleicht liegt es auch an dem trüben grauen Himmel hinter dem Glas, der alles verwelken lässt. Heute morgen war ich noch so stolz auf mich und fühlte mich wie der junge Frühling, hatte noch ein paar Leerkäufe im Transit getätigt und dem Goldpreis beim Wachsen zugeschaut. Ach sollen doch alle abschmieren, ich hab meine Schäfchen im Trockenen und kann mir noch die interessantesten Frauen leisten.
Aus meinem Gedankengang aufgeschreckt höre ich das Klackern von Absätzen. Eine schlanke Blondine kommt schnell auf mich zu, ein kerzengerader Gang, meeeiiine Ariane. Mit vorwurfsvollem Blick schaut sie mich an und mustert mich, setzt ihr spitzbübisches Lächeln auf. Sie sieht einfach umwerfend in ihrem Azzedine Alaia Mantel aus, den ich ihr bei meinem letzten Besuch vor Weihnachten gekauft habe. Eine schöne Frau sollte immer in feinen Stoffen gewandet sein und nicht wie eine Strickliesel angezogen, wie die meisten anderen Frauen ihres Alters. Ihr Goldzahn funkelt mich an und sie lacht laut auf, wahrscheinlich weil ich sie wie ein alter Lustgreis taxiere. “Ich freue mich, dich zu sehen, ich hatte mir schon Sorgen gemacht, auch konnte ich dich nicht erreichen. Dein Handy war wohl ausgeschaltet?” Sie lacht. Gott sei Dank ist sie mir nicht gram, daß sie solange warten mußte. “Ja Süße, ich bin erledigt, hab noch zwei Termine und bin dann ganz für dich da. Hab während des Fluges 2 Liter Kaffee getrunken, der Jet Lag haut mich jedesmal um. War doch in Hongkong und über Frankfurt nach Berlin.”

Berlin sieht immer so trüb wie eine schlechtgelaunte Nutte aus, die nix verdient hat, denke ich. Längst haben wir das Gepäck im Kofferraum ihres schneeweissen 280er SL verstaut. “Kätzken, wo mußt du hin?” fragt sie, als wir die Autobahn erreichen. “Ich muss noch zum Savignyplatz ein paar Unterlagen bei einem Kollegen abholen, anschließend mein Gepäck im Savoy abstellen.” “Oh schön, das Savoy, dann können wir uns ja heute abend aus der Paris-Bar ein paar Kleinigkeiten rüberbringen lassen?! Du hast doch sicher keine Lust, unter Menschen zu gehen, wie ich dich kenne.” Recht hat sie, sie kennt mich schon ganz gut. Normalerweise hält es keine Frau lang an meiner Seite aus. Ich bin ein kauziger Knurrhahn, war ich immer schon, Menschen langweilen mich zumeist, Mittelmass langweilt mich.” “Hast du schon den Fickbericht über mich gelesen, den ein Archie heute morgen über mich bei MC reingestellt hat?” “Ja klar, ich hab ihn noch in der Lounge in Frankfurt gelesen, um mir die Zeit zu vertreiben. Sag mal, ist der noch ganz dicht? Der macht mir ja Konkurrenz mit seiner Lobeshymne, obwohl – ich schreibe ja nie. Und wie kann man nur Archie heissen – oder sich so nennen?! Hast du ihn so genannt?” Ariane lacht “Ja, Archie hier, Archie dort, mein allerliebster Archie. Wieso? Bist du etwa eifersüchtig? Ich mag den Namen und den Kerl. Er hechelt immer so schön beim Ficken und kratzt die Rauhfaser von der Wand, wenn er mich doggy nimmt.” Sie und ihr Humor …”Nein” entrüste ich mich, ich bin kein Kasper und hab auch nicht vor es zu werden, aber der Bericht von Archie hörte sich fast so an. Was ist das für ein Typ? Sein Beitrag klang extrem schräg, also wie er schreibt, das fand ich schon aussergewöhnlich. “Er heisst eigentlich Archibald, aber alle nennen ihn Archie, also sein Nick ist sogar echt. Kann ich auch verstehen, Archie klingt einfach besser als Archibald, er ist sehr witzig und bringt mich meist zum Lachen. Insofern passt der Name schon. Ich finde das aber etwas indiskret, wenn ich dir jetzt alles erzähle, schliesslich würde das gegen das sogenannte Date-Geheimnis verstossen.” “Ach du Spinnerin …” flachse ich, “du mit deinem Date-Geheimnis, komm rück’s raus, bin einfach neugierig. Keine fickt so gut wie du und keine kann so tolle Fickgeschichten erzählen.” “Moment …” sagt sie und gibt Gas, wir sind schon gleich am Ziel, mein Magen knurrt, ich muss erst noch was essen, bevor ich mir den Schwanz lutschen lasse, dann bin ich entspannter. “Wartest du bitte einen Moment? Es dauert nur 5 Minuten, ich springe kurz hoch, hole die Verträge … ” …. ich zögere “lass uns direkt was essen gehen, hast du Hunger?”

to be continued …

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Der Termin zog sich länger hin als vorgesehen und ich hatte zum zweiten Mal an diesem Tag ein schlechtes Gewissen, dass ich sie warten liess.
Entweder stand sie noch im Halteverbot oder parkte in der zweiten Reihe und machte es sich selbst. Ich kannte sie wirklich gut, dachte ich. Manchmal war sie nicht aus der Ruhe zu bringen.
Als ich dann endlich das Haus verliess, sah ich sie von hinten, wie sie wild fuchtelnd den herbei fahrenden Abschleppwagen besänftigte. Eine Politesse lag schon k.o. geschlagen auf dem Gehweg. Jetzt hiess es nur schnell weg, ich pfiff dreimal – unser Erkennungszeichen – sie sprang in den Wagen, hielt kurz mit quietschenden Reifen an meiner Seite, ich sprang flink hinein und dann schnell ums Eck und ab in die nächste Tiefgarage.
Was für eine Aufregung. In meinem Alter ist der nächste Herzkasper schnell zur Stelle. Aber sie lachte nur und meinte, dass sie sowieso geklaute Nummernschilder benutzt und noch ein Sortiment hinten im Kofferraum für Notfälle läge. Als Strafe für meine Unzuverlässigkeit, bat sie mich, mir es im Wagen gemütlich zu machen und meinen zweiten Termin an diesem Nachmittag abzusagen. Er war eh nicht wichtig, es wäre eigentlich noch was mit meiner Exfrau zu klären gewesen, natürlich ging es mal wieder um das liebe Geld, sie wollte mehr Unterhalt, den ich ihr nur widerwillig, dafür freiwillig spendierte. Schliesslich waren wir nur ein Jahr verheiratet gewesen.
Ich rief sie kurz an und redete auf sie ein wie auf einen alten Gaul, dabei war sie erst 25, und dass ich derzeit blank bin, mein Bares nur mit Huren verjubel und ich wegen ihr nicht meine Immobilien und Bundesschatzbriefe verjuxe. Dabei beobachtete ich im Rückspiegel, wie Ariane sich von ihrem Rock und der weissen durchsichtigen Prada-Bluse befreite, in einen Blaumann und zwei Latexhandschuhe stieg, die ihr äußerst gut standen. Das Blau des Blaumanns ergänzte sich prima mit den blonden Haaren. Unter dem Overall trug sie feinstes Schiesser-Rippchen, wie ich sie noch von meinem Vater kannte, nur das seine immer grau waren, weil meine Mutter zu faul zum waschen war.
Scheisse,
denke ich,
Schiesser ist nun auch pleite. Die gehörten zu meinem Kundenkreis.
Ich weiss noch, dass ich damals ziemlich auf Droge war, Coka Cola natürlich, und in dieser Zeit jeden Beratervertrag eingesackt hatte, den ich kriegen konnte, bevor ich die Branche wechselte, auch die Übernahme hatte ich eingestielt. Kurz überlegte ich, ob mir da ein Missgeschick unterlaufen war, der Laden stand ja vor meinem Eingriff einwandfrei da, aber ich verwarf den Gedanken und konzentrierte mich auf das Blau.
Sie hatte auch immer das passende Handwerkszeug dabei, kein Wunder, sie war mit tüchtigen Handwerksburschen aufgewachsen, das hatte wohl abgefärbt; flink schraubte sie die Schilder ab und tauschte sie gegen das neue Paar aus. Dabei liess ich sie nicht aus dem Blick, es gab mehrere Rückspiegel, wie praktisch, und selbst im toten Winkel hatte ich Einsicht auf das Geschehen. Warum sie sich für diese Aktion den Blaumann überwarf, fragte ich sie durch das geöffnete Fenster. “Na wegen dem verdreckten Boden natürlich oder glaubste, ick würde mir meine edlen Nylons ruinieren?!” Im Blaumann fing sie immer an zu berlinern, warum wusste ich nicht. “Hab gleich fertich ….” feixte sie …

Ich hatte mein Telefonat mittlerweile beendet mit dieser raffgierigen Zicke. Wieso ich sie geheiratet hatte, war mir bis heute ein Rätsel. Sie hatte es eh nur auf meine Kohle abgesehen und im Bett taugte sie auch nix. Ich war froh, als ich sie wieder los war. Wir hatten zwar einen Ehevertrag aufgesetzt, den sie natürlich nur unwillig unterschrieben hatte, aber das war mein Glück. Jetzt rief sie dafür regelmässig an und bettelte um Geld, das war mein Unglück. Ich schlug ihr gelegentlich vor, es doch endlich mal mit Arbeiten zu versuchen, vor allem sei sie nicht mehr die Jüngste und da wird der Markt denkbar eng. Aber was sollte sie schon mit ihrer Zeit anfangen, ausser Verkäuferinnen Rabatte abzuschwatzen und ihrer Friseuse auf den Driss zu gehen, indem sie ihr stundenlang eins vorheulte, was für ein Schuft ich doch sei. Ich war jedenfalls ein grosszügiger Mann und schickte ihr trotz alledem regelmässig einen Scheck. Picasso hat das mit all seinen Exfrauen und Freundinnen gemacht, bis ins hohe Alter schrieb er Schecks. Er wusste ja, nachdem er sie meist wegen einer neuen verliess, dass sie immer ihre besten Jahre an seiner Seite verbracht hatten und sie ab einem gewissen Alter kaum noch Chancen auf dem Markt hatten. Das war damals so und so ist es auch heute noch. Gott sei Dank gibt es heute auch Frauen, die nicht mehr so abhängig sind, die sind mir im Prinzip auch die Liebsten, wenn auch vorlaut, weshalb ich auch keine Lust habe, eine neue Beziehung einzugehen. Ist mir zu kompliziert mit diesen Damen, die es mir gleich tun wollen und sich davon eine wie auch immer geartete Unabhängigkeit versprechen.

Mittlerweile knurrte mein Magen lautstark, so laut, dass es in jeder Ecke der Tiefgarage zu hören war. Auch mein Fräulein war schon wieder umgezogen und sank in die weichen Lederpolster neben mir. Sie nahm meinen Knüppel, der schlaff aus meiner Hose schaute, fest in ihre kleine zarte Hand, das Gespräch mit meiner Ex hatte ihm natürlich den Rest gegeben, beugte sich über ihn und verschlang ihn komplett, das gesamte Fahrwerk stellte sich aufrecht inklusive meiner Nackenhaare. Mit meinen 18 cm kam sie prima zurecht. Der Groll auf meine Ex, mein Ekel auf diese abgefuckte Stadt und der hektische Schlussspurt am Savigny-Platz, alles fiel von mir ab und ich entspannte. Langsam, ganz langsam bewegte sie ihren Mund auf und ab und strich dabei gleichzeitig mit der Zunge am Schaft entlang. Also Blasen konnte sie, Hut ab, aber sonst hätte ich sie ja auch nicht gebucht, insbesondere nicht regelmässig. Quatschen mit ner Else an der Bar ist zwar ganz schön, aber dafür bezahlen? Nö, der Sinn hatte sich bislang für mich nicht erschlossen. Ich schob ihr meine grossen flachen Bulleneier gleich noch mit ins Maul, das hatte sie gerne und sie grunzte verzückt. “Komm Schätzchen verschluck dich doch …” flüsterte ich und schon war es auch schon geschehen und die erste Ladung am heutigen Tag schoss ihr tief in die Kehle. Sie schluckte brav, drehte mir ihr Gesicht zu und ihre Augen glänzten so schön. Sie lächelte befriedigt, ein Anblick, den ich bei Frauen besonders schätze. “Gleich bist du dran” vertröstete ich sie, sie hatte immerhin auch ihren Spass, wenn sie mal nicht zum Zuge kam, “aber zuerst bringen wir das Gepäck hoch und bestellen uns eine Kleinigkeit aufs Zimmer, damit ich zu Kräften komme. Von der Paris Bar will ich mir doch nichts kommen lassen, ich mag den versnobbten Laden nicht, die Qualität der Austern war beim letzten Mal extrem mies und der Typ vom Barpersonal, der sich dazu herablassen konnte, die Strasse zu überqueren, war unhöflich und arrogant, wie das Personal in Berlin eben im Normalfall ist, da nützt auch kein grosszügiges Trinkgeld. Denen mein sauer verdientes Geld in den Rachen zu werfen, nee danke …” ereiferte ich mich. “Ok, dann also los …” rief sie und schon sprang mein Wildpferd, griff nach dem Gepäck im Kofferraum, wuchtete es auf ihre Schultern und ich musste zusehen, dass ich hinterher kam, ein alter Mann ist ja schliesslich kein D-Zug, obwohl, ich überlegte, ich war ja erst 44 Jahre alt, aber gefühlte 69.

… to be continued

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Ich freue mich, euch meine Freundin Roxie aka Roxanna vorstellen zu dürfen. Sie ist Russin, 30 Jahre jung, Pianistin, sie lebt seit einigen Jahren in Berlin. Bei einem Hotelbesuch in Berlin leistet sie mir von nun an gelegentlich Gesellschaft.  Ich kenne sie seit 2 Jahren und sie werkelt ansonsten nicht professionell. Ich lernte sie kennen, weil ihr Freund Gast bei einer meiner Gentlemen-Parties war, die ich damals veranstaltete. Die beiden waren regelmässig Gast bei Swinger-Parties und er erzählte ihr von mir und dass ich im Bett wohl ähnlich zügellos sei wie sie. Sie wurde neugierig und rief mich einfach an, um zu fragen, ob sie einmal dabei sein könne. Ich riet ihr damals, doch erstmal als Gast vorbei zu schauen, allerdings als keusche Beobachterin, damit sie einen Eindruck bekomme, wie so eine Party abläuft. Vielleicht bekäme sie ja Angst, wenn mehrere Herren sie nacheinander oder gleichzeitig durchnehmen würden. Auf meine Gäste konnte ich mich immer verlassen; kultivierte Herren zumeist in Massanzügen, die es gelegentlich mal gerne krachen liessen … Roxie machte grosse Augen, als sie sich das erste Mal das bunte Treiben anschaute. Offenbar wurde sie schon beim Zuschauen sehr geil, war aber auch etwas schüchtern, aber ich riet ihr, sich das Kino, die Ereignisse, was sich ihr also life bot, erst einmal Revue passieren zu lassen und es sich gut zu überlegen. Dann könne sie an einer meiner nächsten Parties gerne teilnehmen. Und so geschah es dann auch. Die Herren waren hellauf begeistert; nicht nur, weil mit ihr im Bett die Post abgeht, sie wird so “furchtbar” feucht … ich erinnere mich an eine Party (von insgesamt vier Parties, die sie bereicherte),  wo sie noch im Stehen von drei Herren gleichzeitig gestreichelt und befingert wurde und ihre wunderbare Vulva so nass, dass sich auf dem Boden unter ihr eine Pfütze bildete, kaum zu glauben … Ich veranstalte keine regelmässigen Parties mehr; ausnahmsweise hatte ich in der letzten Woche eine “tie and tease”-Party veranstaltet, auf Wunsch von mehreren Party-Gästen, also nach 1.5 Jahren und dazu Roxie eingeladen. Wen sonst … So kamen wir nach langer Zeit wieder zusammen.

Tie & Tease; also verbunden & ausgeliefert war das Motto und das habe ich sie auch … die Party begann mit einem Rollenspiel der besonderen Art, nicht nur, um zu Beginn das Eis zu brechen, auch um sie gefügig und die Herren heiss zu machen. So geschah es, daß ich, gekleidet in einem schneeweissen Netz-Catsuit mit roten Overknee-Lackstiefeln, meine Freundin zunächst einmal vorführte. Sie trug ein  schwarzes Negligé und ich befahl ihr, die Schuhe und alles Überflüssige abzustreifen. Dabei grinste sie frech … ich warnte sie, daß ich gleich andere Seiten aufziehen und ihr freches Grinsen schon vergehen würde; aber sie hörte nicht und plapperte noch irgend etwas vor sich hin, sodaß ich ihr leider den Mund knebeln musste. Ich bin ja auch gerne mal devot, insofern weiss ich, was auf einen zukommen kann. Da stand sie nun nackt wie Gott sie schuf, mit einem Knebel im Mund, der äußerst fest saß. Ihre Hände vertäute ich auf den Rücken. Sie schaute mich etwas erschreckt an. Mit einer Fussspitze sorgte ich dafür, daß sie ihre Beine schön spreizte. Zunächst konnten die Herren die hübsche Rückansicht besichtigen, ihre blonden langen Haare fielen ihr bis auf den Po; dann drehte ich sie langsam um und ihre grossen Brüste standen da … wie gemalt … die Beine waren weiterhin gespreizt, ich zog einen Handschuh über und zog ihre Schamlippen auseinander, ihre Vulva sieht äußerst obzön aus, meine dagegen eher mädchenhaft-diskret versteckt … mit meinen latexierten Fingern öffnete ich ihre Möse, so, dass sie alle gut sehen konnten. Ich fuhr dabei mit der Zunge über ihre schönen wohlgeformten Nippel; ihr heller Teint schimmert wie Porzellan, sowas macht mich an … ich bat einen Gast doch mal nach vorne zu kommen, um ihre Brüste abzugreifen und den anderen Herren zu berichten, ob sie sich auch gut anfühlen. Er bejahte dies.

Ich legte ihr eine leichte Bondage an und  zwang sie dann zum Sitzen auf einen Stuhl; den Knebel nahm ich ihr aus dem Mund, nun grinste sie nicht mehr frech, sondern war brav und artig. Ich forderte die ersten Herren auf, zu uns rüber zu kommen und ihr nacheinander doch mal kurz den Schwanz in den Mund zu stecken und mir zu berichten, ob sie es denn auch gut mache. Schliesslich hatte ich sie ja angelernt. Sie bestätigten dies nach kurzer Zeit mit sichtbaren Ergebnis. Natürlich durften sie nicht spritzen, sondern sich zunächst mal einen Vorgeschmack auf mehr abholen. So kam es, daß dann alle Herren mit einem schönen harten Ständer dastanden, ich Roxie von ihren Fesseln erlöste und ins Schlafzimmer führte, wo sie sich auf das Bett legen musste.  Dies war das Startsignal zu einer hemmungslosen Orgie … ohne weiter ins Detail zu gehen … die 7 Herren verbrauchten innerhalb von 3 Stunden 30 Kondome, was für eine gewisse Standfestigkeit der Berliner spricht. Ich verlustierte mich selbstverständlich mit dem einen und anderen Geniesser, die insbesondere wegen meiner BJ-und Deep Throat Künste gekommen waren. Ich hatte den Eindruck, es war für alle Beteiligten ein sehr entspannender Abend. Selbstverständlich muss ich noch hinzufügen, daß Roxi und ich zu fortgeschrittener Stunde noch einen mir bereits bekannten Herrn in meiner Hotel-Suite empfingen, der schon bei unserem Anblick einen Ständer bekam. Wir machten es uns auf dem Ledersofa bequem und er genoss sichtlich die Fürsorge zweier Damen. Er ist von Natur aus eher zurückhaltend und mir war es regelrecht peinlich, als Roxie ihn dann später im Bett überfiel und sich über seinen wunderschönen Schwanz hermachte. Weitere Details möchte ich aus Diskretionsgründen verschweigen. Roxie und ich waren – so schien es – regelrecht ausgehungert; so ist das offenbar mit Schwanzkünstlerinnen, die sich nur gelegentlich hemmungslos verlustieren. So haben wir uns dann gegen Mitternacht voneinander getrennt, nicht ohne noch unsere privaten Gefährten aufzusuchen und …

Photos von meiner Freundin kann ich auf Wunsch diskret per Mail zusenden.

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Kennen Sie das? Den Wunsch, den Finger in eine feste, kleine und vor allem enge Mu einzutauchen, langsam darin zu rühren, zärtlich die leicht anschwellende  Klit zu streicheln, zu spüren, wie sich der zarte Unterleib unruhig hin und her bewegt, der versucht, den Berührungen zu entkommen, was allerdings unmöglich ist, da sie in seinem Arm liegt, der sie fest an sich drückt. Sie hält die Beine dabei fest verschlossen und liegt ausgestreckt da, bemüht, sich seiner Zudringlichkeiten zu erwehren. Doch es hilft nichts, ihre Muschi schwillt an, die Kleine wird klitschnass, rasch legt er sich auf sie und stößt in sie hinein. Er ist etwas sehr groß, ihre Muschi fängt ein wenig an zu brennen,  unaufhörlich ….

Fortsetzung folgt …

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Die Story ging ja kürzlich durch die Gazetten.  Da hat die Kleine aber den Mund ganz schön voll genommen, bei 75 “schon” schlapp machen. Selbst wenn sie die anvisierten 200 Männer geschafft hätte, der aktuelle Weltrekord liegt wohl bei 233 in 4 Stunden, ob da sog. Flaw Girls zum “hart machen” unterstützend zugegriffen haben, ist mir unbekannt. Beim abgebrochenen Versuch gab es sie jedenfalls nicht, das wäre ja eine gewisse Hilfe gewesen. Wäre auch sinnvoll, da es das Rekordziel nicht verfälscht. Wenn Männer in der Schlange stehen, das ist ja sowas von abtörnend, für alle Beteiligten; da muß man dem Kleinen erst Mut zusprechen, damit er gross wird, die persönliche Ansprache ist das A und O. Bei einem Gang Bang und Erotik-Parties verhält es sich doch ähnlich, gewisse Wartezeiten verlängern den Spaß nicht wirklich. Zu meinen Parties sind die Männer meist schon mit einem Ständer gekommen, weil ich sie zuvor bat, auf häuslichen Verkehr bzw. Autoerotik über 2 Tage vorab zu verzichten und dazu tonnenweise Schokolade zu essen bzw. literweise Ananassaft zu trinken, damit sie mit prall gefüllten Familien Juwelen anreisen, um auch mehrere Male auf ihre Kosten zu kommen, auch schmeckt das Sperma dann besser. Wo war ich stehen geblieben? Ach ja beim Weltrekord.

Die Abbrecherin hat doch wohl vorher nichts gegessen, sonst würde nach 75 Blow Jobs doch nicht der Kreislauf kollabieren. Der “Express” mutmaßte einen Eiweiss-Schock. Aber sie wird ja nicht geschluckt haben; zuviel Sperma, da kann einem ja auch wirklich übel werden, wahrscheinlich fehlte die “Grundlage”, also Erbsensuppe.  Daher gilt: nur noch “schlucken bei Sympathie” bzw. wenn die Qualität stimmt. Eben eine Geschmacksfrage. Atemnot spekulierte der Schweizer “Blick”. http://www.blick.ch/people/international/porno-star-verschluckt-sich-bei-oralsex-rekord-119749
Wieso? Als Profi (mit Tauchschein) lernt man doch, beim Blasen durch die Nase zu atmen.

Ich versuche es erst einmal mit Weltrekord im  Treppensteigen  http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/archiv/2007/10/06/vermischtes/weltrekord_im_treppensteigen
Mit den Schweizern hab ich eh noch ein Hühnchen zu rupfen …

Apropos Treppensteigen: ich rauche ja gelegentlich (bin dabei, es mir komplett abzugewöhnen, der Schönheit zuliebe) und ausgerechnet auf der Treppe zu meiner Wohnung, die in der obersten Etage liegt, geht mir regelmässig bei der dritten doch etwas die Puste aus, liegt aber nur daran, daß ich so schnell laufe, damit ich ohne Hintergrund-Geräusche mein Telefon bedienen kann und ausgerechnet auf der dritten Treppe erwischt es mich, also ein Anruf bzgl. einer Date-Anbahnung; ich habe etwas gehechelt, aber das gefiel offenbar meinem Anrufer und wir haben sogleich einen Termin ausgemacht. Beim Treffen selbst sprach er mich darauf an, was ich denn bloss getrieben hätte, als ich abnahm, dabei hatte ich es ihm ja gesagt, daß ich gerade auf der Treppe bin. Er dachte entweder A) ich jogge B) mein Hund zieht beim Spazieren so an der Leine, daß ich kaum hinterher komme oder C) ich hätte gerade eine Nummer absolviert, also Matratzensport betrieben, am besten alles zusammen … vielleicht, daß er mich gerade dabei erwischt hat, als ich beim Joggen mit meinem Hund …
Ich meine, Männer phantasieren sich doch auch gerne manchmal was zusammen, wie ich in einem Bescheid-Wisser-Forum lernen durfte … nur A) betreibe ich keinen Breitensport B) hab ich keinen Hund und C) war es nur die Treppe.

Ich werde in Zukunft öfter am Telefon hecheln, hab ich gerade beschlossen.

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Kürzlich hatte ich wieder so ein Prickeln zwischen den Lenden und rief Frau Dr. Schwanz, Chefin der Agentur Mietmaul, an. Sie operiert am Markt gemeinsam mit der Agentur Fleshlight, die sich einen besonderen Ruf für “special services” erworben hat. Eine fast vierstündige Beratung durch die Agenturchefin per audiovisueller Videotelefonie über Skype folgte und ich holte mir dabei mehrfach den Schwanz aus meiner Hose, während ich meinem flimmernden Gegenüber ins Dekolleté und auf die schönsten Mini-Möpse Berlins schaute. Wir einigten uns auf die unzertrennlichen bisexuellen und nymphomanen Zwillinge Freddie & Fannie, die nur als Geschwister buchbar waren, sowie Ariana Viagra, die Zauberkünstlerin, die immer mit allerhand Gepäck anreiste und sich auf modernes Spielzeug für Erwachsene verstand. Dazu kam sie entweder mit einem Kleinlaster vorgefahren oder mit Anhänger, den sie hinter ihrem schneeweissen SL schnallte; die Mitarbeiter des Hotels mußten das Equipment in meine Suite tragen und wurden für ihre Diskretion mit einem entsprechend hohen Tip entlohnt. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Dieses Mal im Sortiment, die gewünschten Porn Videos “voll gespritzte Tittentiere”, “Meuterei in der Suite”, “Kleine Spermaschlecker – Teeny Schweinchen im Dienst geiler Böcke”, mehrere Dings-Bums, also Fleshlight Modelle – Mund, Möse, Möse, Anus, Putzfrau – und entsprechend ausreichend Gleitmittel sowie eine Kiste Champagner Marke Moet. Die Zwillinge trafen wie immer verspätet ein, sie hatten wohl wieder Mühe gehabt, meine Kleiderwünsche zu erfüllen. Auch sollten es Ringelhemdchen von Jean Paul Gaultier sein. In unserem Rollenspiel, daß sich über mehrere Stunden hinziehen sollte, hatte ich den Wunsch geäußert, daß sie Ringelhemdchen und Ringelsöckchen tragen sollten, unten nix drunter, und als Leichtmatrosen gegen mich, den Kapitän, meutern müssen. Zur Strafe würde ich sie Kiel holen lassen, allerdings kein water boarding, sondern Champagner Boarding, also elegantes Saufen durch den Strohhalm. Dazu band Fräulein Viagra die beiden sofort nach ihrem Eintreten ins Zimmer an den Mast, also an die Handtuchhalter im Badezimmer und ich schlürfte die erste Flasche zur Strafe alleine weg. So waren die Zwillinge noch eine Weile nüchtern und mußten mit ansehen, wie ich die Fleshlights testete. Ariana Viagra war dabei behilflich und befüllte sie mit weißlicher Gleitcreme, die an Sperma erinnerte. Meine letzten Cream Pie Erlebnisse holte ich mir dabei in Erinnerung. Zuvor befahl ich ihr noch, vor mir auf die Knie zu gehen und mir den Schwanz steif zu lutschen, dabei nippelte ich am Strohhalm. Herrlich dekadent! Im Hintergrund schaute ich mir auf dem Großbild Telly Marke Philips: 100 Zoll Ambilight Flat TV erst einmal “Meuterei in der Suite” an, um mich in Stimmung zu bringen. Die Dame unter mir trug nicht umsonst den Nachnamen Viagra; bravourös lutschte sie meinen Kleinen instantly groß und sie schaute ehrfürchtig auf meine 14×7cm dicke Fleischpeitsche. Auf dem Schreibtisch am Fenster hatte sie die Fleshlights in Position gebracht, die Zwillinge mittlerweile im Bad abgebunden, die nun nervös herumstanden und sich gegenseitig befummelten.

Was jetzt kommen sollte, war besser, als der letzte Trip auf Koks. Ich führte meinen Schwanz zunächst in Modell Putzfrau und arbeitete mich dann langsam hoch, Möse, Möse, Anus und Mund folgten. Die lauten schmatzenden Geräusche beim Stossen gefielen mir aufs Äußerste, auch die Zwillinge waren begeistert und pissten sich gegenseitig an. Ariana Viagra, die auf dem Schreibtisch thronte, zwirbelte dabei an meinen Brustwarzen und ich konnte durch ihre gespreizten Beine hindurch auf den Potsdamer Platz schauen. Ich mag moderne Architektur.

Fortsetzung folgt …

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wie stelle ich mir ein Date vor?

- “Modell Mittagspause” – der schnelle Überfall im Stundenhotel, Büro oder Kanzlei, wenn deine Sekretärin Ausgang hat, ab 1h
- Vorteil: tagsüber aber kurzfristig buchbar * special sommerloch rate *

- “dein Girlfriend erwartet dich” – Mindestbuchung 2h – wochentags, nachmittags/früher Abend;
Vorteil: ich erwarte dich in deinem Wunsch-Outfit, mit gekühlten Getränken, Duschmöglichkeit ist selbstverständlich vorhanden

- “ein perfekter Abend” – Hotelbesuch/Begleitung
Vorteil: ab 2h mit flexibler Verlängerungsoption, kurzfristig buchbar inkl. WE, nach Terminabsprache idealerweise mind. 1-2 Tage Vorlaufzeit

Szenario: Als Callgirl & Escort muß ich nicht zwingend zum Essen ausgeführt werden, wenngleich ich ein vorzügliches Essen und das langsame Herantasten und Kennenlernen zu geniessen weiss.
Um sich zu beschnuppern, können wir alternativ einen Drink an der Bar nehmen, ist jedoch ebenfalls kein Muss. Ich liebe die direkte Art, provokative Erotik und Verführung, eben Erotik pur.
Ich besuche dich in deinem Hotelzimmer und kümmere mich erst einmal um die nötige Entspannung nach deinem harten Arbeitstag, gerne können wir hinterher etwas essen gehen, vorzugsweise (japanische) leichte Kost, die nicht so schwer im Magen liegt, schließlich haben wir ja noch Lust auf mehr ….
Ich könnte also dein Hotelzimmer unauffällig betreten, konservativ gekleidet wie eine brave College-Studentin, im Business-Outfit, im eleganten Kostüm oder luftigen Sommerkleid, du empfängst mich im Maßanzug oder leger in Jeans und offenen Hemd, wir sprechen kaum ein Wort; ein Blickkontakt und ich reibe meine Schenkel an deiner Hose und fühle, wie dein Schwanz hart wird, ich hole ihn heraus, streichele ihn sanft und knie sodann vor dir nieder und du stößt mir deinen besten Freund in meinen rotlackierten Mund, ich liebe Deep Throat, dabei faßt du mir in die Haare, drückst mich fest an dich und spr*** rücksichtslos ab, weil du es ganz dringend brauchst. Ich muß anschliessend kurz mein Make-Up erneuern, da meine Wimperntusche vom Gagging verwischt und der Lippenstift verschmiert ist. Du folgst mir ins Bad und schiebst mir den Rock von hinten hoch, während ich mich frisiere. Leider verliere ich die Contenance, weil du mir unvermittelt deine Hand zwischen meine Schenkel schiebst und meine feuchte Pussy fühlst, was sofort eine erneute Erektion verursacht; aber du möchtest dich kontrollieren und so erfrischen wir uns bei sommerlichen Temperaturen kurz mit einer gemeinsamen Dusche.
Hinterher gehen wir erst einmal entspannt essen, wobei wir uns intelligent über Gott und die Welt unterhalten. Wir erzählen uns unsere schönsten erotischen Phantasien und ich sitze dir interessiert und mit ernsthafter Miene gegenüber, während ich meine Heels hinunter gleiten lasse und langsam mit meinem Fuß an deinem Hosenbein entlang fahre.
Wenn wir zum Hotel zurückkehren, nimmst du noch einen Drink an der Bar und überlässt mir eine zweite Chip-Karte, sodaß ich dich als im Zimmer empfangen kann. Du folgst mir ungeduldig kurz darauf und ich erwarte dich, allerdings völlig verändert, du wirst mich kaum erkennen. Ich werde dich als laszive Verführerin, als Hure empfangen, in Nylons und geschnürtem Korsett, ich kann mich auf Wunsch gerne nuttig-ordinär schminken, gerne auch eine Perücke tragen, oder trage wahlweise ein dominantes Lederoutfit; alternativ kann ich dich im sexy Mini lolita-look-alike mit unschuldigem Blick erwarten – das bestimmst du ganz alleine, alternativ überrasche ich dich und du überlässt mir die freie Wahl, ich könnte z.B. für dich strippen, während du es dir gemütlich machst und deine Krawatte lockerst; du könntest mich natürlich auch sofort über den Schreibtisch legen, oder wir duschen gemeinsam oder baden – empfiehlt sich nur, wenn man (Kreislauf-technisch sic!) vorher wenig Alkohol, dafür mehr Mineralwasser getrunken hat – damit du für die zweite Runde, die sich unendlich hinauszögert und dich verrückt macht, fit bist und ich dir ordentlich einheizen kann. Zur Entspannung kann ich dich gerne massieren und du schlummerst dann langsam unter meinen Händen ein und ich entwische diskret aus deinen Gemächern, nur mein Duft liegt noch in der Luft, auf deinem Mund und wenn du morgens aufwachst denkst du, daß unser Beisammensein ein schöner Traum gewesen ist.

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Ich bin keine Freundin despektierlicher Ausschweifungen im Sinne indiskreter Enthüllungen über Date-Erlebnisse und habe daher meine Blog-Einträge bislang so gestaltet wie sie sind.
Nur heute werde ich mal ausnahmsweise von meinen geilsten Momenten in der letzten Woche sprechen, mit Erlaubnis aller Beteiligten.
Berlin ist im Augenblick sehr heiss, fast zu heiss; ich persönlich schätze das gemäßigte Raum-Klima, aber vorgestern kam ich nicht drumherum, in Berlin. Ein Compagnero, ein intimer Begleiter, den ich schätze, hatte um einen Termin gebeten, Erscheinen ohne Höschen; da sich das Hotel unweit meiner Latifundien befand und ich der Unfreundlichkeit und Anmache Berliner Taxifahrer aus dem Weg gehen wollte, habe ich als Gefährt das Fahrrad gewählt. Ich trug ein geblümtes, luftiges Kleid mit einem Hauch von “Nichts” darunter. In der lauen Abendluft genoss ich die lauen Lüftchen unter meinem Röckchen. “Er” empfing mich mit eiskaltem Sekt, zwei Eiswürfeln zwischen meinen Schenkeln und einem sehr nassen Kuss; was soll ich sagen, er schleckte mich sofort ab, wie man sonst nur die Teller eines exquisiten Menüs inklusive Dessert ableckt und brachte mich schnell zum “Kommen”. Bevor er sich auf mir ergoss, hatten wir noch viele verbale, schöne Momente und die süsse Sau in ihrem 5000-Sterne Hotel (gemessen an den Sternen vor meinen Augen) und ich beschlossen, den Abend noch bei einem Glas Wein unter Sternenhimmel ausklingen zu lassen; selbstverständlich erörterten wir gemeinsame und zukünftige auch berufliche Projekte. Ich liebe Männer, die all meine Qualitäten zu schätzen wissen.

Gestern traf ich für eine ausschweifende Stunde (ja das klingt in den Ohren des Connaisseurs, der nur Langzeitdates ernst nehmen kann, sehr kurz; wobei: eine Stunde kann sehr lang und sehr gut sein, es kommt auf den Inhalt an) einen neugierigen Herrn, mit dem ich vor einem Jahr das Vergnügen hatte. Ein Herr, der auf ein Date spart und vor dem ich ob seines Geschmacks den sommerlichen Strohhut ziehe. Wir haben uns königlich amüsiert, er mich angepisst, perfekt vorbereitet, so rein wie Bergquellwasser, ich ihm sogar dabei den Schwanz gelutscht. Was soll ich sagen; ich wußte garnicht, daß beides möglich ist … Zum Schluss erörterten wir noch die schönsten Badeseen im Berliner Umland, weitab von Menschenmassen und grölenden Idioten mit Kampfhund. Als Fan der Tiefsee empfohl er mir die Sommerlektüre “Der Schwarm” von Frank Schätzing. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, daß sich im Naturhistorischen Museum zu Berlin (15. September – 1. Januar) und National History Museum in London eine fulminante Ausstellung über die Tiefsee ankündigt. Derzeit ist sie in Frankfurt zu sehen.

Neben der Expedition in die Tiefsee warte ich noch auf ein angekündigtes Treffen mit einem Herrn, der mir statt eines Honorars ein ganz besonderes Buch mitbringt und wir uns einen besonderen Wunsch erfüllen: ein ausgiebiger Blow-Job in einer Wall-Toilette meiner Wahl.

Näheres in Kürze….
jetzt schaue ich mir erst einmal den wunderbaren Film “Princesas”, der von Frauen mit zwei Namen handelt. Ein sehr schöner und empfehlenswerter Film (Trailer).

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endlich … es ist vollbracht; der Herr mit dem schnellsten Orgasmus der Welt, der Herr, welcher sich mit mir auf ein ominöses Treffen verabredet hatte, also der Herr mit dem ich diese seltsame Vereinbarung traf, Manuskript-Tausch gegen einen BJ bei Mr Wall; einen höchst amüsanten und informativen Bericht darüber findet Mann unter dem Nick Suizido des Herrn Welcher im berühmt-berüchtigten Forum der Verkehrsberichte. Originalität muss einfach belohnt werden, daher habe ich mich auf diesen Deal eingelassen. Jemand mit überragender Phantasie ist mir gleich sympathisch, insbesondere, wenn er sich auch vor einem Orgasmus zu artikulieren weiss, sensibel und freundlich versaut gleichermassen ist. Nun, ich möchte doch kurz erwähnen, daß Herr Suizido’s Geschichten aus dem Alltag des Paysex-Gewerbes zu Berlin und die hauptsächlich um das Thema Sperma kreisen, die beste Lecktüre ist, die Berlin derzeit hergibt. Jedes Fick-Forum bringt einen hervorragenden Schriftsteller hervor, dies gilt für den Freiclub, die Verkehrsberichte oder das MC-Escort-Forum, wobei ich vorschlage, meinen ausgerufenen Preis in der Disziplin Fick-Berichte – den Golden Clit Award – für zwei Foren diesjährig an Suizido und Hans im Glück vom Freiclub zu vergeben. Suizido, der seit neuestem (nach meinem Hinweis, er solle doch mal dort vorbeisurfen) nun auch in MC seine Geschichten publiziert und das erlesene Publikum mit seinen Ergüssen drangsaliert, ein hochanständiges Forum im Escort-Himmel, das von den Nöten, Sorgen von mancherlei Escort-Buchern handelt, die sich u.a. regelmässig fragen, ob Escort bzw. Paysex im allgemeinen nur eine “Illusion” sei, ob Escorts auch Prostituierte sind und ob sie einen Freund haben dürfen. Das sind die weltbewegenden Fragen des Forengeschehens. Vom Himmel auf die Erde hole ich dann manchmal gerne die Herren, schliesslich bin ich der Aufklärung im allgemeinen und der sexuellen im besonderen verpflichtet. Vom Himmel auf die Erde, Stichwort …. nun die harten Fakten rund um Paysex werden in den Verkehrsberichten erläutert, ein äußerst gut moderiertes Forum, mit ausgesprochen cleveren Beobachtern, die eine Hurenkarriere aufmerksam verfolgen und noch so jede Namensänderung einer Akteurin, ihre Aufenthaltsorte im Puff X oder Y noch nach Jahren rekapitulieren können. Zu einigen Herren haben sich freundschaftliche Kontakte entwickelt, man steht sich mit Rat und Tat beiseite, weshalb ich bei der Gründung der Muschi-Partei auch schon die wichtigsten Posten mit ihnen besetzt habe. Suizido würde ich für die PR-Abteilung vorschlagen, Kommunikation und Risikokommunikation ist alles in unserer Zeit; das haben die im Bundespresseamt leider nicht wirklich begriffen, wo ich einmal ein Volontariat absolvierte, in der Hoffnung dort eine Abteilung für Strategische Kommunikation/Risikokommunikation/Politisches Marketing zu finden, da ich mit diesem Gebiet die meisten Jahre meines akademische Daseins verbracht habe, dazu extra mit Stipendium ausgestattet in die USA reiste, um mit Professoren für Politisches Campaigning an der Northwestern und der Universitity of Chicago zu sprechen; aber denkste, so etwas gibt es hier garnicht und auch das Bundespresseamt war sowas von beratungsresistent; man teilte mir mit, daß dort regelmässig Personal aus der Vorgängerregierung abgewickelt wird, dass dann dort bis zur Pension sein Dasein fristet, weshalb man auch keine Möglichkeit sähe, eine Abteilung für Strategisches Campaigning aufzubauen, was ja mein Vorschlag war anstatt externe überteuerte Berater ohne Plan einzubestellen; ich meine Politik läßt sich nicht wie Waschmittel verkaufen und Erfolg nicht durch eine nachäffende Kampagne bewerkstelligen; also wenn ich an die Kampagne des hessischen SPD-Kandidaten Schäfer-Gümbel denke *kopfschüttel*, der sich Obama zum Vorbild nahm, wie es übrigens mittlerweile auch parteiübergreifende Praxis ist, lächerlich einfach, die Schuhe, die man sich anziehen will, sind viel zu gross; Schuster bleib bei deinen Lenden sag ich immer, in diesem Fall hätte ich Schäfer-Gümbel geraten, es mit einer regionalen-Spezialitäten-Kampagne zu versuchen wie seinerzeit Kurt Beck (Schnüffel) oder Kohl (der mit dem Saumagen); jedenfalls wurde ich kaltgestellt und man sieht ja, was dabei herauskommt …

Nehmen wir alleine die Vorbereitung von Groß-Events, wie die kürzliche Leichtathletik-WM in Berlin, weshalb die Sportler vor vielen leeren Rängen ihr Bestes geben mußten. Es gibt nichts schlimmeres, als vor leeren Rängen zu spielen und darauf zu verzichten, daß die Wogen der Begeisterung einen zu höchsten Leistungen beflügeln. Gut, der Usain Bolt, der herumkaspernde WM-König (was ihm deutsche Kommentatoren wirklich übel nahmen, die nur angestrengte, verbissene Mienen zu würdigen wissen; ja es muß richtig weh tun, um zur Spitze zu gehören, so die allgemeine Haltung, kein Wunder in einer Demütigungskultur, in der Neid, Missgunst, wahlweise Mißtrauen & Mittelmass den Tenor bestimmen), also der Bolt hätte auch vor leeren Rängen Flügel bekommen; die wahren Sieger wissen doch um ihr Potential und gehen die Sache locker und souverän an, haben doch auch sie lange trainiert für diesen Auftritt; das gleiche gilt ja auch für den Phelps im Schwimmen, ein anderer Trainingsstil macht es möglich und natürlich die für diesen Sport perfekten Proportionen, der einzigartige Schwimmkörper eines Phelps; innovatives Training wird sofort mit Doping verwechselt; Britta Steffen hat ja auch überraschend für Aussenstehende zweimal Gold geholt; sofort wurde wieder gemunkelt, nein, es liegt allein am Trainer Norbert Warnatzsch, den man mittlerweile von ganz oben abserviert hat, der auf seine spezielle Weise doch alles aus ihr rausholte. Noch dazu argumentierte der Leistungsdirektor vom deutschen Schwimmerverband damit, daß man alte Zöpfe abschneiden wolle. Ja, der Ansatz ist gut, aber es trifft ausgerechnet die Falschen; umgekehrt wird ein Schuh draus. Wie kann man nur so blöd sein?! Das Team Steffen/Warnatzsch hatte ja gerade die deutsche Ehre des Schwimmsports gerettet, weil alle anderen versagten, die von den falschen Zöpfen trainiert wurden.

Ich war früher auch mal Schwimmerin, tausend Jahre her, daher habe ich eine Affinität zu Wasser und allem Flüssigen, ob Sperma, Champagner, Natursekt … ich bin Spitzen-Sommelier ausgesuchter Natursekt-Produkte und ausgewählter gesunder Sperma-Produktion, hat sich noch nicht rumgesprochen. Ich erschmecke, was Sie vor zwei Tagen noch getrunken haben, ob Sie Raucher, Nichtraucher, Alkoholiker, Diabetiker sind, welche Medikamente Sie einnehmen, ob sie vegetarisch essen oder Veganer sind oder am Abend zuvor ein Schweinchen in die Pfanne gehauen haben, all das kann man bei Sperma herausschmecken; die Vorbereitung für eine Natursekt-Verkostung ist aufwendiger als man sich so vorstellt, auch hier müssen viele Variablen beachtet werden, damit das köstliche Nass so rein wie Bergquellwasser in Spitzenlagen ist, alles andere kann mir vom Leib bleiben, also Suppenbrühe-Verkostung ist nicht mein Ding und vergleichbar mit dem Verschnitt verharzter Weine.

Tja, und um jetzt wieder auf den Anfang zurückzukommen, der Herr Suizido hat eine Vorliebe für die Spermaproduktion und teilt mit mir eine meiner Vorlieben, Bukkake, weil es so schön versaut ausschaut, allerdings nicht anfühlt, wenn die Creme zu lang im Gesicht oder auf dem Dekolleté wabert, bekomme zumindest ich Hautrötungen und ein leichtes Jucken, dann weiß ich, daß die Qualität nicht gestimmt hat; habe aus diesem Grund auch meine Bukkake-Parties für Gentlemen eingestellt und bin nun auf Spa-Besuche umgesattelt – Ariane Spa – enjoy! – habe mich auf innovative Kosmetik, Tagesprogramme, auf den Herrn abgestimmte Einzelbehandlungen und ganzheitliche Kuren spezialisiert, die Geist & Körper anregen. In meinem BERLIN SPA haben nur ausgewählte Gäste und Connaisseure Zutritt: hier gönnen sie sich eine Phase der tiefen Entspannung, um die Energiespeicher für die Herausforderungen des Alltags wieder aufzufüllen. Meine Website & Editorial wird in diesem Zusammenhang gerade überarbeitet und Ihnen in Kürze vorgelegt: halten Sie einfach Ausschau nach ARIANE SPA – BERLIN/LONDON – DEMNÄCHST auch NEW YORK/DUBAI/PARIS !!

In der Rubrik “Sau” folgt in Kürze mein Erlebnisbericht über die Erziehung von einem Wildschwein zu einem Hausschwein. Bitte bleiben Sie dran! In diesem Kanal!

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Die LULU-Theaterproduktion, an der ich in London mitwirke, kommt im Frühling 2010 zur Aufführung; wir konnten zwischenzeitlich den erfolgreichen Produzenten Jeremy Goldstein von “London Artists Projects” gewinnen, der derzeit ein Stück von und mit Marc Ravenhill bis Ende September promotet (wer erinnert sich nicht an Ravenhills “Shoppen & Ficken” an der Berliner Schaubühne/Baracke unter Thomas Ostermeier?!). Er schlug vor, uns genügend Zeit zu lassen, um das enorme Potential des LULU Projekts, wie er es einschätzt, zu realisieren und im Vorlauf mehr Sponsoring zu betreiben. Dies hat eine Verschiebung notwendig gemacht. Dazu wird derzeit eine bemerkenswerte Website aufgesetzt, die das Projekt bewirbt, und realistisch betrachtet Ende Oktober online geht. Wir haben bereits die definitive, auch finanzielle Unterstützung vom britischen “Arts Council” und einiger anderer offizieller Stellen, die allerdings nicht ausreichend sind, weshalb Fundraising & Sponsoring im Augenblick an erster Stelle stehen.

Dazu habe ich meine aktuelle Aktion “Fundraising & Dating” eröffnet:
von jedem Date in den kommenden acht Wochen werde ich einen Teil abzweigen und sie dem Funding-Topf, also der Finanzausstattung des Projekts zuführen. Selbstverständlich teile ich auch ohne Date den Spendenwilligen alle Details für einen Transfer auf das LULU-Konto per Email mit und setze die Regisseurin Elina Männi davon in Kenntnis (Spendenquittung ist selbstverständlich möglich). Alle Sponsoren werden namentlich auf der angekündigten LULU-Website erwähnt, ob grosse oder kleine Spende, jede Unterstützung ist uns willkommen.
Weitere Infos finden Sie dazu auch auf meinem Nachbarblog “Goldschwanz Ingredenzien”

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Liebe Freunde des diskreten Vergnügens und der zügellosen Laster,

brrr brrr… wie ist es kalt geworden, der Herbst steht vor der Tür – Zeit zu kuscheln und mehr!!

In einem früheren Blogeintrag aus Mai 09 habe ich bereits Roxi aka Barbie vorgestellt – eine nymphomanische russische Pianistin, lieb lächelnd und durchtrieben -, die mich gelegentlich zu einem Date begleitet.
Heute möchte ich euch auf meine Trans-Freundin Fantasia aufmerksam machen, eine rassige Performance-Künstlerin, die mit mir zusammen einen Herrn, der es abwechslungsreich liebt, verwöhnt. Stats: 35 J., 1,70 m, 90DD Oberweite, sie liebt es aktiv und passiv; trans = transexuell.

Beide Damen haben vorzugsweise in den Abendstunden Zeit, sodaß eine frühzeitige Terminvereinbarung empfehlenswert ist. Photos kann ich auf Anfrage per Mail verschicken. Anfragen von seriösen Herren sind herzlich willkommen!

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Schon gut, schon gut … ich gebe mich geschlagen; mein fotografischer Ausritt in seriöse Gefilde hat gewissermassen die Laune mancher Herren versaut, wovon ich Kenntnis nehme; dabei bin ich doch ganz die Alte geblieben, also immer noch eine sophisticated sau … keine Sorge. Es gibt einige Herren, die ich kenne und die sich beklagt haben: wo ist meine Sau geblieben? Schliesslich schaut man sich meine Gallerien ja gerne mal zum Butterbrot in der Frühstücks- oder Mittagspause an, um sich dann gepflegt einen runterzuholen. Es gibt Bilder von mir, da bekomme ich auch regelmässig einen Ständer, sprich, meine Clit schwillt an. Jetzt habe ich euch gequält, daß ich die Gallerie runtergenommen habe, ich bin soooooo gemein, hundsgemein … also wieder rein damit.

Ich hab in den letzten Tagen überlegt, meinen Künstlernamen zu vervollständigen. In Zuge dessen bastel ich an einer neuen Website, die meine “sophisticatedness” – oder wie sich das nennt – unterstreicht und in der gewissermassen meine “Personality” als “Lifestyle Companion” und “Clowning Professional” (also meine bürgerliche Identitäten als Performance-Künstlerin und Interlecktuelle) zum Ausdruck kommt *g*. Ich bin aus tiefstem Herzen überzeugt, daß Humor und Sex sich nicht ausschliessen; ok, beim Sex und während des Vorspiels geht es natürlich ganz ernsthaft zur Sache, wie auch ein gepflegter geiler Dirty Talk nur ohne witzlerische Ausflüge so richtig anmacht. Ich denke jedoch, daß ein Callgirl, das denken kann, bei den meisten Männern nicht wirklich gut ankommt oder?! Ist zumindest meine Erfahrung. Kürzlich habe ich mal wieder erlebt, wie die gleiche Aussage, unterschiedlich bewertet wird, also danach, ob Männlein oder Weiblein, ob Anbieterin oder Bucher spricht. Es ging um die Obama-Nominierung als Friedensnobelpreisträger in einem Forum; die Mehrheit beurteilte die Nominierung erst mal kritisch, was ich nicht so nachvollziehen konnte und dies auch deutlich machte. Flugs hatte ich die Pest am Hals und mir wurde wieder einmal eine grobe Verallgemeinerung und noch mehr unterstellt, obwohl ich nur meine persönliche Meinung zum Thema deutlich machte. Interessanterweise mischte sich dann später ein Herr ein, der im Prinzip das gleiche sagte und sogar von einer “Kleinkariertheit” der Kritiker sprach, was ich ja unterlassen hatte, und es wurde freundlich eingeschwenkt. Dies ist nun schon zweimal in kurzer Zeit im gleichen Forum passiert; wenn ich den Mund aufmache und meine persönliche Meinung kundtue, wird dies beabsichtigt oder unbeabsichtigt als direkter Angriff gegen Andersdenkende gewertet oder un/beabsichtigt missverstanden. Ach nee, ist mir kürzlich auch in einem anderen Forum passiert, aber das hatte einen privaten Hintergrund. Escorts/Callgirls/Huren sind ja so angreifbar, wenn sie den Mund aufmachen; anders als jene, die sich hinter Nicks verschanzen und als Oberlehrer oder ähnliches das Maul aufmachen und über die Damen des Gewerbes lästern. Solche Typen möchte ich weder privat, noch als Hure kennenlernen. Ich meine, die können doch gemeinsam ein Seminar veranstalten und sich von angepassteren Damen der Rotlicht- und Escortszene anhimmeln lassen. Ich habe doch immer gesagt: ich bin nebenberuflich Arschleckerin, weil ich hauptberuflich dazu ungeeignet war. Ich kann doch nix dafür, daß ich kein Dummerchen bin, und überhaupt: 1. was kann ich dafür, daß es in Deutschland keine Streitkultur gibt und (m)eine Einzelmeinung als persönlicher oder kollektiver Angriff verstanden wird? 2. kotzt es mich einfach nur noch an, wenn der gleiche Content in der Aussage bei einer Frau anders bewertet wird als beim Mann. Ich will euch nicht mit Zitaten und Beispielen dazu langweilen; ich habe mich genau deshalb weitestgehend aus diversen Fick-Foren-Diskussionen zurückgezogen. Was habe ich davon, meinen Brain zu investieren und am Schluss als Dumme dazustehen?! Garnix, und daher investiere ich meinen Verstand mal schön in meine eigenen Unternehmungen. Ist ja schliesslich Energie und Zeit, die man dort verschreibt, also auch Geistesarbeit, und diese Energie brauche ich schliesslich für meine persönliche Entwicklung und meine sexuellen Aktivitäten.

Ach so, hier die Links zu meinen Test-Webseiten. Ich würde mich sehr über euer Feedback freuen, also ob Casati oder Riefenstahl. *muuaahh*

http://ariane-casati.weebly.com/

http://ariane-riefenstahl.com/

zur Obama-Nobelpreisvergabe empfehlenswerte Lektüre:

The New Yorker

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Ich muss euch doch kurz aus den letzten Wochen berichten; zwei phänomenale Ereignisse, die beide zwischen 1.5 und 3 Stunden lagen. Letzteres ist mein erstes, also meine Begegnung mit meinem Schweinchen, den ich als Wildsau zu einem Hausschwein über viele Jahre erzog, kürzlich auch unter Heranziehung meiner Zofe. Mein Schweinchen kenne ich schon aus meiner Anfangszeit als Escort, also seit 4 Jahren, ich damals mit langem blonden Naturhaar in eine westdeutsche Stadt getrampt, um dem unfreundlichen DB-Personal aus dem Weg zu gehen; unterwegs noch zwei Schwerlastkraftfahrern den Lolli weggelutscht, während sie wahlweise James Brown und James Last hörten; angekommen in der Provinzmetroprole habe ich auf zwei Zimmer statt Doppelzimmer bestanden, wie kompliziert Frauen so sein können. Gut, das war zu Beginn meiner Escort-Karriere, ich bin jetzt sehr angepasst und fahre Bahn oder fliege, und ich erfuhr am eigenen Leib, daß ein gemeinsam geteiltes Bett eigentlich doch das Allerbeste ist, zumindest wenn der Herr nicht schnarcht und wenn es denn der “Richtige” ist und mich morgens nicht mit seinem feuchten Händchen auf meinem Gesicht weckt; dann doch besser direkt den Schwanz in den Hals schieben; ein feuchtes Händchen hat doch was von einem kalten Waschlappen … oder?! Weshalb wunderbare ON Erlebnisse in der Folge doch sehr selten waren, wie im richtigen Leben auch. Aber es gibt ja auch richtige Männer mit trockenen Händen und dicken Fingern, die so gross sind wie … na lassen wir das.

Ok, wenn man sich einige Male über mehrere Jahre trifft, hat man das gleiche Problem wie in einer privaten Beziehung, also das mit Nähe und Distanz. Man darf sich nicht zu häufig sehen, am besten nur ein- bis zweimal im Jahr *g*, damit eine gewisse Fremdheit aufrecht erhalten werden kann. Ok, es darf auch einmal im Quartal sein. Dabei hilft natürlich, jedes Treffen völlig neu zu gestalten, was Location, Spiel und Ablauf etc. betrifft, und alles ohne Drehbuch, damit eine gewisse Spontanität und Improvisationslust gewahrt bleibt. Lange Rede, kurzer Sinn, habe ich also mein Schweinchen, das ich fünfmal in vier Jahren getroffen habe, in Berlin ordentlich in die Mangel genommen, in einem Ostberliner Hotel, was früher mal ein Amtsgericht, Verwaltungsgebäude o.ä. war und über endlos lange Gänge verfügte, man fast 15 min brauchte, um vom Aufzug endlich ins Zimmer zu gelangen; diesmal mit meiner Zofe Barbie. Für diesen Gang habe ich mein störrisches Schweinchen erstmal bestraft und begann es zu dressieren, weil es immer so gierig, geil und frech ist, aber es ist einfach über die ausladendende Mu meiner Zofe hergefallen, worauf ich ihn mit einem Nylonstrumpf erstmal fest an mich binden musste. Ich bat sie dann, sich ganz feste auf sein Gesicht zu setzen, dass er kaum noch Luft bekommt und er schnappte heftig nach Luft sage ich euch, zwischen ihren Arschbacken … hat sie ihn nicht mehr losgelassen; ich nahm ihn dann allerdings wieder etwas beiseite, schliesslich musste er mich erst noch fingern, damit ich auch zufrieden bin, aber er schien ob seines ausfüllenden Jobs ein wenig erschöpft zu sein oder von der ordinären Muschi, die sich vor seinen Augen öffnete doch abgelenkt. Ich habe ihn dann extra ein wenig auf liebevolle Weise gequält und mit den Fingerspitzen über seine Eier gestrichen, ganz sanft, manchmal auch ganz fest an ihnen gezogen *grunz * und sein Schwanz schwoll an, denn er musste ja mit einer grossartigen Latte vor mir Stramm stehen, während wir zwei Damen ausgiebig geknutscht haben und ich die grossartige Vulva von Fräulein Barbie ausgeschleckt habe. Schamlippen, so gross und herrlich schön wie Salatblätter aus einem Cesar Salad, und eine Klitoris, die riesig und geschwollen war. Sie ist halt eine Schlampe so wie ich, obwohl sie auch sehr fingerfertig ist, sie ist Pianistin, und ich eine kultivierte Interschlecktuelle. Kein schlechtes Duo also. Und garnicht mal professionell wirkend, weil wir tatsächlich wohlerzogene, versaute Männer und andere Schweinchen sehr schätzen.
Irgendwann habe ich ihn aus seinem voyeuristischen Dasein befreit und den Nylonstrumpf, der um seinen Schwanz und Eier gebunden war, etwas fester gewickelt und ihn hinter mir her ins Bad gezerrt, an der Leine. Ins Bad musste er uns folgen und sich in die Dusche setzen, gross genug für uns drei und wir machten ihn schön nass, mit dem besten Champagner, der derzeit auf dem Markt erhältlich ist, und pinkelten ihm direkt auf seinen Schwanz, wobei er lautstark grunzte und mit seinem Piepmatz spielte. Er bekam dann noch eine Wechseldusche verabreicht, eiskalt und heiss, damit das Schweinchen wieder schön sauber wurde, und unter lautem Grunzen verzogen wir uns dann entspannt zurück ins Gemach, die Zofe schickte ich allerdings weg, ich war ihr überdrüssig geworden, sie hatte ihre Nothilfe geleistet. Mein Schweinchen und ich haben noch eine ganze Weile geschäkert, uns liebkost, aber das beste kam zum Schluss; ich, die sonst einen Schwanz wie manche ein Schwert verschlucken kann, spuckte ihn nur an, also die Schwanzspitze, der rote Champignon, die Knolle, die Krone, nahm ihn nicht in den Mund, und je mehr ich spuckte und mein heisser Atem auf sein geschwollenes Köpfchen einprasselte, desto wilder wurde er, bis er …. schliesslich abspritzte und so laut dabei schrie, dass die Wände wackelten und sogar ich Angst bekam.

Fortsetzung folgt….

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Nach dem Schrei im Hotelzimmer ging es in den Folgetagen doch sehr gemütlich zur Sache und ich bunkerte mich zuhause ein, beantwortete meine Korrespondenzen und lerne meine Texte für die Lulu-Produktion, gewöhne mich so langsam an die gefallenen Temperaturen, die mein Temperament ein wenig belasten. In der vorletzten Nacht schlief ich unruhig, ruhelos, habe viermal masturbiert und konnte immer noch nicht einschlafen, drei Stunden starrte ich im Dunklen gegen die unsichtbare Decke und malte mir in Gedanken schon das Date des Folgetages aus, welches ich neugierig und ängstlich herbeisehnte; mir war etwas bang ums Herz, ich hatte einen kurzen, aber sehr aussagekräftigen Email-Wechsel und ein Telefonat, wo er mich überzeugen musste, dass er mir auf gar keinen Fall seine Handynummer herausgeben kann. Gut, es ging um einen Besuch bei mir und dafür sind für mich noch mehr Sicherheitsstandards als bei einem Hotelbesuch zu beachten. Nur, wie kommt man zusammen, wenn aufgrund der Terminlage für den Herrn nur ein kürzeres Treffen in Frage kommt und es sich nun wirklich nicht lohnt, für einen kurzen Zeitraum von 1.5 Std. ein Hotelzimmer anzumieten, wie, wenn der Herr nicht empfangen kann, wenn er auf privaten Reisen in Begleitung ist oder beruflich mit Kollegen im gleichen Hotel residiert, was, wenn ein Stundenhotel und Pension nicht angemessen vom Ambiente ist? Nicht alle mögen es trashig, eher die wenigsten. Schwester Susi hat ja nun Abhilfe mit ihrem Daily Spa geschaffen und ganz selten und unter gewissen Voraussetzungen die Möglichkeit, besucht zu werden. Und diese Alternative drängte sich auf und weil er mir völlig unbekannt war, war ich doch sehr unruhig geworden, denn unsere Korrespondenz hatte mir den Eindruck vermittelt, dass er etwas von meinem komplexen Wesen erkannt hatte und selbst meinen Humor, meine Schreibe schätzte. Dies kommt ausserordentlich selten vor, weil ein gewisser Humor, Clowning auf Frauenseite zumeist misstrauisch macht. Ich glaube, Clowning wird bei vielen Herren als Verarsche verstanden, auch wenn man sich gar nicht über sie lustig macht, sondern über sich selbst. Ist Selbst-Ironie deshalb ein so seltenes Gut? Habe auch mehr Zyniker, denn Männer mit trockenem Humor und der Fähigkeit zur Selbstironie in meinem Leben getroffen, das ist doch traurig. Ähnliches erzählen mir auch andere Frauen und das sie froh sind, wenn sie auf einen humorvollen Kerl treffen. Und all dies ist meiner jüngsten Begegnung beim Durchlesen meiner Blogs nicht entgangen.

Die Clownsmaske musste ich mir auch in einigen Internet-Foren des öfteren aufsetzen, insbesondere bei redundanten, ermüdenden Diskussionen, als Antwort auf manche Beiträge, worauf ich manchmal den Kopf schütteln muss, weil ich es kaum glauben kann, was ich oft so lesen muss. Dazu schrieb dann jemand öffentlich: “wer will schon eine Nutte ficken, die intelligenter ist als man selbst?”, versehen selbst mit einem clowns-smiley, worauf ich schloss, dass unterhaltsame Satire, Humor bei einer Frau, offenbar nicht gut beim anderen Geschlecht ankommt, aber auch nicht bei vielen Frauen, ja es gibt erschreckend wenig Frauen, die sich trauen, intelligente Witze zu reissen, auch sich selbst auf den Arm zu nehmen, auch gibt es eben wenig gute Frauen als Stand-Up-Comedians. Ich denke mir, dass dies vor allem den Bildern zu verdanken ist, in der Weiblichkeit üblicherweise verstanden wird und dazu gehört erst einmal, den Männern gefallen zu wollen, ist also einem gewissen Anpassungsdruck geschuldet. Und (schenkelklopflerische) Witze zu reissen (ok, kann ich meist selber nicht drüber lachen) passt da einfach nicht ins Bild; ich bin Anhängerin des britischen und des jüdischen Humors (z.B. Woody Allen). Daher hat auch Stand-Up wohl seinen Ursprung im anglo-amerikanischen Sprachraum. Clowns, Comedians sind zumeist sensible Melancholiker, sind dünnhäutig und ihr Humor eine Antwort auf die Welt, ähnlich wie Theater als Spiegel fungiert. Und Humor kann eine Waffe sein, die scharf zielen kann, weshalb auch immer wieder Programme von Komikern, Kabarettisten, Stand-Up’s zensiert werden. Das ist wohl auch die Antwort auf die Frage, “who’s afraid of clowns …”, wozu es bei Google über 438.000 Einträge gibt und sich verschiedene Erklärungen anbieten.

Ich erwähnte an anderer Stelle, daß das Gehirn das grösste Sexualorgan ist, und ich meine jetzt nicht nur Kopfkino und sexuelle Phantasien, die sich darin abspielen. Das Gehirn ist quasi meine Achillesferse, meine Schwachstelle, ich kann mich ohne weiteres in Worte verlieben, was mir dreimal in meinem Leben passiert ist, aufgrund von Briefwechseln. Und so wird meine Muschi nicht nur feucht, wenn ich genüsslich an einem Schwanz lutsche, sondern auch, wenn ein Bildungsmensch rezitieren kann, z.B. Gottfried Benn, was ja heutzutage nur noch die wenigsten tun, können oder wollen. Wahrscheinlich weil Männer aus anderen Milieus diese dann als “verweichlicht” betrachten und diffamieren, obwohl ich persönlich unter “Verweichlichung” neurotisch-narzisstische Muttersöhnchen verstehe, die später aus ihrer Partnerin eine Mutti machen bzw. auf Frauen treffen, die sich selbst zur Mutti machen und ihren Mann mit Vati ansprechen. Man kann diese sekundäre Infantilisierung bei vielen Paaren beobachten. Bei aller Schönheit der Vertrautheit: wie soll mann zum Beispiel da geil werden?! Schickt mal alle Muttis in meinen Blow-Job-Workshop für Anfängerinnen *g*, obwohl, nicht missverstehen, ich biete keine Paar- oder Sexualtherapie, nur Coaching. Aber warum so viele Frauen keine Lust haben, einen Schwanz zu lutschen, ist mir unerklärlich. Wurden sie traumatisiert durch ungewaschene Schwänze, durch Nötigung, auch Nötigung, sich Pornos anzuschauen und glauben nun, dass sie sich in ihrer Frauenehre degradiert fühlen, wenn sie einen Schwanz lutschen? Ich meine, Sex bedeutet Austausch, Lust, es macht einen doch selbst geil, wenn man dem Partner Lust bereitet, so wie viele Männer gerne Frauen mit der Zunge verwöhnen und nur dann wirkliche Lust bekommen, so gibt es Frauen, die tatsächlich gerne orale Freuden schenken, weil es sie selbst anmacht. Irgendwas muß schief gelaufen sein, was die Sex- und insbesondere orale Unlust bei vielen Paaren betrifft, und ich spreche jetzt nicht von Ursachen, die in Erkrankungen zu finden sind oder in den Nebenwirkungen von Medikamenten. Auch hier gibt es sehr viele loyale Partner und Partnerinnen, die weiterhin ihren Mann, ihre Frau lieben, selbst wenn der Sex-Entzug nicht leicht zu händeln ist. Ich bin in einer ähnlichen Situation und habe kein schlechtes Gewissen, dass ich mir gelegentlich woanders hole, was ich brauche. Schliesslich machen das die allermeisten Männer genauso. Wie sage ich immer: in der Liebe monogam, beim Sex schön promiskuitär … wir Menschen sind sexuell nicht auf Monogamie geeicht, sondern biologisch auf das Gegenteil, weshalb ich als Kantianerin auch Darwinistin wurde.

Mein bereits oben angekündigtes Date, welches ein relativ kurzes und sehr vergnügliches war, hatte es eben in sich, was die Anspannung davor betraf, das Ängstliche vermischt sich mit dem Unbekannten, denn man weiss ja nie, wem man bei einer intimen Begegnung erwarten darf; jener welcher sei also dieser Text gewidmet, da er mich u.a. auch auf einen grossartigen Stand-Up-Comedian aufmerksam machte, der mir bislang entgangen war und einige Schnipsel konnte ich mir – youtube sei Dank – heute morgen zu Gemüte führen; Stand-Up ist neben Erotik und den schönen Künsten meine zweite Leidenschaft, und ich meine jetzt nicht die Kunst der Schwanzanbeterin Ariane de Saint Phallus und auch nicht den doppelten Sinn von Stand-Up, der mich als streitbare Aktivistin kennzeichnet, wenn ich für einen liberalen Umgang mit Sex im allgemeinen und bezahlten Sex im besonderen plädiere. Sondern die Geschichte des Stand-Ups und das Wesen der meisten schonungslosen Aufklärer und Hofnarren. Als “Goldschwanz” habe ich bislang ein wenig im Netz gewütet, noch selten auf der Bühne, aber ich habe ja auch erst im März meinen allerersten Auftritt gehabt und noch wenige schlossen sich an. Übung macht die Meisterin wie beim Schwanzlutschen, das dauert eben seine Zeit. Fingerspitzengefühl ist an dieser Stelle eben nicht alles.
Nun, ich habe mich der Geschichte des Stand-Ups bislang nicht gewidmet und diesem Herrn sei Dank ist diese Lücke fast gefüllt. Nachdem ich ihn traf, habe ich sogleich seine ausgesprochenen Empfehlungen nachgeschlagen und bin fündig geworden. Ein deutschsprachiger Artikel über Bill Hicks sei für die des englischen nicht so mächtigen daher angeführt. Leider ist Bill nur 32 Jahre alt geworden. Meine Lieblings-Stand-ups sind Joan Rivers, Patrick Kielty, Leo Bassi und David Hoyle (ein Portrait), allesamt ausserhalb Deutschlands angesiedelt, sprich U.S., U.K. und Spanien. Ich will mich schon sehr lange für die clowning-schule von Bassi anmelden, ein workshop, den er leider viel zu selten veranstaltet, aber immer fehlten mir zum passenden Termin die Mücken bzw. war ich anderweitig umtriebig und habe den Termin nicht wahrnehmen können. Auf Bassi bin ich vor knapp sechs Jahren gestossen, eine Offenbarung, auch jener, der mich mit ihm bekannt machte. Dies muss ich unbedingt noch nachholen, denn eine Nutte, die den Hofnarren spielt, ist nun wahrlich einzigartig.

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Sau, Sau, jetzt ist aber mal Schluss mit Sau, man bekommt ja einen völlig falschen Eindruck von mir. Natürlich ist eine Champagner-Dusche nicht zu verachten und auch diverse Erziehungsbemühungen von einem Wildschwein zu einem Hausschwein verfehlen nicht ihre Wirkung. Ich verletze auch nur auf Wunsch meiner Spielgefährten das Date-Geheimnis und plaudere über gewisse Details oder Abläufe, wenn ein Beitrag also durchaus erwünscht ist. Ansonsten halte ich mich eher zurück und erzähle eben nicht, daß der Herr, der mich auf Bill Hicks und Red Fox aufmerksam machte, noch etwas mehr zu bieten hatte, was dies im einzelnen genau war bleibt mein Geheimnis. Ich meine mich zu erinnern, daß er u.a. Gottfried Benn rezitierte und die Wirkung verfehlte es nicht, habe dazu bereits Auskunft gegeben, daß es sich bei mir ja ähnlich wie bei Jamie Lee – The Body – Curtis in dem Film “Ein Fisch namens Wanda” verhält, als Wanda ganz fickrig wird, wenn ihre neue Liebe Archie Leach (John Cleese; Mitglied von Monty Python you know…) sein gereiftes Fremdsprachenvokabular auf sie einprasseln lässt; da reicht die italienische Speisekarte ihres Freundes Otto (Kevin Kline) eben nicht mehr aus. Das ist dann eben Mindfuck im besten Sinne, nicht zu verwechseln mit Soulfuck, wenn also Geist, Herz und Muschi einen schönen Gleichklang erleben. Es scheint eine direkte Verbindung zwischen allen drei Organen zu geben. Dabei ist es garnicht so kompliziert, wie ich mich anhöre, denn ich habe verschiedene Vorlieben, die ich mit dem jeweils passenden Partner teile, wobei natürlich ein politischer Schlagabtausch im Vorfeld oder ein amüsantes oder persönliches Gespräch als Nachschlag auch seinen Reiz hat, wie ich generell Menschen schätze, die neugierig und intelligent sind. Damit meine ich garnicht unbedingt eine akademische Bildung, sondern Common Sense und Herzensbildung. Warum schreibe ich das? Ganz einfach, weil ich mit Menschen im allgemeinen und Männern im besonderen, die über letzteres verfügen, die besten Erfahrungen gemacht habe. Und das auch im Bett. “Dumm fickt gut” kann ich also umgekehrt über Männer nicht behaupten. “Gut”, damit meine ich nicht “Dauerrammeln, daß nach Arbeit riecht”, wie das eine wohl sehr niwoh-behaftete Escort-Dame aus Wien unlängst hier äusserst un-nett und anonym getwittert hat, sondern zärtlichen Girlfriendsex, der in Pornsex umschlägt, also Petting zum Aufwärmen und richtig schön vögeln und durchgefickt werden zum Erhitzen, alternativ sanftes Aufsatteln und in die Prärie des Federbetts ausreiten. Ich würde der twitternden “Frau Verwöhnung” vorschlagen, ihren Job zu wechseln; ach nee, sie macht das ja sicher alles aus “Spass” und Studentin ist sie sicherlich auch. Ich meine, zwischen Kaltschnäuzigkeit und Professionalität gibt es ja wohl einen Unterschied; offenbar hapert es wohl mit ihrer Zielgruppen-Orientierung *böses Wort*. So wie manche Männer ausschliesslich mit dem Schwanz denken (siehe Otto weiter oben, da hilft auch kein Nietzsche), so denken manche Escorts oder Callgirls nur in Dollar-oder Euro-Noten und wundern sich dann, wenn sie auf die “Falschen” treffen. So eine blöde Kuh; jetzt denken doch die meisten Jungs, daß alle Escorts über sie lästern und sie verachten. Natürlich gibt es Typen, die sind einfach zum Kotzen, aber das bekommt man doch schon bei der Vorstellung, am Telefon mit. Und wenn die Intelligenz, auch die emotionale Intelligenz und Bauchgefühl, nicht ausreichend sind, sie ist ja der Sicherheitsgurt für die Frauen in diesem merkwürdigen Gewerbe, trifft man doch eher in Ausnahmefällen auf den Falschen, wenn er sich vorher also verstellt hat, und dann heisst es eben sofortige Beendigung des Treffens oder einer Kundenbeziehung und nicht: Augen zu und durch. Leider hat fast jedes Callgirl schon die eine oder andere schreckliche Erfahrung gemacht, meistens zu Beginn ihrer Tätigkeit als Hure, Escort whatever … man lernt daraus, von einer Begegnung zur nächsten, sich Idioten vom Hals zu halten und ein Frühwarnsystem zu entwickeln. Wenn man so gar keine Antennen hat, ist man falsch in diesem Job. Antennen bedeutet ja auch Feinfühligkeit und Empathie, und dies sind die Grundvoraussetzungen, sonst kann man sich auf die Bedürfnisse eines anderen Menschen doch garnicht einlassen.

Nun etwas erfreulicheres: ich muss gestehen, daß ich auch eine extreme Vorliebe für Oralverkehr entwickelt habe, ich meine jetzt nicht die 69er-Stellung, eher das Nacheinander, also dass man sich durch das Kreisen der Zunge, mal sanftem, mal heftigen Lutschen zum Höhepunkt bringt. Ich komme dabei leider sehr schnell, wie mancher Mann. Aber ich mag es auch mit der Hand und Fingern an den richtigen Stellen, wenn meine Schenkel eng zusammengepresst sind, das macht mich auch an.

Ich habe seit einer Weile den Verdacht, daß das vaginale Zeitalter an sein Ende gekommen und das schnöde Rein-Raus für die meisten Männer uninteressant geworden ist; also rufe ich vorsichtshalber mal das orale Zeitalter aus: die pure Erotik, der pure Sex, der Mund ist der Schlüssel zum wahren Glück des 21 Jhdt. Glauben Sie nicht? Ich werde es Ihnen zeigen …. obwohl ….
ich auf meine gelegentlichen Ausritte auch nicht verzichten möchte *hüa*

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oink, oink, gestern ein tolles Schweinchen getroffen und mein Bauchgefühl und meine Ohren haben mich nicht betrogen (dafür viele merkwürdige Anfragen u.a. von Fesselkünstlern, Augenbesamern, einem betrunkenen Rentner in Folge abgelehnt); seit 2 Jahren spielte er mit dem Gedanken, mich zu treffen, gut Ding will Weile haben; konnte er froh sein, daß ich 2009 noch im Dienst bin *muuaah* Wir haben uns nach einem überaus angenehmen Telefongespräch in der letzten Woche also in einem Café getroffen, um uns zu beschnuppern, wie das unter Schweinchen üblich ist, und haben uns gleich gut bei einer “Latte” verstanden. Nur Freizeitlook hatte ich leicht mißverstanden und eine Lederhose, einen schwarzen Rolli angezogen. Casual, das nächste Mal komme ich im Jogging-Anzug he he…. Nun, Ergebnisse aus der Sexualforschung, gewisse Vorlieben für Lolita-Look-Alikes wurden genauso erörtert wie BJ-Workshops für Hausfrauen und besondere Fetische. Er ist kein Fetischist, aber plauderte aus dem Schatzkästlein, also was ihm andere Damen so zugeflüstert haben und womit man es gelegentlich zu tun bekommt. Fussfetisch erhält eine ganz neue Bedeutung, wenn jemand den Damenfuss komplett in seinem Hintern fühlen möchte. Die abgefahrensten Wünsche, mit denen ich konfrontiert wurde, waren Car Cranking, also dass jemandem einer abgeht, wenn eine Frau den Motor eines Autos mehrfach aufheulen lässt, Unter-Wasser-Blow-Jobbing, Butt Crush – einfach eklig; die Frau soll sich mit nacktem Hintern auf lebenden Käfer setzen und ihn zum Platzen bringen, wird natürlich alles abgelehnt; apropos Platzen, mir ist auch ein Fetisch bekannt, wo gewünscht wurde, daß aufgeblasene Luftballons von einer Frau zum Platzen gebracht werden und das Platzen der Auslöser für einen Orgasmus ist. Letzteres finde ich durchaus originell.
Wir haben uns jedenfalls köstlich amüsiert in diesem hübschen Café im Stil der 20er Jahre, so sehr, daß wir dann doch beschlossen, das Lotterbett aufzusuchen. Kaum hatten wir die Tür durchschritten, rissen wir uns die Kleider vom Leib und das Wort Tuchfühlung erhielt eine völlig neue Bedeutung. Wir haben uns wild und tief geküsst und ich muss sagen, der konnte küssen, auweia, bin sofort feucht geworden; das geht mir zumeist auch bei einem genüsslichen Deep Throat, daß ich beim Blasen feucht werde. Nein, nicht nur in Mund und Augen (Stichwort gagging) *sabber*, sondern zwischen den Schenkeln. Wir haben es sehr schön und lange hinausgezögert und der Blubb war ganz vorzüglich, die Menge und die Qualität, schneeweiss und von vorzüglicher Konsistenz, da hat sich das Schleckermäulchen sehr gefreut. Ist auch für mich eine Augenweide, nicht nur für den Mann, der dabei zuschaut *g*. Er ist Nichtraucher, wobei ich hinzufügen muß, daß auch viele Raucher sehr gut schmecken und dass es sich offensichtlich doch nicht so sehr auf den Geschmack auswirkt, wie ich eine Weile dachte. Höchstens im Zusammenhang mit regelmässigen Bierkonsum, der einen leicht bitteren Nachgeschmack hinterläßt. Für mich gibt es jedenfalls nichts Schöneres, als auf den Knien rumzurutschen und es einem Mann mit dem Mund zu besorgen. Übrigens, die Spitze eines Lümmeltütchens kitzelt immer so in der Kehle; safe ist auch eine Option, die ich regelmässig erfülle, oft wünscht man pur, da kitzelt dann was anderes in meiner Kehle und mann fühlt den warmen, weichen Mund, selbstverständlich ohne Zahn- und Handeinsatz. Im Grunde ist auch Blasen eine extreme Vertrauenssache und dass ein Mann seinen Schwanz dem Mund einer Frau überantwortet ist für mich durchaus vergleichbar, wenn er in die Muschi einer Frau eindringt und sie sich hingibt. Ob im Sattel oder Missi; im Grunde geben beide Seiten sich hin und öffnen sich *g*. Und deshalb ist es eben wichtig zu entscheiden, mit wem man diese Intimität am besten teilt, denn auch eine “öffentliche” Frau, mein kleiner Bauchladen, ist nicht für jeden verfügbar. Wäre ja noch schöner.

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Ich hab immer so meine Problemchen mit Fotos und manchem Fotografen, weshalb ich dazu übergegangen bin, viele Fotos mit Stativ oder Selbstauslöser von mir aufzunehmen oder jemandem meine Kamera in die Hand zu drücken und mich, auf meinen Wunsch hin, auf Zuruf abzulichten, dadurch wirken manche Bilder zwar etwas statisch und nicht ekstatisch, aber mir gefällt’s; die Chemie zwischen Modell und Fotograf muß eigentlich stimmen, sonst kann ein teurer Fototermin schiefgehen, weil man sich nicht entspannt oder einfach deshalb, weil der Fotograf sich nicht auf die Wünsche des Modells einlässt und er seine eigenen Vorstellungen durchsetzen will, sicher irgendwo nachvollziehbar, aber wenn letzteres geschah, kam nicht viel Gutes dabei heraus; ist mir schon einige Male passiert und habe in naher Zukunft nicht vor, auf die Dienste von Profis zurückzugreifen. Dann mache ich es mir eben selbst.
Ich kann auch den üblichen Fotos vieler Escort-Galerien nicht viel abgewinnen, zum einen, weil sie so extrem glatt erscheinen, zum anderen weil ich vom Typ eh kein Playboy-Bunny widerspiegele. Ich mag mir daher lieber gute Amateuraufnahmen anschauen oder meine Bilder, in denen ich versuche, gewisse Phantasien zu visualisieren. Manchmal auch mit einem Augenzwinkern. Ich fotografiere sehr gerne, wenn ich auch eine Amateuse bin, so hab ich doch ein recht gutes Auge. Ich liebe, wie in meinem Photo-Blog “trash brothels” erwähnt, hyperrealistische Fotografie und Malerei, z.B. von Franz Gertsch. In seinen gemalten Bildern sieht man kaum einen Unterschied zur Fotografie, erstaunlich!

Barbara und Gaby 1974

Barbara und Gaby 1974

Ich stelle euch hier mal einige meiner Lieblingsfotografen vor, die ich sehr schätze.

Terry Richardson, unter Promis sehr beliebt

Pamela Anderson

Pamela Anderson

aus wives, wheels, weapons

aus: wives, wheels, weapons

Diana Scheunemann’s fantastische Aufnahmen

und kann dieses kleine Büchlein von ihr mit sexy Fotos sehr empfehlen

ambisexual

ambisexual

Ed Templeton, hier Bam & Michelle, sehr intim, sehr zart, sehr erotisch

Olaf Martens

und natürlich Noboyushi Araki

Wolfgang Tillmanns

Jürgen Teller

Ich finde es gut, wenn meine eigenen Fotos meinen persönlichen Geschmack widerspiegeln, weil ich mich in erster Linie damit identifizieren muss, das macht sie dann eben unverwechselbar und nicht massenkompatibel, z.B. die Hotel Serien, wenn sie zeigen, wie ich mich in einem Hotelzimmer bewege. Ich bin schon des öfteren wegen meiner Fotos kritisiert worden, weil sie so “anders” sind. Aber sie müssen ja auch nicht jedem gefallen und wirken so gewissermassen als Filter, im doppelten Sinne. Nun, ich komme mir selbst fremd vor, wenn ich vor einer Linse stehe, sitze oder liege, und dies wirkt sich natürlich auf meinen Gesichtsausdruck aus. Man sagt mir häufig, daß ich auf den Bildern unnahbar erscheine oder unterkühlt und man ist überrascht, wenn ich face2face viel sympathischer, wärmer oder “natürlicher”, aber nicht weniger sinnlich, rüberkomme. Letztlich sind alle Bilder im wahrsten Sinne Momentaufnahmen und verraten nichts über das “Wesen” eines Menschen. Ich möchte, daß meine Bilder gewisse Phantasien ansprechen und habe mich immer um perfekte Bilder drumherum gedrückt, denn Perfektion ist schrecklich kalt. Natürliche Bilder?! Hmm, suchen denn die Menschen, die meine Fotos ansprechen sollen, wirklich das Natürliche? Inklusive unrasierter Beine und Mu? Ich glaube nicht, die “Natürlichkeit” ist auch so eine Mär und verspricht das “Authentische”, “Berechenbare”, “Nahbare”, aber wie gesagt, das wahre Wesen können Bilder kaum ausdrücken, noch nicht einmal Texte. “Natürlichkeit” findet man bei seinem Partner/Partnerin und im Strassenbild; das, was ich mir wünsche ist, “natürliche” Phantasien, Wünsche und Sehnsüchte anzusprechen, wie es unserer Natur entspricht, Lüste, die oft nicht zu ihrem Recht kommen.

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Apropos Foto & Werbung; eine der stärksten Kampagnen in der Werbung wurde unter dem Projektnamen “wrong working environment” für jobsintown.de von der Berliner Agentur Scholz & Friends entwickelt, die sicher für viele ein Begriff ist. Diese erhielt auch den Epica d’ Or Award 2006.

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Ach so, möchte ich nicht unterschlagen, eine Berlin ansässige Fotografin Zsu Szabo ist mir äußerst positiv aufgefallen … he he – danke für den Hinweis Anna Lena – und werde mich bei Gelegenheit mal mit ihr in Verbindung setzen. Hier zwei Kostproben aus ihrem Portfolio:

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Ich bekomme ja regelmässig Post; neben unseriösen Anfragen findet sich origineller Trash in meinem Papierkorb. Ob Bekehrungsversuche fundamentalistischer amerikanischer Christen und Schimpfe radikaler Prostitutionsgegner, die einem den Teufel aus dem Leib treiben wollen – dies alles schön gespickt mit Bibelzitaten -, erreichen mich regelmässig Bettelbriefe der Nigeria-Connection, abstruse Model-Angebote meist englischer Pseudo-Agenturen, die üblicherweise hübsche Escorts als das “new face” umgarnen, um sie mit dem Versprechen einer eigenen Werbe-Kampagne zu locken, um ihnen dann eine “Vorab-Gebühr” von mehreren hundert Scheinen abzuknöpfen. Wer in seiner Eitelkeit darauf hineinfällt, selber schuld sage ich nur. Die “Models” werden woanders gemacht. Zeitweise ereilen mich dann etwas intelligentere und originelle Betrugsversuche, zum Beispiel heute …

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a Poverty Alleviation Scheme through your email.

It will interest you to know that your email address was selected from your
country’s chambers of commerce,due to an internet random selection and you have
been confirmed as one of the lucky recipients of this year’s donation programme.
You are also entitled to the sum of $1,500,000.00 Dollars (One Million, Five
Hundred Thousand Dollars) as charity donations/aid from the Royal dutch Shell
Foundation (NETHERLANDS) International donation scheme.

Further information on the processing and disbursement of your grant
entitlements, along side the provision of your qualification documentations,
will be dislosed to you by the National Secretary of the foundation, Dr. R. G.

Please contact him with your Qualification Number ……”

***

und dann folgen Telefonnumern dieses “seriösen” Doktors, der in seinem englischen Allerwelts-Namen natürlich namentlich erwähnt wird, einem Link zur Wikipedia-Seite zu Shell *lach* als Referenz zur o.g. Stiftung, und die Bitte, mit Name, Adresse, Referenznummer des Schreibens vorstellig zu werden.

Ich weiss, daß es Frauen gibt, die regelmässig auf so etwas hereinfallen und abgezockt werden, habe dies in englischsprachigen Foren mehrfach lesen dürfen. Aber was denken sich manche Damen eigentlich dabei? Das ausgerechnet sie, mit durchschnittlicher Attraktivität (den Rest macht Photoshop möglich) sich zum Supermodel berufen fühlen oder dass man ohne “Eigenleistung” plötzlich in den Genuss einer 1.5 Millionen Dollar Spende kommen soll? Hallo? Gehts noch? Soviel zunächst einmal aus meinem Portfolio, äh Mülleimer.

Nun, die Kerzen sind ausgeblasen, die Geister sind vertrieben, Halloween eignet sich auch nur noch für das Popkorn-Geschäft. Halloween ist eine angelsächsische Tradition, über die ich jetzt kein Referat halten möchte, keine Sorge, aber in Deutschland ist es nur eine umsatzfördernde Verkaufsstrategie eines speziellen Events, was hierzulande eh keine Sau versteht, ausser, daß man sich bei dieser Gelegenheit einen Kürbis in den Garten oder Flur stellt oder als Gespenst auf Parties auftritt. Ist schon kurios das Ganze, da lobe ich mir doch die Weihnachtsmänner, die man demnächst im Vorbeifahren wieder an jedem zweiten deutschen Balkon hängen sieht. Wobei, da fällt mir ein, so eine schöne Rute …, aber die brauche ich eigentlich das ganze Jahr, so eine schöne Fleischpeitsche, die mir auf mein Popöchen klatscht oder mir meinen frechen, vorlauten Mund stopft, aber das ist jetzt eine andere Geschichte.

Aus dem Portfolio meiner aktuellen Top-Model-Kampagne:461b60f45b9b25293de7ec268daab_2401

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der erste Schnee in Berlin, London feucht, Wien 3x Schnee …
da mache ich doch mal das Feuerchen an; Zeit zu kuscheln …

wer es größer mag, als knisternder Bildschirmschoner downloadbar

wenn der Körper sich nach Entspannung, Nähe und Wärme sehnt …
BERÜHRUNGEN
MASSAGEN
BODYCOACHING
SINNLICHKEIT PUR

Ich nehme mir Zeit für Ihr Wohlbefinden!
Behandlungen ab 1h inkl. Dusche + Getränk
– Incall – Outcall – Hotel-Treatments ab 2h

BODYCHECK & BODYCOACHING
Ganzheitlicher Bodycheck, Anamnese und Beratung “ich fühl’s, wo’s drückt”

Ariane – Sex Therapie für Männer & Jungs
Berlin – Free Consultation – Training given
Luxury Appartment – Gated & Secure

Erster erotischer Themenpark in China noch vor der Eröffnung wieder abgerissen: Zum Andenken an diese aufklärerische Idee bleiben uns die Bilder zur Erinnerung.

Interessant, dass die Puppen und weiblichen Antlitze alle europäisch aussahen, dabei finde ich Asiatinnen äußerst attraktiv, insbesondere Japanerinnen.

Verehrte Freunde der gepflegten Kopulation, leider muss ich mich für einige Tage aus dem trüben Berlin, dem allseitigen November Blues inkl. gesamtdeutscher Feierlaune verabschieden, eure Schwanzanbeterin wird zur Truppenbetreuung nach England gerufen, um vor Ort an verschiedenen Aktivitäten, u.a. gegen die Verschärfung britischer Gesetze gegen den freien Verkehr mitzuwirken und um mich einige Tage in der englischen Countryside zu entspannen. Falls es jemanden von euch in den nächsten 10 Tagen nach London bzw. Südengland verschlägt und Lust hat, mich zu treffen – ich residiere in einem altenglischen Spukschloss inmitten einer wunderschönen Parklandschaft – darf er gerne telefonisch Kontakt mit mir aufnehmen. Gatwick Airport ist knapp 40 min von mir entfernt, London 1h. Ein Dinner-Date wäre hier ebenfalls möglich; eines der besten portugiesischen Restaurants in Kent befindet sich einen Steinwurf von mir entfernt. Meine englische Rufnummer ist auf meiner Website zu finden.
Ich bin ab dem 20ten in Berlin zurück und ab dem Vormittag erreichbar, denn euer Goldschwanz wird an dem Wochenende das Manifest der Muschi-Partei verlesen, dies im Rahmen des Manifestivals, ein Performance Festival in Berlin, veranstaltet vom Institut für ‘Pataphysik.

Bis dahin und lasst es euren Familienjuwelen gut gehen, euer Goldschwanz
my dog und ich

Neues von der INSEL …

comes out on monday … stay tuned

Die Mutter der Kompanie meldet sich wieder frohen Mutes und freien Willens und ganz untertänigst zurück, um das Leben deutscher Männer erotischer und freudenvoller zu gestalten. Wie erwähnt wurde ich zur Truppenbetreuung ins Vereinigte Königreich abberufen, um ein Ständerchen zu singen; anlässlich des Armistice-Day, den Feierlichkeiten zum Ende von WK I, habe ich gleich bei meiner Ankunft Kontakt zu den Streitkräften aufgenommen und mir eine Mohnblume ans Revers geheftet, damit ich als Gut-Mensch-Deutsche meinen Beitrag zur Aussöhnung leisten kann.

Ich reise ja des öfteren nach England bzw. pendele ich schon eine ganze Weile hin und her, zumeist nur zum Wochenende und dies aus privaten Gründen und nicht, um öffentlich zu verkehren. Diesmal hat sich euer Schweinchen ein wenig Zeit genommen und sich wieder in der beschaulichen Landschaft der Grafschaft Kent gesuhlt,

wo ich am vorletzten Freitag Abend einer Orgie, einer wilden Feier befreiter Swinger, beiwohnen durfte. Allerdings habe ich nicht mitgeswingt – meine letzten Parties liegen schon recht lange zurück – , sondern nur als keusche Voyeuse in einem hochgeschlossenen nachtblauen Kleid und ohne Höschen, der Szenerie beigewohnt und den Triebabbau wertschätzend honoriert. Und dabei auch köstlich unterhalten: mit einem nackten, unter Depressionen leidenden Gärtner, der genau deshalb Parties aufsucht, um sich zu erheitern, was ich durchaus nachvollziehen kann. Er beichtete mir, daß er alle Wände seines Häus’chens mit Bildern von Marilyn Monroe tapeziert hat; wenn die Unereichbarkeit einer Ikone eventuell Anlass zur Depression ist … hmmm …. deren Attraktivität im Vergleich zu realen Personen, vielen englischen Frauen und horny housewifes mit fettigen Strähnen und Muffins um die Hüften, natürlich umso stärker aufleuchten muss?! *he he* Desweiteren wurde ich Zeuge einer Diskussion zwischen einem Hypnotherapeuten, der die Party organisiert hatte, und einem Feuerwehrmann über die Vorteile der Abgewöhnung des Rauchens unter Hypnose. Dem Feuerwehrmann, der hauptberuflich ein Milchmann ist und sich in einer seiner Kundinnen verliebt hat und ihr auf Facebook nachstalkt, der also bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert ist, berichtete ich vom kürzlichen Brandfall in meinem Berliner Wohnhaus, der durch einen Nachbarn verursacht wurde und wie sich das anfühlt, evakuiert zu werden, die Angst, sein Leben, Hab & Gut zu verlieren, und … ach ja, auch die Libido. Dieses Ausgeliefertsein, unerträglich, ähnlich wie das Eingeschlossen-Sein in einem Zug, in einem Tunnel, über mehrere Stunden, wie auch schon erlebt. Nun, zur Heilung dieser unguten Berliner Erinnerung verabredeten wir uns an einem der folgenden Tage, um das Trauma durchzuarbeiten und damit zu beseitigen, damit ich noch vor Weihnachten den Schein der Kerzenlichter ungetrübt geniessen kann. Ich bat ihn dazu, seine Arbeitskleidung mitzubringen, also die Uniform des Fireworkers zu tragen, um das in mir schlummernde und doch ewiglich glimmende Feuer zu entfachen und anschliessend mit seinem Rettungsschlauch zu löschen. Wie gesagt so getan, zur Lunchtime am verabredeten Tag streckte ich pünktlich um 12h mittags mein Köpfchen aus dem Fenster meines Turmzimmers und rief “Help me, Help, there is a fire …!!!” und er rannte über den Rasen, dann die Treppen hinauf, wo ich ihn mit schreckgeweiteten Augen begrüßte und er mich nur dadurch beruhigen konnte, indem er flugs seinen Schlauch aus der Hose zog …
der mich sichtlich beeindruckte. Da es keinen regulären Zulauf bzw. Anschluss in diesem alten Gebäude gab, meinte er, ich müsse mit kräftigen Absaugbewegungen das rettende Nass herauspumpen. Selbstverständlich bin ich kein allzu ängstliches Frauchen und stehe meinen Mann, wenn es gilt, gemeinsam an einem Schwanz zu ziehen, und so bäumte sich die Schlange meines Retters in Sekundenschnelle auf und überflutete mich, ergoss sich über mein schwarzes Spitzenhöschen, meine hauchdünnen Nylons und mein erhitztes Gesicht. Ich war so erleichtert und dankbar, daß mein Retter das Feuer im Nu löschen konnte, daß ich ihm noch einen speziellen Service angedeihen liess, ihn aus seiner Uniform entpackte und ihn zur Entspannung in mein Jacuzzi bat, um dort mit mir auf Tauchstation zu gehen, um ihn anschliessend mit einer Massage mit warmen Mandelöl zu erquicken. Retter in der Not kann man nicht mehr als genug verwöhnen. Auch sein Schlauch war schon wieder einsatzfähig und kringelte sich zu mir empor, er hatte zuvor ja nur das erste Pulver aus seiner Wunderwaffe verschossen.
Ich kaute ihn genüsslich hart, liebkoste, leckte und schleckte ihn rot und dick und er drückte ihn mir in meine unterfickte und so enge Pussy, begann sie zu weiten, gaaaaaaaanz laaangsam mit tiefen Stössen öffnete er meine zuvor durch einen Keuschheitsgürtel verriegelte Spalte und holte sich die Stärkung, die er als einsatzfähiger Fireworker eben so braucht. Ich denke, ich werde das Weihnachtsfest besinnlich angehen können.

***

Nach diesem Vergnügen gab ich mich der Übersetzung von DVD-Titeln und Beschreibungen einiger Pornoproduktionen hin, bei denen eine Freundin von mir mitwirkt und worum sie mich gebeten hatte. Die Texte erscheinen also auf den Covern der DVD’s, eine höchst amüsante und herausfordernde Aufgabe für mich. Meine englische Freundin hatte zuvor Google Translate bemüht und es kam dabei nichts wirklich Gescheites heraus, statt Schlampe Schlacke u.ä.
Aus meinen Übersetzungsbemühungen hier ein paar Kostproben
(bitte nicht missverstehen, es handelt sich um Übersetzungen, ich persönlich wertschätze und praktiziere gummifreien Verkehr “nicht”):

* Fette Huren baden in einem Wasserfall von Pisse *

Candie und Marie sind zwei Huren, die Pisse lieben und 20 Jungs zu einer Piss-Party in ihr Dorf eingeladen haben, wo sie ununterbrochen vollgepisst und vollgespritzt werden, bis nichts mehr in ihren Säcken übrigbleibt und die Piss-Fotzen total eingesamt sind. Ein Film für Natursekt und Sperma Liebhaber, die tabulose Gruppen in Aktion zu schätzen wissen.

* Kirie’s bareback-creampie auf Schloss Neuschwanstein *

Bareback-Liebhaber und Freunde tabulosen Verkehrs haben sich im Schloss Neuschwanstein zusammengefunden und Kirie mit Sperma abgefüllt und sie in den Boden gerammelt, aber immer hygienisch: die Zähne wurden nur mit frischer Wichse geputzt. Dieser Film ist ein “Muss” fur jede perverse Videosammlung. Eine Bonus DVD in voller Länge. Also Jungs: Kauf mich!

* Sperma-Schlangen für Kirie und Miriam *

Kirie und ihre beste Freundin Miriam entscheiden sich zum nächstgelegenen Porno-Kino zu gehen, wo sie hoffen, eine Menge fremder Männer zu finden, die sie durchficken. Über 20 geile Kerle sind mehr als glücklich, die beiden am laufenden Band durchzunehmen, sie zu ficken und in ihre Fotzen abzuspritzen. Nach über zwei Stunden sind die beiden Schlampen mit klebrigem Sperma zugesaut und mit viel schöner weisser Ficksahne abgefüllt, aber sie wollen natürlich noch mehr!

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London News – Ergebnis einer Sex-Umfrage unter Londonern und ihren Vorlieben

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Am Ende meiner Reise traf ich meine Freundin Elina, die Regisseurin des hier an anderer Stelle erwähnten Theaterstücks “LULU”, wo ich im nächsten Frühjahr mitwirken werde. Sie liebt genau wie ich Louise Bourgeois und ich entdeckte bei ihr dieses schöne T-Shirt, dass sie sich im Museumsshop der Tate Modern anlässlich der letzten Bourgeois-Ausstellung zugelegt hatte. Einfach hinreissend …

Später spazierten wir in die Anish Kapoor Ausstellung in der Royal Academy, die ich mir zum zweiten Mal gönnte. Herrliche Skulpturen, u.a. aus weichem Wachs, der sich wie Lippenstift anfühlt, hab ich getestet. Hier ein paar Aufnahmen aus der Ausstellung, ist natürlich verboten, sowie aus dem Toilettenbereich der Royal Academy.


Der Herr, der die Kanone in Gang hielt.


gespiegelt in einer kapoor-skulptur


In der Toilette der Royal Academy

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Das Beste kommt zum Schluss *aaaaaaarrgggggh*

Die Installation von Ed Kienholz “Hurengracht” aus den 80ern hat Einlass in die heiligen Hallen der National Academy gefunden und wird in der hiesigen Kunstszene abgefeiert, während zeitgleich das Prostitutionsverbot in Grossbritannien verschärft wird, drückt man sich die Nasen an den Fenstern der Hurengracht platt, um sich Puppen, die aussehen sollen “wie Menschen” (ich zitiere) anzuschauen. *muuaaahh* Es ist immer wieder erstaunlich, wie Künstler zur Romantisierung, zur Verkitschung des Rotlichts in der Geschichte der Prostitution beigetragen haben.
Natürlich musste ich mir diese Ausstellung auch antun.

***

Ich habe mir kürzlich diese neue Brille gekauft, aber die werde ich mir beim schönsten Hobby der Welt diesmal nicht versauen wie meine alte Salvatore Ferragamo FE1774B (511), der es die Gläser gesprengt hat.

Aus aktuellem Anlass: ich bin kürzlich gefragt worden, ob ich in der Maischberger-Sendung am 1. Dezember zum Thema “Prostitution” reden wolle. Man kam auf mich, weil mich zwei bekannte und auch politisch engagierte Berliner Bordellbetreiberinnen als Gesprächspartnerin empfohlen hatten, die wissen, dass ich auf unserer Spielwiese engagiert bin. Ob Frauen als Escort werkeln oder im Bordell – ich habe verschiedene Spektren kennengelernt -, den Luxus sein Gesicht im TV zu zeigen, können sich die wenigsten leisten, aus naheliegenden Gründen, und weil es zudem geschäftsschädigend ist und höchstens unter Anti-Werbung abgebucht werden kann. “Diskretion” ist oberstes Gebot – eben der Doppelmoral geschuldet – und eine Hure, die Gesicht zeigt, ist schnell weg vom Fenster, insbesondere im höherpreisigen Segment. Wenn es allerdings um das Ausräumen von Vorurteilen, der Stigmatisierung geht, bin ich doch zögerlich und hatte einem Vorgespräch mit einer Redakteurin zugestimmt. Fakt war: das Thema stand nicht fest – “irgendwas” mit Prostitution; Rolf Eden als bekennender Puffgänger sitzt auf dem Sofa, eine Prostitutionsgegnerin sowie ein Clubbesitzer von und zu, der mit dem gekauften Adelstitel. “Es wäre mal wieder Zeit, was zum Thema Prostitution zu machen” war der Tenor der Redaktion (schliesslich leidet auch das durch Zwangsgebühren subventionierte, den Kulturauftrag arg verfehlende, dank einfallsloser Drehbuchautoren und durch Korruptionsskandale gebeutelte ARD unter nachlassende Einschaltquoten, klar, wenn nur noch Beckmann, Soaps und Volksmusik laufen); also für diese “illustre” Runde benötige man eine selbstbewußte Frau “vom Fach”, die aus dem Alltag plaudert, gerne Biographisches und gruselige Geschichten aus Kindheit und Jugend, die betroffen machen. Aber zu selbstbewußt darf es dann doch nicht sein und Popp-Around-The-Clock muss auch sein, um einen “richtige Nutte” darzustellen und nicht nur ein Freelancer der Redlight-Escort-Szene, die tatsächlich nur noch gelegentlich werkelt, weil sie vielleicht noch anderen beruflichen und privaten Aktivitäten nachgeht. Da mich die ganzen Aussteigerinnen-Geschichten einfach nur noch ankotzen – auch in Buchform -, das Mediengeplärre, das nur auf Voyeurismus, Betroffenheit und Quote abzielt (ob öffentlich-rechtlich-subventioniert oder privat gechannelt ohne Zwangsgebühren), die also qua Berichterstattung zwischen Einstiegshilfe à la Pretty Woman und Skandalisierung und Kriminalisierung des ach so bösen und angeblich “billigen” Rotlichts changieren (während die Berichterstatter der gleichen Verlage, ob Buchverlage, Medienunternehmen über Anzeigen und Quote, Bestseller, auch Museen, die sich der Hochkultur zurechnen, wie kürzlich gerade hier erwähnt) am Kunst-Gewerbe, an der Doppelmoral, an der Moralin-Suppe doch sehr gut mitverdienen, dachte ich, trotz aller evtl. Folge- und Nebenwirkungen einen subversiven Beitrag im geeigneten Format absetzen zu können, um mal ein paar Dinge gerade zu rücken, was sowohl die Vielfalt von Biografien betrifft seitens Frauen, die in diese Tätigkeit “einsteigen” und nicht aussteigen bzw. was das Bild vom sog. “Kunden” allgemein betrifft, der üblicherweise nicht “pervers” oder ein “bedürftiger Loser” ist (wie es gerne auch die deutsch- und englisch-sprachigen Medien kolportieren) und der sich noch von den allermeisten Männerbekanntschaften in meinem Leben durchaus positiv abhebt; um also mal einen medialen Gegen-Diskurs zu eröffnen, der jenseits von Opferschiene oder Skandalisierung nicht nur taumelt, der zwischen versklavten Prostituierten und Menschenhandel sowie Helferindustrie klar unterscheidet und einer sexuellen Selbstbestimmung – ob geldvermittelt oder generell dem befreiten Eros und Sexus – das Wort redet, den Sex, die Erotik im allgemeinen aufwertet, anstatt herunter dumpt und diffamiert.

Ich habe zunehmend den Eindruck gewonnen, dass sich nicht nur in Bezug auf das gesellschaftliche Gespräch über Prostitution alles seitenverkehrt abspielt, dass also die radikalen ProstitutionsgegnerInnen die eigentlich “Gestörten” sind und einer intensiven Behandlung bedürfen (anders ist ihr Unmut, ja Hass nicht zu erklären, den sie durch Projektionen aussenden) und eben nicht jene Konsumenten und Anbieterinnen sexueller Dienstleistungen, die permanent pathologisiert werden.
Menschen wie du und ich, gesund im Kopf und zwischen den Lenden, Freigeist, Feingeist, das ist eine starke Realität – ohne ignorieren zu wollen, daß es viele eklige Typen in dieser Szene gibt, die den Frauen das Leben schwer machen, über verbale und körperliche Gewalt bis zu Mord und weshalb der 17. Dezember ein Gedenktag dafür ist. Gewalt, die vor allem in konservativen (auch Bundes-) Ländern mit Verboten und daher kriminellen Strukturen rund um Paysex besonders häufig auftritt.

Selbst wenn im Fall des kürzlich durch den Ex-Freund erzwungen Selbst-Outings von “Belle de Jour”, einer englischen Wissenschaftlerin, die 14 Monate als sog. High-End-Escort in London für eine Agentur werkelte (300£/std) und daraus einen bestseller-reifen Blog gebastelt hatte, ihr unterstellt wurde/wird, daß sie Sexarbeit verherrliche, weil sie einfach keine Scheisse erlebt hat und den Job und die Begegnung mit fremden Männern geniessen konnte, so wird auch ihr das nicht gegönnt und durch den Erzbischof von York verfemt. Eine Prostituierte darf einfach keinen Spass haben, sie muss leiden, unendlich leiden, am Stigma, an der Doppelmoral und ggf. an Zechprellern und gewalttätigen Kunden. Zur deutschsprachigen Diskussion der aktuellen Belle-de-Jour-Debatte click here. Eine Frau, die selbstbewusst und lustvoll bei der Sache ist, das kann es einfach nicht geben, das darf nicht sein, schliesslich muß sich eine Hure, ob Callgirl, Strassendirne oder Escort für ihr Tun schämen – die soziale Verfemung wird durch das bezahlte Honorar noch nicht einmal beglichen, Rates, die von vielen engagierten P6-Diskutanten regelmässig durchgekaut, hochgespielt und spekulativ in die Höhe getrieben werden, die nichts anderes zu tun haben, als sich realitätsfernen Phantasien hinzugeben, die mit der Realität rein garnichts zu tun haben (im mittleren- und höherpreisigen Escort-Bereich wird nicht hintereinander “abgearbeitet”). Sozialneid kann es an dieser Stelle also kaum sein, aus ihrer Sicht sind wir doch schon “ganz unten”; eher materieller Neid – Spass haben und Geld verdienen, gehts noch?! , die Blasphemie des Geldsegens oder Frauen zu bestrafen, die aus Sicht der unterfickten Moralisten und vieler Ehefrauen und Lebensabschnittsgefährtinnen, die ihre Partner erst in fremde Betten treiben, also die erotische Konkurrenz darstellen und daher fürchten. Fakt ist, daß wenn man nicht das Opfer mit Missbrauchserfahrung mimt, die sich idealerweise vor Kunden ekelt und total zerstört ist, und dann noch anarchistisch-emanzipatorisch-politisch auftritt, man weder auf dem öffentlich-rechtlichen Sofa Platz findet, noch bei den meisten Kunden, die die Asymetrie lieben, die also klare Machtverhältnisse schätzen (nein, nicht im Rollenspiel), und die es garnicht gerne sehen, wenn eine Frau “selbst für Geld” nicht zu kaufen ist (im schlimmsten Fall sogar abgelehnt wird, weil die erste Ansprache schon ein Ärgernis ist; wie jeder Mann bei einer potentiellen Buchung ähnlich vorgeht, um sich Abzocke und ein ungutes Erlebnis vom Hals zu halten). Asymetrie ja, weil wir die finanziell nehmenden sind und in einer schwächeren Verhandlungsposition dastehen, auch einer größeren Verletzlichkeit ausgesetzt sind. Dabei ist die Selektivität und Seelen-Hygiene von unserer Seite, sich also erfolgreich Arschlöcher vom Hals zu halten, die Voraussetzung Spass mit den Richtigen zu haben, mit den “geistig” und auch sonst gesunden Männern eine schöne und hemmungslose Zeit zu verbringen. Zumindest handhabe ich dies so.

Macht “Unterlegenheit und Bedürftigkeit” eine Hure, ein Callgirl erst attraktiv, für Kunden, für den öffentlichen Diskurs? Frage ich mich, in bezug auf die Berichterstatter, ihr Vorgehen, Gäste ein- und auszuladen, einem Publikum auszusetzen, das hemmungslos nach bemitleidensfähigen “Opfern” giert und nicht nach starken Frauen, die wissen, mit wem und mit wem nicht; Medien sind nur Träger einer vermittelten Öffentlichkeit, um Voyeure zu befriedigen, die sich gefälligst im Leiden und im Schmerz anderer suhlen möchten, an der Ohnmacht, das weckt die lechzende Begierde. Gilt auch für den Diskurs in P6-Foren. Darf sie – eine Escort-Dame, ein Callgirl – nicht geerdet, gesettelt sein, eloquent und intelligent, Freunde haben, eventuell sogar einen Partner (der sie nicht ausbeutet), die glücklich und zufrieden, ja ausgeglichen ist, und gerne ihrer “Berufung” nachgeht?! Darf eine Hure überhaupt glücklich sein? Berufung und nicht Beruf?! Weil Liebes- und Lebenskunst Hurerei eigentlich ausmacht und eben nicht das Herüberreichen einer Bockwurst für 2,50€. Für viele offenbar nicht. Hinhalten, Verfügbar-Sein, ohne Wider-Worte, das unterscheidet den Anspruch leider vieler, Himmel sei Dank nicht aller, Männer, einer Hure/Escort/Callgirl wie auch Frauen im Alltagsleben gegenüber nicht. Ja, liebe Männer, die ihr das liest, wer meine Texte “schätzt” und wiederholt erträgt, ist im Regelfall selbst-bewusst, intelligent, partnerschaftlich-orientiert, tolerant, pragmatisch und will einfach nur eine geile, erotische Zeit haben und idealerweise kein Dummchen zum Schwatzen, er lobhudelt eben nicht der Heuchelei und Doppelmoral und muss sich hier nicht angesprochen fühlen. Männer, die gelegentlich bezahlten Sex lieben, unkompliziert attraktive Frauen treffen möchten und erotische Stunden geniessen, sind nämlich keine “kranken Freier”, wie es die Öffentlichkeit auch so gerne darstellt und wie man sich dank Selbst-Stigma in P6-Foren kompensatorisch ausmärt, um verbal andere dafür bluten zu lassen; das einzige, was sich hier gesellschaftlich-spiegelbildlich zeigt, ist die Doppelmoral und das Unvermögen mit tatsächlich authentischen, toughen Frauen umzugehen, Frauen, die ehrlich und gewitzt auftreten und sich insbesondere Seelenficker zu erwehren wissen, eine ungute Spezies mit narzißtischem Naturell, die Frauen verbal erniedrigen und kontrollieren, bei einem Date im Verhörstil befragen, in ihr Privatestes eindringen und sie gerne auf eleganteste Weise auf eine reine Funktion reduzieren.
Würden wir in einer tatsächlich sexuell – auch von moralischen Gewissensbissen – befreiten Gesellschaft leben, gäbe es diese Phänomene alle garnicht, auch nicht das monogame Treuegelöbnis, dass im Hinblick auf eine Liebesbeziehung, auf Liebe tatsächlich einen Sinn macht, weniger Rücksicht jedoch auf die körperlichen Bedürfnisse der allermeisten Menschen nimmt bzw. bei rigider Unterdrückung in Frust, ja Wut und manchmal Gewalt umschlägt; der Druck der Monogamie, eine kulturelle und bevölkerungspolitisch wirksame kulturelle Konstruktion, die nicht unsere promiskuitive Naturbeschaffenheit anerkennt; es gäbe überhaupt keinen Bedarf für Frauen wie uns, wenn wir alle sexuell befreit, aufgeklärt wären und in Beziehungen verwöhnt. Wir könnten uns, wie unsere nächsten Verwandten, die Bonobos, gewissenlos vergnügen und ein Tauschhandel würde nur noch freien Willens in Form von Körperflüssigkeiten stattfinden und nicht über Banknoten. Auch so ist das aktuelle Erstarken von Darkrooms für “straighte” Leute in Berlin zu deuten (siehe aktuelle Tip-Ausgabe). Das ist doch mal ein Fortschritt. Nur – Nähe und Einfühlsamkeit ist nicht käuflich, die bekommt man als Geschenk nämlich obendrauf, ob in der Liebe oder im P6, ein Wert, der garnicht hoch genug geschätzt wird und sich wie geteilte körperliche Intimität jeder Funktionalisierung erwehrt, sträubt.

Ok, eine wirklich gute sog. Professionelle arbeitet wahrscheinlich regelrecht an der Abschaffung ihrer eigenen Profession und unterstützt die Befreiung der Lüste insgesamt, dies scheint auch mir ein Bedürfnis zu sein; im Resultat, dass Männer erfüllter und bereichert von mir weggehen lässt, nicht nur durch das “gemeinsame” sexuelle Erleben, sondern durch das menschliche Komplett-Paket, durch Gespräche und gegenseitige Ansprache, Flirt, Verführung, gemeinsames Fallenlassen bis Kontrollverlust (nicht total, aber ein bisschen *g*), das sehr persönliche und intime, lustvolle Verbundensein ist möglich, auch ohne Liebe, noch nicht einmal echter Freundschaft, eher etwas Dritten, das Nähe und Distanz zulässt, Sympathie und Zuneigung und eine zeitliche Grenze und eine Unverbindlichkeit markiert; und beide Seiten gehen aus einem Date, sexuell, geistig befriedigt, also pudelwohl. Und dies ist am “laufenden Band” eben garnicht möglich oder wünschenswert. Ja es gibt noch ein erfülltes Leben jenseits von einer monogamen Verpaarung, aber auch beides zusammen ist zu denken, ein alternativ lustvolles, dass für eine Ehe keine Gefahr, eher eine Bereicherung sein kann. Wie auch für Singles, die nicht so einsam und traurig sind, wie gerne unterstellt, und die auch nicht alleiniger sind als andere vielleicht verpaarte. Man kann ein Escort tatsächlich im wahrsten Sinne als eine Begleiterin auf Zeit betrachten, insbesondere wenn man sich regelmässiger trifft, und dies auch nur für ein paar Stunden und es gerade wegen der Unverbindlichkeit schätzen. Ähnlich wie bei einem Urlaubsflirt und generell auf Reisen, wo man Menschen nur kurz kennenlernt, sich nahe sein kann, um sich wieder zu trennen. Ohne Verpflichtungen, dafür mit geteiltem Esprit, gutem Sex und einer attraktiven Dame an seiner/ihrer Seite, eine Liebhaberei also, auch wenn Geld fliesst. Dies und vieles andere hätte ich gerne in der erwähnten TV-Sendung gesagt, und auch, daß treue Ehefrauen uns nicht als Konkurrenz betrachten und fürchten müssen, eher als Gewinn, manchmal als Segen, der ihren Mann zufriedener und ihre Beziehung dadurch harmonischer macht, ja manchmal sogar erst überlebensfähig. Aber nein, eine Frau, die selbstbewußt und nur gelegentlich fremdfickt, die es geniessen kann, wenn fremde Männerhände sie berühren, die es geniesst, eigene und fremde Phantasien mit einem Unbekannten auszuleben, zudem auch noch für ihren “Spass” Geld nimmt, das ihr erlaubt, andere Interessen nachzugehen und eine “unabhängige”, ja “freie” Frau zu sein, nein, das darf es offenbar nicht geben, sondern nur ein dem Status-Quo und der Doppelmoral geopfertes Lust-”Objekt”. Fuck off!

“Soul, considered collectively, has the care of all that which is soulless, and it traverses the whole heaven, appearing sometimes in one form and sometimes in another.” Socrates. Plato, Phaedrus 246b

Verehrte Geniesser kulinarischer Genüsse und darunter, der Freitag ist mein Lieblingstag, das ist schon sehr lange so, warum, weiss ich nicht, den Sonntag mag ich nicht und das Glockengeläut und die leeren Strassen find ich deprimierend. Am besten man verbringt den Sonntag mit seinen Lieblingszeitungen im Bett, der Wochenendausgabe der SZ und der FAS, in England natürlich die Sunday Times und die Wochendausgaben des Independent. Es gibt immer so schöne Dingsbums, also Widgets als Beilagen – Kochrezepte, Fashion & Beauty, Gardening, das TV-Programm, ein bisschen Kultur und für das Kind oder Teen eine Musik-CD und der neueste Society Klatsch und warum Amy Winehouse sich die Brüste und den Hintern mit Silikon aufpeppen lassen will; während der typische middle-class-Brite den Politikteil und den Sport verschlingt, entfällt auf Frau und Kind die Beilage, ähnlich wie wir es noch früher vom Essen kennen, also das mit dem größten Stück Fleisch. Dabei kann ich einen Mann gut unter den Tisch essen.
An meinem Lieblingstag also koche ich sogar sehr gerne, wobei ich gestehen muß, dass Kochen selbst nicht zu meinen Lieblingsaktivitäten zählt, ich esse sehr gerne und lasse mich bekochen. Aber manche Lieblingsgerichte koche ich gerne selbst, wobei ich drei vorstellen möchte, den rheinischen Sauerbraten – den ich in verschiedenen Varianten kennengelernt habe -, eine Hühnersuppe sowie Miesmuscheln rheinische Art.
Als ich kürzlich in England auf dem Land war, bin ich zum Butcher spaziert, der an drei Tagen die Woche jeweils 4 Stunden geöffnet hat, und mich immer mit schmachtenden Augen anblickt, da bekomme ich immer ein wenig Angst. Auch Sex im Kühlraum fällt mir dazu ein, das ganze Ambiente mit den Fliesen passt mir nicht. Wie auch immer, dem Butcher ist vor einem Jahr die Frau weggerannt, mit einem Pub-Besitzer aus dem Nachbardorf, wahrscheinlich wegen der kalten Fliesen. Im Pub ist es einfach kuscheliger. Sie hatte ja im Geschäft mitgearbeitet, jedenfalls war er das ganze Jahr recht deprimiert, ich überlegte beim Small Talk das eine oder andere Mal ihn zum Trost zu mir in den Sex Tower einzuladen, aber ich habs mal schön sein lassen. Im Dorf bin ich als Interlecktuelle bekannt, deren Hobby es ist, die Stadt- bzw. Dorfgeschichte dieses Provinzkaffs in Kent niederzuschreiben. Interessanter ist natürlich die Gerüchteküche bzw. tatsächliche Dorfgeschichten, die einem zugetragen werden. Nun, zwischenzeitlich hat der Butcher wieder eine Frau gefunden und ist zufrieden; ich kaufe auch lieber beim glücklichen Fleischer ein. Also ein frisches Suppenhuhn von freilaufender Natur und fünf Lamb-Chops sollten es sein, an einem Lamb-Chop ist mehr dran als an meinen geliebten kleinen Lammkoteletts Berlin’scher Provenienz, die meist viel zu klein und was für den hohlen Zahn sind und die ich vorzugsweise beim türkischen Fleischer in Kreuzberg oder Neukölln einkaufe und extra dort hinfahre (in Mitte gibt es keine Türken, eigentlich schade), weil es dort wesentlich frischeres und feineres Fleisch zu kaufen gibt als bei den meisten Berliner Metzgern deutscher Herkunft.
Auf Sauerbraten oder Lamp-Chops gehe ich jetzt aber nicht weiter ein, eher auf die Hühnersuppe, die ich als Trostsüppchen und generelle Seelennahrung sehr empfehlen kann. Das ganze Huhn koche ich natürlich im Ganzen, solange, bis das Fleisch von den Flügeln fällt, dann trenne ich die Flüssigkeit und koche sie ein über 2 Stunden. Das Hühnerfleisch wird säuberlich von Knochen und Gekröse getrennt und nur das feine weisse Fleisch bleibt selbstverständlich übrig, das ich der eingekochten Brühe dann hinzugebe, zusammen mit frischem Gemüse der Saison und etwas Salz und Pfeffer. Aber nur kurz, die Suppe soll ja klar sein. Zum Schluss gebe ich noch weissen Reiss hinzu, der natürlich ebenfalls separat gekocht und zugegeben wird, aber erst auf dem Teller. Ich mag Brühwürfel und diesen ganzen Kram überhaupt nicht leiden und ist auch völlig überflüssig, geschmacklich eine Schande. Der Geschmack entwickelt sich durch das Einkochen der Brühe von ganz allein. Jedes Mal, wenn ich ein grossen Suppenhuhn eingedampft habe, denke ich, daß es doch eigentlich zwei Tage halten müßte, am zweiten Tag schmeckt es bekanntlich noch besser, verhält sich ja ähnlich wie bei anderen Suppen und Eintöpfen, die ich im Winter so liebe. Ein schöner grüner Bohneneintopf, der farblich an Frühling erinnert, eine feine Graupensuppe mit Hackbällchen, ist auch etwas ganz feines, wie auch polnisches Bigosch oder eine Sauerkrautsuppe mit viel Kümmel, und da kann mich kein Kobe-Steak im Grill-Royal locken, dass im übrigen, wie mir ein Gast erzählt hat, dort einmal warm auf seinen Teller kam und nicht bullenheiss, das ist doch eine Frechheit, und so ein Restaurant ist der Berliner Promi- und Polit-Treff par excellence. In Berlin stimmen oft die Preise, aber nicht die Qualität, irgendwie verwechseln die hier was.

Nun drei Tage später kam der Fisherman ins Dorf; es gibt weit und breit keinen Supermarkt, nur einen Tante-Emma-Rewe fürs Allernötigste, dafür einen hervorragenden Obst- und Gemüseladen, der auch Blumen anbietet, alles Produkte aus der Region, einen tollen Bäcker, der wochentags um 16h schliesst, wo die Verkäuferinnen oder der Verkäufer ein albernes weisses Hütchen tragen, aber irgendwie putzig. Dort versorge ich mich regelmässig mit Rosinenschnecken und Scones, die man am besten mit frisch geschlagener Sahne zusammen isst bzw. einer besonderen buttrigen Creme, die an Creme Fraiche erinnert. Leider komme ich gerade nicht auf den Namen. Also der Fischer hat ein paar Stammkunden im Dorf, teilt ihnen telefonisch mit, wann er kommt. Zumeist einmal wöchentlich und fährt direkt vor das Haus des Kunden. Der Fischer wohnt in einem kleinen Fischerdorf an der englischen Südküste, die ca. 1 Std. Autofahrt entfernt liegt. Den selbstgefangenen Fisch verkauft er von Dorf zu Dorf und ist dafür ein paar Tage in der Woche unterwegs. Dann macht er hinten die Klappe seines kleinen weissen Lieferwagens auf und alles ist schön sortiert und gekühlt und liegt getrennt in weissen flachen Schalen. Ich hatte mir zuletzt zwei Rochen-Filets ausgesucht und eine grosses Netz voller Miesmuscheln. Die Preise sind absolut moderat und weitaus günstiger als in gut sortierten Supermärkten oder Fischläden in Berlin. Und vor allem ist alles fangfrisch vom gleichen Tag. So stelle ich mir das Paradies vor, in gewisser Weise ist das Leben manchmal so.
Ich liebe die Rochen also nicht nicht nur im lebendigen Zustand, wie sie mit ihren Segeln den Ozean aufs eleganteste durchpflügen, ich mag sie auch klein teilig, die Gräten unterscheiden sich von herkömmlichen Fischen völlig, sie sind breit und schlank und in gefächerter Form aufgereiht, ihrer Funktion geschuldet. Das Fleisch ist leicht rosé, fest und zart und schmeckt am allerbesten gedünstet und nicht gegrillt. Miesmuscheln habe ich schon sehr lange nicht mehr gegessen, vor allem habe ich in meinem ganzen Leben noch nie selber welche zubereitet. Dies habe ich aber nun nachgeholt, und zwar nach meiner Lieblingsrezeptur, also Miesmuscheln rheinländischer Art, allerdings leicht verändert, eine ganze Flasche trockenen Weissweins habe ich dazu eingedampft und die Karotten und das Sellerie weggelassen. Zum Anfang habe ich erst einmal Schalotten und Frühlingszwiebeln in Butter geschmort, dazu viel groben Pfeffer und Salz und mit etwas Weisswein abgelöscht, dann später aufgefüllt, erst als die Substanz stimmte, habe ich etwas Wasser nachgegossen und zum Brodeln gebracht und dann die sortierten und sauber geschruppten Muscheln – damit man später möglichst nicht auf Sand kaut, denn die Brühe ist so gut als Suppe verwendbar – in den Topf geworfen und sie von ihrem Schicksal im Netz erlöst und ihrem eigentlichen Ziel zugeführt. Die Muscheln waren ja am gleichen Tag gefangen und nur 5 Stück waren in keinem guten Zustand; alle anderen quicklebendig und eng verschlossen, wie es sich für eine frische Muschel gehört. Aber sie haben in dem Netz, das beim Schneiden der Schalotten neben mir lag, ganz schön gejammert und merkwürdig zischende Geräusche ausgestossen. Um so mehr habe ich mich beeilt, sie schnell zum Kochen zu bringen und nicht unnötig zu quälen. Und es hat hervorragend geschmeckt und alles wurde schön verschnabuliert, den Rochen – oder skate genannt – habe ich mir am Folgetag gegönnt, und die Lamp chops mit der zweiten Hühnersuppe am nächsten Tag, allerdings nicht hintereinander, sondern zwischen Mittag und Abend. Das Huhn wurde innerhalb von 12 Stunden verschnabuliert, wobei 8 Stunden Schlaf und ein Frühstück dazwischen lagen.
Warum ich das gerade alles schreibe?! Ooch, es ist gerade Freitag, mein Lieblingstag.

Menschen bei Maischberger “Sex als Ware – sollten wir Prostitution verbieten?” zum Nach-Sehen click here

Das Niveau erreicht und unterschritten …

Wirklich schade, wie man eine wichtige Thematik und politische Fragestellung so zermantschen kann; vorab: die Eingangsfrage wurde nicht vernünftig problematisiert, daß nämlich Länder mit Verbotsregimen Frauen noch grösseren Gefahren, Risiken, Verletzlichkeiten aussetzen, da im vogelfreien Untergrund erst Recht das Gesetz der Gewalt und der Abhängigkeiten floriert.
Die Abgesandtinnen des Geiz-Hauses waren mir nicht sonderlich sympathisch; 38,50 für die halbe Stunde (vor Abgabe, tippe auf netto 20€ Verdienst, also die Hanseaten unterschreiten hier noch den Durchschnittsverdienst in Berliner Wohnungsbordellen, die im Regelfall von Frauen ordentlich geführt werden und trotzdem und permanent mit Schliessungsankündigungen zu kämpfen haben); da hat auch Frau Constabel kurz eingehakt und das Wort “Geiz” war doch eine schöne Werbefläche für Preis-Dumper und Schnäppchenjäger, die den generellen “Wert” von Erotik und “gemeinsamen” sexuellen Erlebens schon längst vergessen haben und so auch Flatrate-Bordelle mit einer reinen Bedürfnisanstalt verwechseln, um sich zu “entleeren” (Zitat Rolf Eden), Loch ist Loch, Ding ist Ding, und wenn die Frauen – wie in der Sendung und woanders glaubwürdig beschrieben, im Akkord zusammengebumst werden, dass nach kürzester Zeit die Muschi zuschwillt und trotz Gleitmittel Schmerzen bereitet, vergleichbar mit inneren Blutergüssen oder Scheidenkrämpfen. Gut, daran wirken viele Streikbrecherinnen ja selber mit, die ihre Pussy für netto 5€ und Hinhalten als “selbstbestimmt” verkaufen können, weil ihre Denke schon völlig “verdinglicht” ist. Die “Selbstverdinglichung” kann man gut in bekannten Phrasen wie “Schalter umlegen” erkennen und wenn Frau wie Laura K. als “man …” in dritter Person über sich selbst spricht.

Wenn in Beratungsstellen und “niedrigschwelligen” Angeboten der Helferindustrie logischerweise Frauen in Not um Unterstützung bitten, wird Frau Constabel schwerlich andere Frauen aus dem SW-Bereich tagtäglich kennenlernen, die nicht in Abhängigkeitsstrukturen leben.

Der geläuterte Zuhälter, der den öffentlichen Beichtstuhl dazu nutzte, sich zu erleichtern, meinte zum Schluss, daß der “schlimmste” Zuhälter der Staat sei. Also diese Kritik kenne ich zu Genüge, kann mich aber aus ganz anderen Gründen als den von Marquardt vorgebrachten anschliessen, was Steuer- und Versicherungsabgaben sowie fortbestehende Rechtsunsicherheiten betrifft (insbesondere hinter dem begrenzten Weisswurst-Horizont und anderswo); das Prostitutionsgesetz wird im “Regelfall” – selbst im ach so toleranten Berlin – also kommunal unterlaufen bspw. indem in zumeist konservativ regierten Bundesländern Frauen keine Zulassung zum Gewerbe erhalten und damit in der Illegalität zwangsläufig verbleiben müssen oder erst getrieben werden. Mir persönlich gegenüber wurde seitens vieler Frauen des Gewerbes immer wieder die “Steuerpflicht”, die hohen Krankenversicherungsbeiträge beklagt; letztere werden von Versicherungen bei einer geouteten Prostituierten im Regelfall höher angesetzt als in anderen Berufen, nämlich aufgrund eines unterstellten, weil unbewiesenen höheren Ansteckungs- und Krankheitsrisikos (anders als Arzt oder Krankenschwester), da der überwiegende Teil der deutschen Huren/Callgirls/Escorts extrem gesundheits- und körperbewußt ist und weniger anfällig für Clamydien, Tripper, Syphillis und HIV sind als die allermeisten Singles oder privaten Fremdgänger, die mehrheitlich ohne Gummi vögeln. Im übrigen, auch eine Hure wählt aus und entscheidet, ob im Bordell von Angesicht zu Angesicht, über Warnungen von Kolleginnen, über Preispolitiken, und ganz einfach über ihren individuellen Service. Das die Mehrheit der deutschen Huren mittlerweile auch ohne Gummi bläst (was ja in Bayern immer noch strafrechtlich geahndet und als Körperverletzung gewertet wird, für welche Seite eigentlich?) ist auf geänderte Ansprüche auf Kundenseite und entsprechender Nachfrage zurückzuführen. Die Damen des Gewerbes beklagen, dass sich seit Einführung des Gesetzes die Arbeitssituation nur verschlechtert habe, allerdings meinen sie die sich nach unten drehende Preisschraube und den Niedrigpreis-Druck in Konkurrenz zu vielen osteuropäischen Kolleginnen mit Touristen-Visa und Gewerbeschein im gleichen Zeitraum und das deutsche Kolleginnen von ihren monatlichen Einkünften hauptberuflich kaum mehr leben können, ausser in Verbindung mit Hartz IV, weshalb sich auch der Mut, “freischaffend” zu werkeln, sehr in Grenzen hält. Hier wird allerdings der Zeitraum seit der Einführung des Gesetzes mit den Auswirkungen der Grenzöffnungen zusammen gelesen, Preisdumping und der anhaltende Trend zu riskanteren Sexualpraktiken inkl. Verkehr ohne Schutz und Bareback-Parties inkl. HIV-Schnelltest, wo sogar bis zu 50 Gäste zu einem lächerlichen Honorar auftauchen und einer Frau hintereinander reinspritzen – in Deutschland Schlamm schieben genannt, in Frankreich gebuttertes Brötchen, in England schlicht Cream-Pie …
Vergleichbar “selbstverständliches” Bareback kannte man bis vor kurzem nur aus der Schwulen-Szene und der sexuelle Kick liegt offenbar im Ansteckungsrisiko, wie sich Verfechter dieser Praktik dazu outen, und wo erst Recht seit HIV erbittert um Aufklärung über die Risiken gefochten wird.

Höhere gesundheitliche Risiken, Preisdumping dank Geiz-ist-geil-Mentalität sind “keine” Auswirkungen des Prostitutionsgesetzes, sondern der EU-Ost-Erweiterung, die einen vermehrten Menschenhandel und Zwangsprostitution im Euro-Raum verstärkt möglich gemacht hat, und nicht zu vergessen neoliberaler Ideologie und Wirtschaftens, also Auswirkungen, die in allen Branchen, Köpfen zu finden sind und auch soziale Beziehungen durchziehen.

Merkwürdig an der Diskussion fand ich, das viele die praktischen Auswirkungen der “Sittenwidrigkeit” von Prostitution (1901-2001) schon vergessen haben und die damit einhergehende Kriminalisierung, Razzien, Vogelfreiheit & Gewaltkultur. Klar muss am strafrechtlichen Teil nachgearbeitet werden, die der Polizei keine Handhabe gegen Zuhälterei erlaubt bzw. nicht initiativ tätig wird, nur noch weisungsbefugt handeln kann und das bedeutet konkret, dass z.B. eine Zwangsprostituierte eine offizielle Anzeige erstatten muss, was sie im Regelfall unterlässt, aus Angst vor Gewalt oder Abschiebung.

Klar ist auch, daß Frauen sich aufgrund der praktischen Auswirkungen der Stigmatisierung als Fotomodell, Masseuse oder Escort/Begleitservice und nicht als Prostitutierte beim Finanzamt anmelden, wenn überhaupt (für letzteres gibt es eine eigene Steuernummer; selbst hier befürchten sie gg. dem Finanzbeamten Gesichtsverlust und nachträgliche Konsequenzen, empfinden im Regelfall Scham – also natürlich “kein Job” wie jeder andere), das Stigma sie auch weiterhin davon abhalten wird, sich gewerkschaftlich zu organisieren, z.B. bei einer Untersektion von Verdi für “besondere Dienstleistungen”, die es ja längst gibt.
Cui bono? Wem nützt mediales “Outing”? In keinem Fall ist es Eigen-Werbung für selbständig werkelnde Frauen, die sich vielleicht noch und unbequemerweise für politische Forderungen stark machen und die allumfassende Doppelmoral beklagen – Kunden sehen hier zumeist eher die Verletzung des Diskretionsgebots – nützen tut es maximal Bordell- oder Agenturbetreibern, denen es Zulauf an Personal bzw. Bewerbungen beschert, weshalb die Medien quasi Einstiegshilfe bieten. Verantwortungsvoll agierende Agenturbetreiberinnen ärgert dies allerdings, die dem Zuwachs erst einmal die Pretty-Woman-Allüren austreiben und über die Rechtslage und Pflichten belehren müssen bzw. jene mit dieser blumigen Vorstellung vom schnell verdienten Geld von vorneherein ablehnen. Outing bedeutet Gesichtsverlust gg. Verwandten/Familie, auch Partnern – wenn man im geheimen werkelt – oder zukünftigen Partnern, und damit einhergehend mögliche soziale Isolation, kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. gegenüber dem aktuellen oder künftigen Arbeitgeber, ob man “es” “nur” nebenbei treibt oder hauptberuflich (die allerwenigsten Damen in dieser Zunft sind tatsächlich Studentinnen oder Teilzeitkräfte), wenn man also in der Vita biografische Lücken mit Lügen füllen muß. Ich persönlich bin nicht erpressbar und habe auch beruflich nichts zu befürchten, da ich mich vor einiger Zeit entschied, “freiberuflich” und “selbstständig” zu werkeln, nicht nur als Escort, sondern auch auf einem anderen Gebiet, wo eine exotische Biografie zum guten Ton gehört *g*, aber ich gehöre zu den wenigen Ausnahmen von der Regel, obgleich ich weiss, welch Seelenschmerz Stigma, Vorurteile und ungewollte Grenzüberschreitungen bedeuten können und weshalb man unermüdlich lernen muss, äusserst selektiv vorzugehen und Antennen zu entwickeln, wenn einem das eigene Wohl lieb ist. Nicht viele Frauen haben die Möglichkeit, sich konsequent mit wenigen, sehr netten Männern zu treffen und die geschäftliche Basis als eine Art Kumpanei zu betrachten, schliesslich ermöglicht die finanzielle Basis Unverbindlichkeit und Schutz und bietet darüberhinaus weitere Vorteile und Entwicklungsmöglichkeiten, und zwar für beide Seiten. Auch entspringt es keinem bewunderungswürdigen Mut, den Mund gegen Heuchelei und Doppelmoral in diesem Gewerbe und generell in unserer Gesellschaft aufzumachen, sondern schierer Notwendigkeit und Wut, da die Frauen alleine die “Risiken” der gesellschaftlichen Konsumption sexueller Dienstleistungen tragen. Wenn bloss mehr Kunden sich als solche outen würden, dann würde endlich auch das unausrottbare Vorurteil verschwinden, daß es dank des ältesten Gewerbes weniger Vergewaltigungen gäbe, was Kunden im Auge der Öffentlichkeit nicht nur zu potentiellen Tätern macht, sondern an der Realität völlig vorbei geht. Vergewaltiger suchen sich ihre Opfer woanders als im Bordell, dafür gibt es genügend wissenschaftliche Untersuchungen – Zwangsprostitution, Zuhälterei, Menschenhandel sind Strukturen, die mit selbstbestimmter Sexarbeit und sexueller Selbstbestimmung rein gar nichts zu tun haben, und Kunden, die Opfer wünschen, ja die gibt es und finden sie zu genüge auf dem Drogen- und Strassenstrich, wie auch Zuhälter, wie Marquardt eindrücklich beschrieben hat, die labilen und leicht beeinflussbaren Frauen suchen und finden, stricken sie unweigerlich an der Gewaltspirale mit bis hin zu einem Totalverbot von Sexarbeit wie derzeit auch in England, was das Bedürfnis nach Prostitution aber nicht abschaffen wird, sondern in den Untergrund treibt und die Frauen noch verletzbarer macht;
Kunden, die üblicherweise P6 begehren, suchen auf unkomplizierte Art und Weise Sex, im Escort-Bereich, wie der Name schon sagt, zudem die Begleitung einer attraktiven Frau, Erotik und “Austausch” auf “allen” Ebenen, geistig-menschlich-sexuell, ein natürliches Bedürfnis, das die Gesellschaft offenbar auf andere Weise noch nicht hinreichend befriedigen kann; sicherlich wäre in einer offenen und tatsächlich liberalen Gesellschaft der geldlose Verkehr erstrebenswerter und daran gilt es eigentlich zu arbeiten, und auch an weiblichen Role-Models, der verbreitete Gedanke der Versorgungsehe hält sich hartnäckig auch in weiblichen Köpfen wie auch ohnmächtiges Kosten/Nutzen-Kalkül, das “Männer als Brieftaschen auf zwei Beinen” betrachtet (Zitat Michel Houellebecq in “Plattform”, die Bezeichnung von Thai-Frauen für Europäer und generell westliche Sex-Touristen; kann man jedoch getrost auch in westlichen Ländern allenthalben beobachten). Traurig, und wo bleibt da noch die LIEBE, der RESPEKT für den Partner?

Der Herr Paulus hat leider am Schluss etwas zu sehr gefachsimpelt, was kaum jemand nachvollziehen konnte, schade, hätte die Maischberger nachhaken müssen, war nämlich nicht unwichtig, da es sich auf den strafrechtlichen Bereich des Prostitutionsgesetzes bezog. Er schätzte den Prozentanteil nicht-selbstbestimmter Sexarbeit aus seiner Praxis auf 98%, sagte aber an anderer Stelle, dass der Nachweis der “Freiwilligkeit” schwer nachzuweisen wäre. Allerdings fand ich seine Definitionsversuche bzgl. “selbstbestimmter” und “freiwilliger” Sexarbeit ganz rührend, nämlich ohne den Einfluss “Dritter”, was aber letztlich alle: Bordell- und Agenturbetreiber, Anzeigenportale, Zeitungsverlage praktisch einschliessen würde, also all jene, die direkt oder indirekt, auch an Werbung, mitverdienen. Konsequenterweise wären Bordelle nur dann selbstbestimmt geführt, wenn Frauen sich “alle” Kosten teilen, es keine “bezahlte” Werbung mehr gäbe und einen niemand mehr fände (zusammen mit einem Werbeverbot, wie es schon das Landgericht Zweibrücken entschieden hat, läuft es de facto auf das Ende gewerblicher Prostitution hinaus), keine Vermittlungsleistungen mehr stattfinden würden z.B. über Agenturen. Mal schauen, was dann von der hochgelobten Selbstbestimmung noch übrig bleiben würde.
Es gibt nun einmal Menschen, die in Abhängigkeitsverhältnissen besser leben und überleben können, als selbstständig und auf freier Wildbahn, wo sie ebenfalls Risiken ausgesetzt sind, also bedarf es geschützter Räume und sehr verantwortungsvoller Agenturbetreiberinnen sowie umsichtiger Männer, die die Konsequenzen ihrer Bedürfnisse, ihres Handelns – mit wem und unter welchen Umständen sie sich treffen – mitdenken können. Da reicht ein “Gütesiegel” für sog. zertifizierte Agenturen oder Bordelle, an dem allenthalben virtuell gearbeitet wird, nicht aus. Es gibt einfach zu viele Typen wie Herr Eden, denen es völlig scheiss egal ist, wenn sie eine Zwangsprostituierte besteigen und damit vor moderner Sklaverei die Augen schliessen, alternativ drogenabhängige Strassenhuren zu ungeschütztem Verkehr nötigen, damit diese sich den nächsten Schuss setzen können; mit einer liberaleren und gleichzeitig vernünftig regulierten Drogenpolitik könnte man wie in anderen Bereichen, die uns derzeit beschäftigen, z.B. Migration, Fehler der Vergangenheit wenn nicht wieder gutmachen, vielleicht aber neue vermeiden, und vor allem kriminelle Strukturen zurückdrängen. Aber offenbar ist dies politisch und d.h. gesellschaftlich doch nicht wirklich gewollt?! Wozu dann diese Sendung?

Und, ach ja, die Dame vom Fach Laura K. wettert wie viele “Kolleginnen”, die ich persönlich und virtuell im Netz traf, gegen den Begriff Sexarbeiter/in”, ja “Arbeit” hinterlässt so ein Geschmäckle, den Begriff mögen auch die meisten deutschen Kunden nicht, wie ich weiss. Zumindest jene nicht, die sich in einer Illusion der Gleichheit unter Gleichen wiegen wollen, nicht zu verwechseln mit dem Leben von sexuellen Phantasien, der man durchaus eine Wertschätzung entgegen bringen kann, insbesondere den Damen, die diese teilen, und wenn nicht, zumindest erfüllen. “Riecht nach Arbeit”, klar, und da alle es nur aus Spass machen – die Doktrin der Spasskultur -, scheint dies als Selbstbezeichnung hierzulande kaum durchsetzungsfähig zu sein. Dabei war der Grundgedanke dieser ach so kalten Begriffsneuschöpfung, dass der Begriff Prostitution aus o.g. Gründen durchgängig, auch historisch, negativ besetzt ist, und der monetäre Aspekt, der die überwiegende Mehrheit der Frauen im Gewerbe veranlasst, diese ganz besondere intime Tätigkeit auszuüben, betont werden sollte, um den tatsächlichen “Dienst” und die “Leistung” hervorheben, die nur von zufriedenen Huren und tatsächlich mit mancherlei Freude erfüllt werden kann, wenn sie sich rechtlich nicht in Grauzonen und sonstigem verminten Gelände bewegen können. Allein um Würde, Anerkennung, Sicherheit und Schutz ging es den anglo-amerikanischen Kolleginnen, als sie den Begriff “Sexworker” eingeführt haben. Denn Spass kann allenthalben nur unter geschützten Bedingungen erlebt werden, wenn der Respekt nicht auf der Strecke bleibt, damit eine Frau sich wie ein Mensch fühlen kann und nicht wie ein Automat, wie ein Stück Vieh.

Der letzte Satz von Herrn Eden war lustig, sein “Rest” durchaus repräsentativ, wenn ich mir viele Ergüsse in P6-Foren zu Gemüte führe, auch sein Ressentiment, ähnlich wie Frau Puffmutter, gegenüber Frau Constabel war ähnlich motiviert (“sind Sie eine Emanze?” alternativ “Frauenrechtlerin”, eine wie üblich vorgebrachte süffisante Totschlagfrage, die negativen Seiten des Business wollten sie jedenfalls nicht hören, obwohl Frau Puffmutter eingangs selbst erzählte, daß sie Gewalterfahrung gemacht hatte, mit einem Partner, der dem Milieu nahestand, und sie danach den Einstieg aus Not fand; verdrängt und vergessen in Minuten); zu Eden fällt mir nur die Einstellung der meisten Gutmenschen ein, die gerne in teuren Restaurants dinieren, aber denen es scheissegal ist, wenn der Kellner 3,50€, der polnische Koch 2€ die Stunde verdient; auch das ist sittenwidrig und man muss daran wiederholt erinnern. Skandalös ist der gesamtgesellschaftliche Umgang mit dem “Wert” Arbeit und Preisdumping generell, stigmatisiert gehören jene, die solche Verhältnisse unterstützen und daran mitarbeiten, und nicht Frauen, die gegen Geld Männern schöne Stunden bereiten.

Songtext:
I’ve been so many places in my life and time
I’ve sung a lot of songs I’ve made some bad rhyme
I’ve acted out my love in stages
With ten thousand people watching
But we’re alone now and I’m singing this song for you

I know your image of me is what I hope to be
I’ve treated you unkindly but darling can’t you see
There’s no one more important to me
Daring can’t you pease see through me
Cause we’re alone now nd I’m singing this song for you

You taught me precious secrets of the truth withholding nothing
You came out in front and I was hiding
But now I’m so much better and if my words don’t come together
Listen to the melody cause my love is in there hiding

I love you in place where there’s no space or time
I love you for in my life you are a friend of mine
And when my life is over remember when we were together
We were alone and I was singing this song for you
We were alone and I was singing this song for you

Fast hätte ich es vergessen …. *g*
Wahl zur Miss Freiclub 2009 – Bitte stimmt für mich!
Der Freiclub präsentiert zum 10. Mal exklusiv das Highlight der Erotik: Die Wahl der Miss Freiclub (F&B). Gesucht werden die besten und schärfsten Damen des Jahres. Wenn Du als mein Gast zufrieden warst, würde es mich freuen wenn Du das mit deiner Stimme bei dieser Wahl bestätigst. Zudem lohnt es sich auch für Dich: es gibt nämlich echt scharfe Preise (z. B. einen tollen Motor-Roller und andere spritzige Überraschungen) zu gewinnen. Also – mitmachen, mitstimmen, mitgewinnen! Alle Infos im „Wahl-Lokal“ unter: www.freiclub.com
Einsendeschluss ist der 22. Dezember 09. Vielen Dank und viel Glück! dein Goldschwanz
aka Ariane
Generalsekretärin der Muschi-Partei (MP)
Mitglied der VBM (Vereinigung befreiter Mösen)
Vorstandsmitglied der Pussy Labour Party (PLP)
Vorsitzende des Interessenverbandes der VGSS (Vereinigung durch schlechten Sex Geschädigter)

www.arianeescort.com

Hiermit erkläre ich “absolutes No-Go”, “no-go”, “to go” sowie “auf Augenhöhe” zu den Unwörtern der Jahre 2008/09, weil, ich kann’s nicht mehr hören, lesen ….

Nach eingehender Prüfung der in diesem Jahr eingegangenen Reviews/Berichte über mich und andere Damen in einschlägig bekannten und berüchtigten P6-Foren spreche ich Herrn Suizido in der Rubrik “Quickie und Flüssigkeitsaustausch, Milieustudien” den Golden Clit Award zu. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH (Bitte einlösen gegen Adventskalender *g*)
Nominiert wurde ausserdem Herr Kandinsky/FC, den ich nicht persönlich kennenlernen durfte, aber seine Schriftenreihe, in der Rubrik “phantastische Berichte und erotische Kurzgeschichten”. Die Preis-Übergabe findet bei passender Gelegenheit in Echtzeit oder per virtuellen Zungenkuss statt.

heisst es Escort und/oder Familienbesuch….

So ihr Lieben, muß euch mal wieder verlassen und für einige Zeit nach Engelland verschwinden (kommende Reisedaten 25/01-3/02). Wer Sehnsucht hat, kann mich gerne auf der Insel anrufen (kein virtueller Kontakt via WWW möglich, Emails kann ich nur unregelmässig beantworten), die entsprechende Nummer ist auf meiner Homepage unter “contact” eingeblendet.

Wieder zurück mit allerhand Neuigkeiten aus dem vorweihnachtlichen Engelland und rein in den Schneematsch.
Wen es über die Weihnachtstage ins Virtuelle zieht, wer sich gerne selbst beschenkt statt immer andere, kann ja mal meine Rück- und Ausblicke 2009 nachlesen, die verlinkten Shopping-Tips studieren und sonstigen delikaten Fussabdrücken eines Callgirls folgen, die die Welt unbedingt zu ihrem Glück noch braucht.*g*

England, war schön, wie immer, diesmal sogar sehr schön und ein besonderer Höhepunkt folgte in London, wo ich mich nach dem Landausflug 3 Tage aufhielt. Bei meiner Ankunft am Donnerstag kam auch prompt der Fischer vorbei, von dem ich schon an anderer Stelle berichtete; diesmal sollte es eine Forelle
und zwei Rochenfilets sein. Ich war recht brav in diesen Tagen, entdeckte einen Weihnachtsmann, der Blumen und Tannenbäume verkaufte (eine mittelgrosse prächtig gewachsene Nordmann-Tanne, 2m Höhe, wurde in London Islington für 45 Pfund angeboten, günstiger als in Berlin Charlottenburg gesichtet),
schaute mir das Finale von X-Factor zusammen mit 40 Millionen Briten an (das britische Original zu dem “Deutschland sucht den Superstar” Format), war mal wieder überrascht, wie angenehm es ist, wenn man gewissermassen von der Welt per Internet abgeschnitten ist, Pilze erkunden
und man nur auf regionale Medien zurückgreifen kann. Ich spiele normalerweise nie Lotto, aber mein Landlord drängt mich bei jedem Aufenthalt, Lotto zu spielen sowie Euromillions, wo sich sage und schreibe 39 Millionen Englische Pfund im Topf befanden; damit er Ruhe gibt, er ist regelrecht süchtig nach Lotto, spiele ich immer aus Solidarität ein- oder zwei Lucky Dips und ein Thunderball und komme auf eine Investition von 3 Pfund, für Euromillions investiere ich 5 Pfund. Mehr mag ich für Glücksspiel nicht ausgeben. Natürlich spiele ich in Gedanken immer durch, was ich denn mit dem Gewinn anfangen würde, hat ja einen gewissen Unterhaltungswert: am Lebensstil nichts grossartig ändern, aber als erstes das englische Anwesen in Kent, wo ich mich regelmässig aufhalte, dem Besitzer für 1 Mio Pfund abkaufen, für die gleiche Summe mit ausgezeichneten polnischen Handwerksmeistern sanieren und dem Landlord lebenslanges Wohnrecht und mir Gastrecht garantieren. Mein Vermieter, also der Besitzer, sitzt nämlich seit einem Jahr auf gepackten Koffern, d.h. der National Trust und das Council will ihn aus seinem Eigentum rauswerfen, da er nicht die finanziellen Mittel hat, um die erforderlichen Sanierungsmassnahmen durchzuführen. Leider ist er pleite und im Rentenalter und bezieht nur eine geringfügige Rente; er hat zwar im Rahmen seiner internationalen Karriere sehr gut verdient, sodaß er schon mit Anfang 40 aussteigen konnte, aber seither alles verprasst und mit Frauen durchgebracht. Jedenfalls haben einige Herbststürme dem alten Gebäude in den letzten 20 Jahren immer wieder schweren Schaden zugefügt, einige Zinnen sind abgebrochen und nur teilweise repariert, die Fassade bröckelt, Efeu wuchtert durch manche Fensterritzen hinein. Ein herrlicher Ort und schade, wenn er enteignet wird und ich dort nicht mehr wohnen kann.
Ansonsten habe ich keine Wünsche, wie gesagt so weiterleben wie bisher, ohne Auto – ausser ich hätte jetzt zeitnah Thomas Bernhards Geländewagen bei Ebay ersteigern können -, Urlaubsreisen im klassischen Sinne brauche ich im Prinzip nicht, wahrscheinlich würde ich weiterhin zwischen London und Berlin pendeln, gelegentliches und beidseitiges Lendengeprickel und die Aufmerksamkeit charmanter Männer geniessen und die allermeiste Zeit damit verbringen, was ich jetzt schon beruflich, aus Berufung treibe, und damit meine ich jetzt nicht nur die Erotik. Ok, ein hübsches Sümmchen spenden und an einige liebe Menschen und einige unterbezahlte Ärzte verschenken, ja das würde ich auch, damit einige liebgewonne Menschen zumindest materiell der Zukunft ohne Sorge entgegensehen können, meine Mutter, die diejährig den Krebs überlebt hat, nach Paris ins Ritz einladen und gross ausführen, meinen Vater ins Spearmint’s Rhino nach London (bevor die neue policy & crime bill für die Schliessung von Table- und Labdance Bars in London sorgt), mir ein Bette Midler Konzert mit meinem Berliner Lieblings-Barmann in Las Vegas geben, einen Grossformat-Drucker für die Produktion der grossartigen Arbeiten eines sehr lieben Menschen, der diesjährig einen Schlaganfall überlebt hat, kaufen und zu guter Letzt einen Leo Bassi Workshop für “Clowning Professional” besuchen.

Die britische Presse hat mich auch wieder in Atem gehalten: Tiger Woods, wo man hinlas- und schaute, grauenvoll, wie auch das Orwellsche Goggles – das umstrittene Bilderkennungsprogramm von Google – , horrende Immobilienpreise in London trotz Finanzkrise, gipfelte in meiner Entdeckung von zwei Penthäusern in der Park Lane, die man für jeweils 25.000 engl. Pfund/Woche mieten (sic!) kann

und die Diskussion um flüchtige englische Banker, die das Land gen Frankfurt, New York oder der Schweiz verlassen wollen, um sich die 50% Sondersteuer auf Boni zu ersparen. Liliane Bettencourt, Grande Dame und Mehrheitseignerin von L’Oréal, also die reichste Frau Frankreichs, vergleichbar mit Frau Klatten in Deutschland, muß sich mit ihrer Tochter vor Gericht darüber streiten, daß sie einem ihrer besten Freunde über die letzten 15 Jahre insgesamt Geld und Kunstwerke in Höhe von 1 Milliarde Euro geschenkt hat. Why not? Wer sichs leisten kann …. Die Tochter versucht ihre Mutter für geistig unzurechnungsfähig zu erklären, um als Alleinerbin alles abzuräumen und ihre Mutter vor weiteren grosszügigen Geschenken an Freunde und erfolgreiche Mitarbeiter des Unternehmens abzuhalten. Wenn man Photos der Tochter sieht, die ja qua Geburt selbst schwer vermögend und Single ist, erinnern mich ihre herunterhängenden Mundwinkel sehr stark an unsere deutsche Kanzlerin. Frau Merkel braucht unbedingt mal etwas Coaching, was Haltung, Mimik und die Papageienfarben ihrer Einheitsjacken betrifft. Zu Kopenhagen fällt mir nicht viel ein, ein Trauerspiel, und von einer deutschen Regierungskrise wurde ich nur telefonisch ins Bild gesetzt, in den Medien nur durch den Subtext im BBC-Abendprogramm hellhörig, zog es jedoch vor, mir vor meiner Rückkehr nach Berlin dazu keine weiteren Gedanken zu machen, um mir die vorweihnachtliche Stimmung nicht zu versauen. Stattdessen hörte ich lieber meinem Vermieter zu, der mir von weiteren Feuerwehrmännern mit ganz besonderen Qualitäten berichtete: einer fährt als Stripper mit einem Wohnmobil zu Hen-Parties durch die Lande und entertaint bei Junggesellinnen-Abschiedsparties ein Rudel englischer, durch binge-drinking enthemmte Girls, so erfolgreich, daß er kaum noch Zeit hat, bei der freiwilligen Feuerwehr zu arbeiten; es seien immer zwei-drei Frauen dabei, die dem Feuermann nach seinem Auftritt ein paar Scheinchen zustecken und ihm in sein Wohnmobil folgen, wo sie ordentlich durchgeschüttelt werden, so erzählte er mir. Der andere Feuerwehrmann soll über “Wunderfinger” verfügen, a “good touch”, beim Befühlen einer Muschi also, und sämtliche Frauen närrisch machen, eine seltene Gabe, die ich bislang genauso wenig wie die besonderen Fähigkeiten des Strippers überprüfen bzw. in Augenschein nehmen konnte. Aber kommt Zeit kommt 2010 …. Mit einem “good touch” kann man mich innerhalb von 1-2 min zum kommen bringen, ohne, daß ich mich wehren kann, ähnlich verhält es sich mit gewissen Leck-Künsten. Da soll mir einer sagen, daß Kunst im Bett nichts zu suchen hat. Petting hat etwas sehr unschuldiges und daher sehr prickelndes und finde ich persönlich ausgesprochen erotisch. Wie eine Frau umgekehrt mit einem “good touch” einen Schwanz und die Familienjuwelen umfassen kann, da gibt es ebenfalls himmelweite Unterschiede, ist also durchaus vergleichbar bzw. ist ein Talent und kann man nicht lernen, denke ich, so meine Erfahrung. Man hat es regelrecht im Blut oder in den Genen oder in den Fingerspitzen.

Tja und dann war da noch London und die Begegnung mit einem ausgesprochen tollen Mann, der mir quasi als Vorab-”Bescherung” einen wunderbaren Abend schenkte, mir tolle Orte zeigte, die ich bis dato noch nie besucht hatte, mit mir dinierte, lachte und schmuste, mit dem ich mich ausgesprochen gut unterhielt – auch horizontal -, der mich – kurz und gut – rundum verwöhnte und für den krönenden Abschluss ein wunderbares Zimmer in einem sehr originellen Hotel bereit hielt, weil er meine Vorliebe für kuriose, alt-englische Orte zuvor erschnuppert hatte. Einfach grossartig, liebevoll …kisses …danke!! Schnappschuss in den Empfangsbereich

Auf Details und die Namen der Locations möchte ich an dieser Stelle verzichten, sondern möchte nur meiner Freude Ausdruck geben; es war nämlich mein erstes “richtiges” klassisches Escort-Erlebnis in London, meiner Lieblingsstadt, die ich sonst mit niemandem, ausser mit Freunden, teile.

Zu guter Letzt stand noch ein Besuch in einem stillgelegten Frauengefängnis, ein Untersuchungsgefängnis aus dem 18. Jhdt. in Clerkenwell, East London, am letzten Tag meines Aufenthalts an, das voraussichtlich die Location für die Theateraufführung sein wird, größer als der ursprünglich geplante Aufführungsort, eine ehem. Polizei-Station. Leider hat sich der Producer bei einem anderen Projekt als korrupt erwiesen und Geld unterschlagen, weshalb das Arts Council, unser Haupt-Geldgeber, nicht mehr mit ihm aus naheliegenden Gründen zusammen arbeiten möchte. Wir haben aber schon längst Ersatz gefunden. Die ganze Vorbereitung, Planung und das Fundraising erfordert mehr Zeit als wir glaubten, zieht sich wie Kaugummi; für ungeduldige Menschen wie mich ist so etwas eigentlich nichts.

Bild Gefängnis
Wohl war mir bei dem Rundgang unter der wissenden Aufsicht eines Historikers dabei nicht; wenn ich mir vorstelle, wie viele Frauen dort einsassen, die im 18. und 19 Jhdt. der gleichen Tätigkeit nachgegangen sind wie ich. Der Spot wird auch für Dreharbeiten und andere Events gebucht, zuletzt für die Neuverfilmung von “Sherlock Holmes” mit Jude Law, der am Boxing Day in den britischen Kinos anläuft.

Einen weiteren Film, den man nicht verpassen und für den man starke Nerven mitbringen sollte, ist “The Road“, die Verfilmung des gleichnamigen apokalyptischen Romans von Cormack McCarthy, auf die Lektüre machte mich ein lieber Gast von mir in diesem Jahr aufmerksam, nochmals danke dafür.

Zum Schluss ein paar Shopping-Tips, auch für jene, die London kaum oder garnicht bereisen, da man sich einiges davon online bestellen kann.
Mein neues Lieblings-Parfum Artemesia von Penhaligon’s, pastös in einer kleinen Silberdose, habe ich mir selbst zu Weihnachten vorab geschenkt, weil ich das ganze Jahr so ein braves Mädchen war *g*. Penhaligon’s ist ein alt-englisches Parfumhaus und führt ausgefallene Herren- und Damendüfte in hübsch-schlichten Flakons und andere schöne Kleinigkeiten. Für jene, die noch kurzfristig für ihre Liebsten einen schönen Duft suchen: in Berlin findet man eine kleine Auswahl im KADEWE und Galerie Lafayette, zusammen mit den erlesenen Düften von Annick Goutal, an einem Stand. Wer sich nicht nach Trends richtet und so riechen möchte wie die Mehrheit der deutschen Bundesbürger nach dem Weihnachtsfest, die zumeist nur stark beworbene Produkte von Douglas und aus TV-Spots kennen, findet hier u.a. eine gute Adresse. Auch die Kerzen und Seifen sind ausgesprochen edel und wohlduftend.
Und dann habe ich mir einen engen, rosé-farbenen Strickpullover von Jack Wills gegönnt, den ich jetzt im Berliner Winter durchgängig tragen werde, ist schon jetzt mein Lieblingsstück. Sie bieten schöne bequeme Kleidung und Taschen aus Tweed, Filz und Wolle, Flanell, auch Cashmere an, auch Accessoires, eben typisch englisch, qualitätsvoll und langlebig. Für jene, die gerne zu Hause gut gekleidet und bequem rumlümmeln, es muss ja nicht immer ein Hausmantel sein, habe ich noch Loungewear, schöne karierte Baumwollhosen, entdeckt, die sich wie Flanell anfühlen. Leider gibt es bei uns keine Shops, nur in England oder online.
Gleich daneben in Islingten (Tube Angel Station) habe ich noch einen kleinen Laden “decorexi” entdeckt, für Freunde guten und preiswerten Interiors, sie haben sogar eine Website, über die man bestellen kann. Vielleicht leiste ich mir in 2010 mal eine neue Tischlampe, die Large Christal 6-Ball Lamp hat es mir angetan, danach hab ich schon länger Ausschau gehalten; den passenden Schirm suche ich mir dazu auf dem Flohmarkt. Nicht zu vergessen noch ein Hinweis auf mein Lieblingsgeschäft “Queens”, für Liebhaber von schönem Kitsch, arts & crafts, und handgearbeiteten Baumschmuck, ebenfalls London, diesmal Spitalfields Market. Wahrscheinlich fahren mehr Frauen und meine schwulen Freunde auf sowas ab.

So, jetzt entlasse ich euch in eine hoffentlich harmonische und entspannte, stimmungsvolle Weihnachtszeit, ich danke euch fürs gelegentliche Vorbeischauen auf meinem Blog, für schöne und sehr schöne, intime, unterhaltsame Momente, die ich mit einigen Herren in diesem Jahr geniessen durfte, nachdenkenswerte Erlebnisse inkl. aus denen ich “lernen” durfte *g* und positiven Input, den einige von euch mir gegeben haben. Danke dafür! Euch ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2010!!!

Ariane

Liebe Freunde des reflektierten Escortings, des gepflegten Kontrollverlusts, liebe Kerle!
Ich muss heute mal ausnahmsweise ein Klagelied anstimmen: ich bin sooooooooo trauuuuuuuuuurig; musste zum Jahresende sämtliche vorweihnachtliche Freuden enttäuschen und alle Termine canceln, weshalb ich auch kaum zum Schreiben kam. Letzte Woche hat mich eine Lebensmittelvergiftung, die ich mir noch in England eingehandelt hatte, für einige Tage schachmatt gesetzt (jetzt kommt mir bitte nicht mit dem englischen Essen …*g*) und mich so geschwächt, daß mich jetzt direkt im Anschluss eine Erkältung erwischt hat, die ich über die Weihnachtstage kurieren darf. Die Erkältung muss ich mir bei meiner Suche nach einem Weihnachtsbaum geholt haben, und das Beste, ich hab keinen Baum gefunden. Hab die ganze Umgebung abgelaufen, doch nichts, weit und breit keine Weihnachtsbäume zu finden. Das ist doch nicht normal. Am Alexanderplatz soll es einen Weihnachtsbaum Verkauf geben, aber den hab ich – trotz neuer Brille – nicht gefunden. Jetzt darf ich ohne Baum und ans Bett gefesselt Weihnachten verbringen. Da mir jeglicher Geschmackssinn abhanden gekommen ist, brauche ich mir auch keine Gedanken um ein Weihnachtsessen machen, ob Ente, Gans, Fisch, schmeckt eh alles gleich, da kann ich auch gleich ein Trostsüppchen oder Milchreis essen *heul*, das ist ja wie Gefängniskost, und das an Weihnachten. Obwohl ich muß gestehen, ich bin generell nicht der grosse Weihnachtsfan, aber ein Weihnachtsbaum mit echten Kerzen, schöner Baumschmuck, feines Essen, ist eben ein Ritual und wir Menschen brauchen ja Rituale. Aber das Weihnachtskonzert im Berliner Dom, da werde ich hinstapfen, komme was da wolle. Bach, Händel, Purcell u.a. stehen auf dem Programm, ich liebe Bach und vor allem Henry Purcell, englischer Komponist des 17. Jhdt. Bei Bach muss ich nicht nur an das wunderschöne Weihnachtsoratorium denken, sondern auch an einen äußerst liebenswerten Organisten, den ich in den letzten Jahren gelegentlich in England auf dem Land traf. Er leidet seit einiger Zeit an Depressionen, aber keine Behandlung will anschlagen. Er schafft noch seiner Arbeit nachzugehen, trotzdem kann er selbst der Musik nicht mehr so viel Freude abgewinnen, der Ärmste. Ich hab ihm zuletzt eine ganzheitliche Sex & Spirit-Therapie angedeihen lassen *g*, er schrieb mir später, es helfe ein wenig und wirke noch nach, wir müssten uns unbedingt für eine weitere Sitzung im neuen Jahr treffen. Dabei fällt mir gerade unser Torwart Robert Enke ein, der diese heimtückische Krankheit leider nicht überlebt hat. Ich widme meinem Organisten und allen an Depressionen leidenden Menschen folgende Musik, die ein wenig Trost spendet und wünsche möglichst baldige Genesung und einen Freudentanz im neuen Jahr. Denn merke: Schönheit ist der einzige Trost in dieser Welt (wobei ich die schöne Seele und damit den wahrhaftigen Eros natürlich einbeziehe). Da wir schon bei Bach waren …

Nun etwas Lustigeres, he he …. ich habe mir schon des öfteren überlegt, wie ich mir mein ideales Weihnachtsfest vorstelle; nein, nicht in einer Hütte in den Bergen auf einem Bärenfell, da ich dem Ski-Sport nämlich garnicht fröne; Schnee ist nicht mein Element, eher die flüssige Form. Hab zwar mal Ski-Unterricht genommen und war als Teenager und später einige Male in den Bergen, aber irgendwie hab ich die Kurve nie gekriegt und bin dann auf meist vereisten Pisten die Abfahrt runter und nur von einem Schneehaufen ausgebremst worden. Nein, nein, da war kein Mensch im Weg, nur Bäume, ich bin ja verantwortungsvoll und nicht verwandt mit dem Geisterfahrer aus Thüringen. Auch so ein trostloses Highlight des Jahres 2009. Das bekloppteste Ski-Erlebnis hatte ich in der Schweiz. Bei einem Besuch von Verwandten in Zürich entschied mein Cousin mich zum Ski-Fahren in die nahegelegenen Flumser-Berge mitzunehmen, Flumser-Berge, wie bescheuert sich das schon anhört, und da hats Flums, äh Rums gemacht. Kaum dort eingetroffen, habe ich mich fälschlicherweise auf den Bügel “gesetzt”, der einen anschieben soll, und bin natürlich prompt auf die Seite gefallen, wobei ich mir den Knöchel verstauchte und den Rest des Tages meinem Cousin zuschauen durfte. Die Nummer hatte was Mr.-Bean-mäßiges, vielleicht wurde da mein Hang zur Komik geboren? Wer weiss …
Jedenfalls wünsche ich allen Skifahrern, die sich jetzt in ihren wohlverdienten Urlaub aufmachen “gut Holz” – sagt man wohl?! ach nee “Hals und Beinbruch” soll wohl die Dämonen abwehren – und bitte nicht zuviel Jagertee auf der Hüttn trinken, daß ihr mir ja heile wieder runterkommt … bei der Gelegenheit einen hübschen Gruß an die schöne Chantal, Escortlady im Winterurlaub.

Also ein ideales Weihnachtsfest stelle ich mir so vor, daß man keine Bilanzen aufmacht und das Jahr buchhalterisch hochrechnet, sondern daß man einfach die schönsten Momente an sich vorbeigleiten lässt und sich an Champagner oder Rotkäppsche, feinem Essen und einer Weihnachtsorgie über mehrere Tage berauscht. Ein wenig so, wie der Film “Das grosse Fressen”, allerdings mit mehr Sex und Happy End. Ihr kennt ja sicher den Film mit Marcello Mastroianni, Philip Noiret, Michel Piccoli?! Der Film empfiehlt sich auch an allen Feiertagen, bietet er als Gelage doch so ein schönes Vorbild. Herrlich dekadent! Besser als sich die 100.000ste Sissi-Wiederholung reinzupfeifen …. btw vielleicht hab ich ja Glück und die 100.000ste Wiederholung von “vom Winde verweht” erreicht die deutschen Wohnstuben, wenn schon bettlägerig, dann bitte sehr guten Schmalz. Habt ihr jemals verstanden, warum Scarlett o’Hara ausgerechnet ihren furchtbaren Cousin anschmachtet und den schönen Rhett links liegen läßt? Na, wißt ihrs?! Klar, weil die süße narzißtische Scarlett den Ashley einfach nicht “haben” konnte, der ja schon anderweitig vergeben und an die Ausgeburt weiblicher Tugenden und Hingabe, Melanie, verloren war; irgendwie hab ich bei ihr immer den Heiligenschein vermisst. Schade nur, daß sowohl Melanie als auch Scarlett in Stein gemeisselte Role-Models für Generationen von Frauen wurden, für die Trümmer- und Wiederaufbau-Frauen sowie für devote Hinhaltefrauen, die auch heute noch als ewig Schutzbedürftige ihren Ex anrufen, wenn es darum geht, eine Glühlampe auszutauschen u.ä. Auch dieser verlogene, weil ambivalente Grinsekuchen Ashley … einfach furchtbar, im Gegensatz zu Rhett Butler, dieses Bild von einem Mann, natürlich ein gewisser Halodri, der auch Dirnen zu seinem Freundeskreis zählt. Sowohl Scarlett als auch vielen Frauen, natürlich auch manchen Männern, wird oft zu spät bewußt, was sie an manch Verflossenen gehabt haben oder erst, wenn es zu spät ist, wie auch viele ihre Zeit vergeuden, verpassten Chancen hinterher zu heulen. Also denkt daran, im neuen Jahr; auf ein Neues … weint nicht um vergossene Milch (wie Kästner es mal so schön formulierte); man sollte die Gegenwart zu dem machen, woran man sich in Zukunft gerne zurück erinnern möchte. “Lebe jetzt und werde nicht gelebt”, nicht von den Bedürfnissen anderer z.B. Energievampiren. Ich weiss es klingt hart, aber man muss gnadenlos sein bei der Wahl der Menschen, mit denen man seine Lebenszeit verbringen möchte, mit denen man tagtäglich umgeht, ob es ein Paysex-Date, ein mehrstündiges Escort-Erlebnis oder die Wahl der Menschen im privaten Umfeld ist. Wenn man ein gutmütiges Schaf ist und die Falschen dies erschnuppern, wird es im Regelfall ausgenutzt. Exchange/Austausch, Grenzen setzen ist das Zauberwort und kein einseitiges Geben oder Nehmen. Bla, bla klingt etwas ausgelutscht, ist aber trotzdem wichtig. Wahrscheinlich, weil ich mir das regelmäßig bewußt machen muß. Habe ich in den letzten Jahren erst wirklich verstanden und daß diese Form von Egoismus völlig gesund, für das eigene Überleben notwendig und für ein gewisses Seelenheil unabdingbar ist, weshalb man auch kein schlechtes Gewissen zu haben braucht, wenn man wählt, wenn man nah an sich ran läßt. Dies gilt wie immer für beide Seiten *g*.

Für mich, die sonst bei kerniger Gesundheit ist und das Bett ausschließlich für freudvolle Genüsse oder den Schönheitsschlaf aufsucht, wird das Bett gerade zum Feind. Vernünftig denken kann man in diesem Zustand nicht, Sex oder zumindest Masturbation ist auch irgendwie nicht drin *ggrrr* und Fernsehen ertrage ich im Regelfall auch nicht, einfach weil es so schlecht ist, weshalb ich auch zu der Auffassung gelangt bin, daß die öffentlich-rechtlichen Sender den sog. Kulturauftrag verfehlen, auf dessen Grundlage sich die Zwangsgebühren ja stützen. Das sind über 220€ im Jahr pro Haushalt, die wir für den Schrott zahlen müssen, also mehr als 7 Mrd. Euro, die die GEZ 2008 einkassierte. Und was wird produziert? Langweilige Tatorte mit schlechten Drehbüchern, Volksmusik-Abende, schlechte Soaps, wobei ich eh den Verdacht habe, daß der ganze öffentlich-rechtliche Bereich geriatrisch ist, das kann ja in Zukunft nur noch schlimmer werden. Nur sind die modernen Alten nicht unmündig und stehen alle auf Volksmusik und “wetten daß …?”. Und die Frechheit ist noch dazu, daß sich die Sender zudem über Werbung finanzieren. In England bezahlt ein Haushalt ca. 140 Pfund im Jahr und die öffentlich-rechtlichen Sender des BBC nehmen keine Extraeinahmen über Werbung ein, die Sender sind alle schön werbefrei und die hauseigenen Produktionen gewinnen zu Recht regelmässig Preise. Die ausgezeichneten Dokus sind ja weltweit bekannt und der Talk des millionenschweren Jonathan Ross ist sein Geld wert. Einen vergleichbaren schlauen Kopf, Schnelldenker und vielseitigen Entertainer gibts hierzulande nicht. Auch die politischen Diskussionssendungen sind um Längen besser als die deutschen; die Journalisten gehen höflich, aber gnadenlos und ausgesprochen gut informiert mit ihren Gesprächspartnern um und drehen sie ggf. elegant durch die Mangel, bei Sabine Christiansen, Anne Will garnicht dran zu denken. Selbst der Presseclub ist doch zu einer Laberstunde verkommen und hat die besten Zeiten längst hinter sich. Ich finde das Budget und die Macht der öffentlich-rechtlichen unerträglich, kein Wunder, daß es da zu Filz und Korruptionsvorfällen kommt. Nöö dann lieber marktwirtschaftlich über Werbung finanziert und man kauft sehr gute Filme, Dokus aus dem Ausland ein. Ist sicher preisgünstiger und qualitätsvoller, als hauseigenen Schwachsinn zu produzieren. Ist euch aufgefallen, daß man immer wieder die gleichen Gesichter in deutschen Produktionen sieht? Das ist regelrecht Inzucht, es gibt ja mehrere Schauspielfamilien, die über Generationen im Fernsehen weitergereicht werden. Dabei sieht man viele Talente garnicht, die die deutschen Schauspielschulen ausspucken, und die sich ihr kläglich Brot an Theaterbühnen verdienen; immerhin werden einige erst durch ausländische Regisseure entdeckt, gepflegt, wie zuletzt auch Quentin Tarantino den deutschsprachigen Nachwuchs über den Klee lobte, den er für seine Produktion “Glorious Basterds” engagierte.

So ein schöner blauer Winterhimmel und kein Spaziergang möglich. Ein grosses Bett und kein Sex …. Stattdessen rege ich mich über die GEZ auf, die neuerliche Gebührenerhöhung und unterstütze auch diese Petition. Aktuell hier. Vielleicht könnte man eine Verfassungsgerichtsbeschwerde anstrengen, mit Gutachten, die nachweisen können, daß der Kulturauftrag verfehlt wird und der aufgeblasene Apparat des öffentlich-rechtlichen Niedergangs nur gutbezahlte Jobs in den eigenen Reihen schafft bzw. “in der Familie” weiterreicht werden.

Ach, ich lege mich jetzt wieder ins Bett und lese einen erotischen Roman, der mich mit Vorfreude erfüllt und meine Phantasien anregt. “Lulu” von Almudena Grandes habe ich schon 10 Jahre nicht mehr gelesen und muss jetzt dran glauben, vielleicht kann ich dann mit den letzten Kräften noch eine schöne Runde masturbieren und erleichtert die Teestunde einläuten.

Meine Stoss-Gebete wurden erhört! Endlich! Ich habe zwar noch verschnupft dem Weihnachtskonzert beigewohnt – natürlich in verantwortungsvollem Abstand zu den anderen Lämmern – und bei der Gelegenheit einige Kerzen angezündet, weil es so schön jemütlich aussieht. Selbst für mich als Agnostikerin geht auch die schönste Liturgie oder feiner Sing-Sang nicht am Popo vorbei. Hab allen Sex-Göttinnen und Göttern zum Grusse ein Ständerchen gesungen, also am Weihnachtsabend aller Engel und Bengel gedacht und still gelitten und etwas gekeucht. Selbst ein kleines Weihnachtsbäumchen hatte noch am 24. den Weg zu mir gefunden, und ich dachte ja bereits, die Lage sei hoffnungslos. Ja, ich wurde reich beschenkt und schön bekocht und hab auch seit gestern wieder zum Geschmack zurück gefunden. Einfach herrrrrlisch!!! Das Leben kann so schön sein – wenn man gesund ist. Allen Schnupfnasen da draussen wünsche ich alsbaldige Besserung und einen hoffentlich harmonischen Jahresausklang im Kreise eurer Lieben. Laßt es ordentlich krachen, bewerft euch bei Krisenstimmung mit Pfannkuchen (im Rheinland Berliner jenannt), steckt eurer Frau die Zunge tief in den Mund und geniesst ein Indoor-Tischfeuerwerk und das alljährliche Blei giessen, letzteres bevorzuge ich zumindest. Heraus kommen immer seltsame Figuren, Skulpturen, die mich nicht selten an einen Phallus (wie könnte es auch anders sein … he he), Berliner Hundedreck oder eine Zuckerschnecke erinnern. Ich bin schon auf das “lustige Gesellschaftsspiel für die ganze Familie” aus der Manufaktur der Potsdamer Feuerwerk GmbH “Masters of Fire” gespannt, so heisst das Produkt, das ich bereits für Sylvester ergattern konnte. Was die Figuren, die man sich ergiesst, im einzelnen aussagen, dazu gibt es auch bereits vorgefertigte Interpretationsmöglichkeiten auf der Rückseite der Verpackung, lustig zu lesen. Vorsicht, wenn eure Figur wie ein Krug aussieht, das bedeutet “Trink dir deinen Partner schön”, eine Gabel – “Vorsicht Übergewicht” – oder wie ein Ufo, d.h. “Unbekannte Einflüsse beherrschen dich”. O weia, besser du giesst einen Pfeil, der bedeutet “das schnelle Leben ist das schönste” oder einen Weinstock, der ein “erfülltes, glückliches Leben” verspricht. Wenn du einen Zahn im erstarrten Blei findest, wird ein Mensch dich verzaubern oder du eine Eule erblickst, dann stehen Veränderungen in naher Zukunft an. Veränderungen, bei wem verändert sich nicht irgendwas? Und wenn es nur das ist, daß man im nächsten Jahr ein Jahr älter wird. Ist doch auch was … manche werden auch jünger, zumindest wenn sie die Weihnachtstage dazu nutzen, ihre letzte Botox-Behandlung oder sonstige Schönheits-OP-Schwellungen abklingen zu lassen. Für die postmoderne Frau von heute ist die Weihnachtszeit dafür sicherlich die beste Zeit. Heutzutage werden doch sicherlich Botox-Gutscheine unter den Baum gelegt oder ein Scheck für eine Brust-Vergrösserung. Ganz so, wie der Hausherr sich das wünscht. Nee, nee, das ist nichts für mich. Soll ich aussehen wie ein Porno-Starlett? Es laufen doch längst schon so viele Angelina Jolie-Verschnitte herum, ich plädiere für ein wenig Artenvielfalt unter den Frauen und Huren, auch für ein wenig Hüft- und Bauchspeck, Kurven stehen den meisten Frauen doch recht gut. Schlauchbootlippen, ist auch nicht meins. Solch künstlich aufgeblasene Lippen sollen ja den Anschein erwecken, daß frau eine Blase-Königin ist. Das ist Betrug!!! Nur die Praxis erweist gewisse Qualitäten. Also Männer, fallt bloß nicht darauf rein, wenn ihr auf ein Blasmaul schaut, heisst das noch lange nicht, daß die Frau gut blasen kann geschweige “gerne” bläst. Dazu muss man berufen sein, meinetwegen vom Herrgott persönlich …
Ich persönlich finde immer, daß die Natur einen in die Form gegossen hat, die einem am besten passt. Ich bin z.B. gross und schlank und werde auch nicht dick, meine Äpfelchen sind knackig und stehen wie eine 1 (Eins); wie sähe das denn aus, wenn ich mir einen Airbag implantieren lasse. Die ganzen Proportionen stimmen doch dann hinten und vorne nicht mehr und ich kann als Ästhet nicht gerade behaupten, daß die Figur einer Pamela Anderson, das Role-Model einer, was rede ich, zweier Generationen Porno, als schön bezeichnet werden kann (ich gebe zu, ich finde es in einem Porno auch anregend, weil es so anders ist, so ein Dingsbums eben). Deshalb ist es auch kein Wunder, daß die meisten Zuschauer laut Umfragen auf diese Tatort-Mieze abfahren, hach, wie heisst die noch, ihr wißt schon, die Ex vom dem ehem. Fussballer Rudi Assauer; also diese permanent geschürzten Lippen von der Thomalla (nicht verwandschaftlich mit dem grossen Komödianten Georg verbunden), das nervt einfach, wahrscheinlich hatte der Assauer irgendwann auch die Schnauze davon voll, da glotz ich doch besser auf ihren Sparrings-Partner Martin Wuttke, ein “wirklicher” Schauspiel-Gott (warum der zum Tatort-Kommissar aufgestiegen ist?! ok, die Familie muß ernährt werden; im Arturo Ui von Brecht hat er wirklich eine Glanzleistung hingelegt … und jetzt ein Tatort-Kommissar naja… das Fernsehen zahlt ja ganz gut).

Ich hab von meinem englischen Schlossherrn einmal ein Nacken-Kissen geschenkt bekommen, das aussieht wie zwei Turbo-Titten. Die lege ich mir gelegentlich in den Nacken und schaue dabei Fussball oder masturbiere. Aus Spass hab ich das Kissen einmal unter mein Shirt gesteckt und vor dem Ganzkörper-Spiegel posiert; nee, da sah ich aus wie OLM als Escort-Dame (siehe Video weiter unten). Wenngleich ich gewisse männliche Phantasien durchaus nachvollziehen kann, ich leide barbarisch unter gewissen versauten männlichen Phantasien und manche Männer helfen mir gelegentlich dabei, mich von diesem Leiden zu befreien. Also, wenn ich ein Mann wäre, würde ich gerne mal auf die dicken Möpse einer Pamela Anderson abspritzen, aber sie auf mir sitzen haben? Wenn die Möpse hin und her fliegen, das sieht doch irgendwie eigenartig aus, also ich glaub, die könnte ich nur Missi nehmen bzw. spanisch; ich würde ihr meinen dicken Schwanz zwischen die Möpse schieben und dann weiter hoch, direkt ins Maul. Ja, das könnte mir gefallen ….

Ich bin gefragt worden bzw. man hat sich schriftlich bei mir per mail beschwert, warum meine Blog-Einträge nur im weitesten Sinne mit Sex zu tun haben. Ich persönlich kann nicht beurteilen, was in eine Sex Kolumne gehört (anders weiss ich meine Texte nicht einzuordnen) und was nicht, nun ja, mein Escort- oder Callgirl-Leben, kurz: mein Frauen-Leben besteht ja nicht nur aus Sex, leider … Quatsch beiseite, also zwischendurch muss ich mich ja auch ausruhen bzw. noch anderweitig mein Leben verbringen und meine Tantiemen verdienen. Ich kann doch nicht den ganzen Tag mit einem Dildo in der Muschi rumlaufen, Herr Gott noch mal! Oder den ganzen Tag an meiner ohnehin untervögelten weil selektiven Muschi spielen, das macht so müde, und dann kann ich mich nicht auf wichtige Arbeiten konzentrieren, die da warten. Ich muß doch an meiner Zukunft basteln …. Wenngleich meine Mumu immer noch taufrisch und knackisch ist, ich meine, da wird ja nicht jeder reingelassen und auch nicht so häufig, wie man sich das im allgemeinen so bei einer Frau wie mir vorstellt. *g* Ich hab oft genauso wenig Sex wie eine tugendhafte Hausfrau; das hat mehrere Ursachen, auf die ich nicht weiter eingehen möchte. Ok, einen Grund verrate ich, ich lasse mir gerne ins Maul ficken. Daher kann ich mit meiner Mu immer noch Nüsse knacken und das soll auch so bleiben. Apropos … dadurch, daß ich jetzt über eine Woche ausser Gefecht gesetzt war, hab ich meiner Mu eine rasur-freie Woche gegönnt, muß auch mal sein. Sonst rasiere ich meine kleine Freundin mindestens einmal täglich, manchmal sogar zweimal. Der Feuchtbiotop wirkt sich auf Haarwachstum intensiv aus. Jetzt ist mir ein kleiner Bär gewachsen, hab ich schon lange nicht mehr an mir erblickt, sieht ganz putzig aus, weshalb ich nun unschlüssig bin, ob ich sie morgen blank rasiere oder einen Streifen stehen lasse oder garnicht rasieren soll. Ab einem gewissen Alter, so als richtige Frau ab 30, sieht eine blanke Pussy eigentlich bescheuert aus oder? Das sieht doch so aus, als ob ich mich zwangsweise verjüngen möchte, mit so einer kleinen, prallen, glatten rasierten Pussy einen auf Klein-Mädchen machen möchte, obwohl ich ja durchaus als Lolita-Look-Alike durchgehen kann, wenn ich mich entsprechend zurecht mache bzw. eben garnicht zurecht mache. Am liebsten wäre mir, passend zum gewünschten Outfit oder Rollenspiel, mal die Behaarung abzunehmen und wieder aufzusetzen, also gewissermassen ein Schamhaar-Toupet als Business-Lady im Pelz-Mantel und Nackt-Schnecke als Lolita; dumm ist nur, daß es noch nicht erfunden worden ist. Ich muss mich also entscheiden. Die Hygiene wird als Argument immer gerne vorgebracht, aber wenn man schön geputzt ist und das weiche Schamhaar nicht zu lang, dafür weich und nicht borstig, kann ich mir durchaus vorstellen, daß das Bärchen sehr schön aussehen kann. Ich mag auch lieber rasierte Rumkugeln, einfach damit sich beim Lecken nicht der Effekt einstellt, wie das berühmte Haar in der Suppe und ich hüsteln muss, das ist doch wirklich unlecker. Ein Mann muß ja auch nicht komplett rasiert sein, nur ein wenig, finde ich beim Blasen äußerst angenehm. Es soll ja auch Frauen geben, denen Brusthaar wächst, also um die Nippel drum herum, hab ich auch schon gesehen. Mir wächst da nichts raus, aber ich würde sie rauszupfen, das sieht doch unmöglich aus, ähnlich wie ein haarumkränztes Arschloch. Charlotte Roche hat in ihren Feuchtgebieten ja gegen jedwede Rasur gewettert (wenngleich sie wohl eher den Hygiene-Wahn meinte, der viele Menschen nach garnichts mehr duften läßt), aber wenn ich mir als Mann so vorstelle, also wenn ich mir vorstelle, ich wäre ein Mann und würde die Frau a tergo nehmen, nämlich von hinten und dabei auf ein haarumkränztes Arschloch blicke müßte, na, ich würde die Augen schliessen oder die Brille abnehmen. Das ist doch mindestens so ein Abtörner wie ein Arschgeweih.
Ihr seht, ich bin wieder gesund, wie man an meiner Schreibe unschwer entnehmen kann. Und ich werde jetzt noch ein paar Kerzen anzünden und tief in mich gehen, um eine Entscheidung zu treffen, ob ich meine Pussy ab morgen wieder blank trage oder leicht gewellt, mal schauen, eine schwierige Entscheidung …., die mir keiner abnehmen kann.

Leider kann ich euch diese wunderbare Performance nur als Link reinstellen. Und möchte es dem Geniesser nicht vorenthalten. Viel Spaß!

kisses
frl. a.